Los geht's!
READING

Palalu die Zauberkuh: Ein Bilderbuch zwischen Kuns...

Palalu die Zauberkuh: Ein Bilderbuch zwischen Kunst und Kind

Aus dem Taugenichts Verlag ist uns in dieser Woche „Palalu die Zauberkuh“ von Pazit Sarit Schraga auf die Lese-Couch geweht worden. Schon auf den ersten Blick wird deutlich, dass es sich hier um ein wirklich einzigartiges Bilderbuch handeln muss. Weder meine Tochter, noch ihr Papa können sich an den Illustrationen von Celine Geser satt sehen. Beim Vorlesen der gereimten Geschichte von „Palalu die Zauberkuh“ steht man allerdings an manchen Stellen vor Herausforderungen. Fazit: Es schlagen, ach, zwei Herzen in meiner Brust. Und damit ihr wisst, was ich eigentlich meine, verlose ich natürlich auch ein Exemplar der Zauberkuh. Habt ihr vielleicht sogar schon mal von ihr gehört?

Palalu, die Zauberkuh: Worum geht’s

Auf ungefähr 30 wundervoll handillustrierten Seiten vollzieht sich im Grunde eine einfache, wie spannende Geschichte: Das Mädchen Anneliese verläuft sich auf einer Blumenwiese, als es unbedacht einem Schmetterling hinterherläuft. Und als sie dort irgendwo verloren in der Wiese liegt, begegnet sie plötzlich Palalu die Zauberkuh. Deren Umgangsformen sind indes überhaupt nicht zauberhaft, doch zum Glück gibt es da noch eine Tochterkuh. Es entspinnen sich allerhand Gesprächsfäden und die Zeit vergeht für die Protagonisten wie im Flug.

Als die Nacht dann aber so langsam hereinbricht, wird es brenzlig – und man erfährt endlich, worin eigentlich genau die Zauberkraft der Zauberkuh liegt. Am Ende gibt es natürlich ein Happy End und alle können beruhigt einschlafen. Mehr aber will ich an dieser Stelle nicht verraten, denn das gehört sich ja nicht, oder?

Erfahrung als Vorlese-Papa

So klar und vielversprechend die Idee auch ist, verhält sich die Erzählung im Buch dann nicht mehr ganz so stringent – doch dazu später mehr.

Die Erzählung wird von der ersten bis zur letzten Seite in einfachen Reim-Schemata erzählt. Anfangs noch sanft und mit wenig Zeilen, gewinnt die Geschichte mit wachsender Seitenzahl gehörig an Fahrt. Poetisch und mehr an Sprache und Rhythmus orientiert, als denn daran, die Geschichte voranzubringen. An manchen Stellen mäandert man nur so durch die Gespräche zwischen Anneliese und den beiden Kühen. So entstehen zwischendurch einige Phasen, in denen sich besonders meine Zweieinhalbjährige mehr in den Bildern, als in der Geschichte verliert.

Und hier offenbart sich bereits mein ganz persönlicher Frage-Moment: Für welche Altersgruppe ist dieses Buch eigentlich gedacht? Auf den ersten drei vier Seiten ist der Text übersichtlich und auffällig einfach gereimt (Palalu, Sue, Muh, Kuh, Schuh.. you get the picture). Hervorragend geeignet also, um es Kindern zwischen zwei oder drei Jahren vorzulesen. Genau richtig für meine Tochter also – eigentlich.

Doch mit wachsenden Seitenzahl bricht der Lese-Flow immer wieder mal ab, werden die Text-Stellen und auch die Gespräche wesentlich länger – und landen in der Sackgasse. Wahrscheinlich geschieht dies absichtlich, um mehr Dynamik in die Erzählung zu bringen. Die Reime bleiben indes immer ähnlich. Aus Vorlese-Sicht ist dies manchmal aber recht herausfordernd. Auch Palalu entpuppt sich als eher spröder bis schnippischer Hauptcharakter – um nicht zu sagen, als sehr gemeiner!

Fazit und Einschätzung

Und so sind wir schon mittemang im Fazit. „Palalu die Zauberkuh“ ist ein Buch irgendwo zwischen Kunst- und Kinderbuch. Wunderschön illustriert, hochwertig aufgemacht und ach, wirklich toll. Beim Vorlesen steht man manches Mal jedoch vor einer Herausforderung. Und sei es auch nur, die immer gleichen Reime zu wiederholen. Auch ist es eine Vielzahl von Themen, die man im Verlauf durchwandert. Mancherorts hätten dem Buch Leerstellen wahrscheinlich einfach sehr viel besser getan.

Einerseits. Andererseits schaut meine Tochter „Palalu die Zauberkuh“ mindestens genauso gerne an wie ich. Wir blättern und lesen und manchmal schauen wir sogar nur.

Meine Einschätzung: Tiptop für fantasiebegabte Lesekinder, die sich auch über dreißig Seiten hinweg von abwechslungsreichen Bildern und Reimspielen anregen lassen können. Vielleicht mit drei oder vier Jahren plus – das ist jedenfalls mein ganz subjektiver Eindruck. Währenddessen liegt das Kinderbuch von Pazit Sarit Schraga auf unserer Lese-Couch, die gleichzeitig auch Kranken-Couch ist. Wir schauen immer wieder mal rein, lesen es gemeinsam und wir stellen beide fest, dass es wahrscheinlich kein anderes Buch in unserem derzeitigen Besitz gibt, dass Tochter wie Papa gleichermaßen, wenn auch auf völlig unterschiedlichen Ebenen fordert. Mich als Vorleser, sie als Zuhörerin. Eine schöne Abwechslung.

Verlosung

Moment: Ich kritisiere einerseits, dass das Buch an manchen Stellen mäandert, finde das aber eigentlich manchmal auch gut und dann komme ich andererseits selbst aber auch nicht zum Punkt? Sie merken schon, ich bin aufgewühlt. Aus diesem Grund verlose ein Exemplar von „Palalu die Zauberkuh“.

Was ihr tun müsst? Hinterlasst mir einfach hier unter der Rezension oder unter dem Facebook-Post einen Kommentar. Wer unter beidem kommentiert, bekommt natürlich auch zwei Lose. So will es das Gesetz. Frist ist Sonntag, 11. Dezember 2016 20:00 Uhr. Der/die GewinnerIn wird per Mail benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

UPDATE: Die Leitungen sind geschlossen, die Gewinnerin ausgelost und per Mail benachrichtigt! Herzlichen Glückwunsch und vielen lieben Dank fürs Mitmachen an alle!


Als Alleinerziehender und bloggender Vater einer vierjährigen Tochter schreibt Johnny über das Leben als Einelternfamilie - und über Kinderbücher.

RELATED POST

  1. Linda

    5 Dezember

    Oh das klingt sehr interessant, das wäre etwas für meine beiden lesemäuse 🙈 eventuell klappt es ja ✊

  2. Melisa

    5 Dezember

    Oh toll. Gewinne,Gewinne,Gewinne 🍀😁

  3. Yvonne

    5 Dezember

    Das klingt sehr interessant

  4. Isabel

    5 Dezember

    Hallihallo!
    Das klingt ja mal nach nem spannenden Kinderbuch für Literaturwissenschaftler :) da hoffe ich mal, dass die Glücksfee mir ein bisschen hold ist!
    Toller Bericht eurer Leseerfahrung in jedem Fall!

  5. Saskia Müller

    5 Dezember

    Guten Abend! Das ist ja mal eine Rezension, da würde ich mir gern mit meiner 2 jährigen und meinem 4jährigen selber gern ein Bild machen.

  6. Thomas

    6 Dezember

    Ich lese gerne meiner Tochter Bücher vor. Vielleicht auch bald dieses :-)

  7. Falko

    6 Dezember

    Das Buch würde super in unsere Bibliothek passen :D

  8. Maike

    6 Dezember

    Über das Buch würde ich mich sehr freuen

  9. Marco

    6 Dezember

    Das hört sich ja allles sehr spannend an.

  10. Mika

    6 Dezember

    Gerne lese ich dieses Buch meinen Söhnen mal vor wenn wir es gewinnen

  11. Ulrike

    6 Dezember

    Welche eine tolle Beschreibung . Danke dafür….. Jetzt bin ich neurig geworden

  12. Claudia M.

    7 Dezember

    Klingt nach einem tollen Buch. Da versuch ich doch gern mein Glück!

  13. Sonja

    8 Dezember

    Bücher sind hier immer gefragt! Deshalb versuch ich mal mein Glück!

  14. sb

    11 Dezember

    Ich denke, das wäre was für meine kleine.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.