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12von12: Ein Matschepampen-Tag im Januar 2017

12von12: Ein Matschepampen-Tag im Januar 2017

Freunde, es ist mal wieder soweit. Das erste 12von12 diesen Jahres steht mindestens genauso vor der Tür wie Schnee, Matsch und Fitness-Studio. Ich habe ja immer so meine Probleme mit diesem 12-Bilderformat, das soll aber natürlich kein Grund sein, aufzugeben. Viel Spaß also mit den matschepampigen Eindrücken des Tages. Und falls sich mittemang jemand fragen sollte, warum die Bilder eigentlich alle so dunkel und düster geraten sind: Der Mann im Mond hat vergessen, die Leuchte aufzudrehen! Der schläft nämlich noch. Tja, und jetzt sitzen wir hier halt im Dunkeln, ne. Ich wünsch‘ euch dennoch oder auch gerade deswegen viel Spaß!

12von12: Ein Matschepampen-Tag wie jeder andere auch… oh!

Tristes Panorama ist trist. Keine Schlitten, keine Schneemänner, keine Schneefrauen. Nur so ein Typ mit nassen Füssen, ’ner roten Nase und einem alten Damenrad. Das muss dann wohl ich sein und nicht, wie es Gerüchte aus dem Internet besagen der Weihnachtsmann im Sommerurlaub.

Wer hier wohl gestern seine Spuren im Schnee hinterlassen hat?

Die coolen Jungs waren es sicherlich nicht, oder?

Hey Jungs, wartet! Einer von euch hat seinen Handschuh verloren! Toll, Sterne sind auch echt gängsta! Bitte, gerne!

So richtig vom Fleck kommt man im Park aber nicht. Wasser auf Eis – glitschgefährlich, sieht aber auch glitschegut aus. Wie so vieles eigentlich im Leben. Im Übrigen möchte ich anmerken, dass ich kein einziges Mal umgeplatscht bin. Elegant und souverän wie eine Bergziege auf einem Schlauchboot glottete ich dahin, wie man so sagt.

Da braut sich etwas über mir zusammen. Winter ist hier! Wo ist der Maester, wenn man ihn braucht! Zeit zum Einkehren…

Bei Yelp werde ich später lesen: „Das rustikale Ambiente zeigt Restbestände Berliner Charmes. Preistipp: Das Bauernfrühstück!“ Nun ja, rustikal… man könnte auch sagen: authentisch. Oder naturverbunden. Oder verdammt nochmal „geschlossen“!

Der Park ist beinah menschenleer. Nur ein scheinbar noch recht rüstiger Rentner müht sich am Trimm-Dich-Pfad an der Schillerwiese ab. Wer dachte, diese merkwürdige Erfindung aus dem Harz dem letzten Jahrtausend hätte es längst hinter sich, der unterschätzt die nostalgische Neigung Berliner Lokalpolitiker. Oder des Berliners an sich. Sei es drum, den Bewohnern der Seniorenresidenz gegenüber tut der Pfad sicherlich gut! Ich jedenfalls mache einen großen Bogen darum. Sport? Nein, das ist mir auch in diesem Jahr nichts!

Letzte Schneemannreste? Die Schlacht um Castle Black? Oder doch nur vom Riesengrottenolm bewegte Gletscherbrocken? Wann genau war eigentlich nochmal die letzte Eiszeit? Wird es nicht langsam mal wieder Zeit? Dann hätte ich auch endlich einen Grund, meine Winterschuhe flicken zu lassen. Das wär‘ doch mal was… – dreht den Heizlüfter unter’m Schreibtisch lauter!

Mit nassen Füssen also zu Hause – Home Office. Katze findet Home Office aber doof. Und irgendwie aber auch interessant. Komische Mischung. Vielleicht will sie aber auch nur an meine Müsli-Schale (nicht im Bild).

So komme ich zu nichts. Ich beschließe, gegen den entschiedenen Willen der Katze aufzustehen und ein wenig an kommenden Projekten zu arbeiten. Demnächst, also bald schon, wobei… es dauert sicherlich noch etwas, na jedenfalls im Blog. Bald, habe ich gesagt, Schatz. Ja, bald, dauert nicht mehr lang. Hier, Hirsekringel!

Heute ist angeblich „Kiss a Ginger“-Tag. Komisch, dabei habe ich doch gar keine roten Haare. Und was ich im Home Studio mit meinem alten Kumpel Brassai mal wieder ausgeheckt haben könnte, ist mir auch schon wieder entfallen. Das ist wohl der Preis dafür, bis morgens um 3:00 Uhr zu arbeiten, weil Deadlines vom Verlag nunmal Deadlines vom Verlag sind. Dem Kind ist das morgens um 7:30 Uhr allerdings herzlich Sahnesoße. Die Chancen, dass ich hier übrigens einfach im Stehen eingeschlafen bin und dabei den Auslöser betätigt habe, sind verdächtig hoch. Sollte der Zirkus bei ihnen in der Stadt sein, ne…

Und das war es dann auch schon wieder mit einem kleinen, aber feinen 12von12 an einem matschepampigen Januar-Tag. Nach den Strapazen des letzten Jahres vielleicht auch gar keine schlechte Idee, es ein wenig langsamer angehen zu lassen. So ganz allgemein und überhaupt, nicht nur online. Dann aber bitte mit ohne nasse Füße. Passt auf euch auf, ja!

Mehr 12von12 von mir gibt es hier: Alle Artikel aus der Kategorie „12von12“!

P.S.
Leider habe ich es nicht mehr geschafft, den Artikel zu vertonen, werde ich aber nachholen. Einfach, weil es so viel Spaß macht! Warum sollte man Blogs auch nur lesen, wenn man sie auch ganz einfach hören kann, ne! In diesem Sinne…


Als bloggender Vater einer dreijährigen Tochter schreibt Johnny über das Familienleben zwischen Kita, Kleinkind und Vereinbarkeit.

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  1. Peter Thomas

    12 Januar

    Immer wieder schöne Fotos, mit nervigen Filtern ;-)

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