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Bilderbuch: „Alle in den Garten“ von Emma Lidia Squillari, Atlantis

Das reichhaltig illustrierte Kinderbuch „Alle in den Garten!“ von Emma Lidia Squillari erzählt die warmherzige Geschichte von Rentner Ernesto und seine in die Jahre gekommenen Hund. Und über das Gärtnern. Viel mehr aber geht es darum, wie man aus den Tieren, die einem das Gemüse streitig machen wollen, statt zu Feinden zu Freunden macht. Eine Geschichte über das Teilen aus dem Atlantis Verlag.

Inhalt: „Alle in den Garten“ von Emma Lidia Squillari

Der alte Mann namens Ernesto und sein in die Jahre gekommener Hund Bertram leben gemeinsam in einem Haus am Stadtrand. Zu ihrem Zuhause gehört ein wunderschöner Garten, um den sich beide tagtäglich kümmern. Doch je mehr Gemüse und Obst er anbaut, desto mehr Tiere verirren sich in seinen Garten. Die Tiere buddeln und graben und schmatzen und lassen dem Gartenbesitzer lediglich die Reste übrig.

Nur wenig erfreut darüber, gelingt es Ernesto eines Nachts, die ungebetenen Gäste ein für alle Mal aus seinem Garten zu vertreiben. Er jagt ihn einen solchen Schrecken ein, dass sie tatsächlich vorerst nicht mehr in seinem Garten auftauchen. Und siehe, der Garten wächst und grünt und alles ist so viel schöner als noch zuvor. Aber stimmt das denn wirklich? Seit dieser verhängnisvollen Nacht zwitschert kein Vogel mehr im Garten. Kein Eichhörnchen schaut mal vorbei. Und Hund Bertram beginnt, sich einsam zu fühlen. Und es ergibt sich ein ganz anderes Problem. Plötzlich hat Ernesto so viele Tomaten und Melonen und Radieschen, dass er all das gar nicht allein verspeisen kann. Da kommt Ernesto auf die entscheidende Idee der gesamten Geschichte. Er beginnt zu zimmern und zu hämmern. Was aber hat er vor?

Meine Einschätzung als Vorlesepapa

Der Klappentext formuliert es so wunderbar, dass ich ihn ausnahmsweise einfach mal zitieren mag: „Eine Geschichte über das Zusammenleben und wie man sich Feinde zu Freßfreunden macht.“ Damit ist die Geschichte, die sich auf 12 großformatig illustrierten Doppelseiten erstreckt perfekt umschrieben.

Nicht nur, dass man ganz nebenbei viel über das Gärtnern erfährt. Dass dort zum Beispiel geharkt und gejätet werden muss. Oder auch, dass ein Gemüse namens Mangold gibt. Dank der warmen Illustrationen von gleichzeitig auch Autorin Emma Lidia Squillari lernen wir auch die verschiedensten Tiere kennen. Als Papa eines Stadtkinds fällt mir sofort auf, dass alle Tiere, die sich in Ernestos Garten schleichen auch bei uns vorkommen: Waschbären, Kaninchen, Spatzen, Eichhörnchen, Amseln usw. Wer übrigens ganz genau hinschaut, wird sogar kleine Igel entdecken, mehr verrate ich aber erstmal nicht. All das mag im ersten Moment gar nicht wichtig erscheinen, aber ein ums andere Mal bleiben meine Stadttochter und ich an den Tiermotiven hängen und schauen genau, was die so im Garten treiben und vergleichen es mit dem, was wir schon im Park oder in der Stadt beobachtet haben.

Das Bilderbuch für Kinder ab vier Jahren wird allein schon durch den Charme des alten Ernesto getragen. Dieser wirkt nahbar und sympathisch, so dass man sich zwischendurch schon wundert, warum er die Tiere eigentlich aus seinem Garten vertreibt. Zum Glück aber besinnt er sich und findet ein Weg, wie er, Bertram und die Tiere gemeinsam in seinem Garten leben und gemeinsam ihr Obst und Gemüse verspeisen können.

Fazit

Ein klassische Geschichte von Teilen, die Dank der warmen Illustrationen des Hauptcharakters wirklich schön anzuschauen und vorzulesen ist. Besonderer Anknüpfungspunkt für meine Dreijährige: die Tierabbildungen.

Alle in den Garten
Emma Lidia Squillari, Eva Roth
Gebundene Ausgabe: 32 Seiten
Verlag: Atlantis (9. Februar 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3715207264
ISBN-13: 978-3715207261
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 4 – 6 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 23,8 x 1,2 x 27,4 cm

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Preis: EUR 14,95

Als Alleinerziehender und bloggender Vater einer vierjährigen Tochter schreibt Johnny über das Leben als Einelternfamilie - und über Kinderbücher.

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