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Bilderbuch: „Berti & Blau“ von Kristyna Litten – Magellan Verlag

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„Berti“ ist eine Giraffe. „Blau“ auch – beide aus der Feder von Kristyna Litten. Und obwohl die beiden Tierchen eigentlich so viel gemein haben, leben sie in gänzlich anderen Welten. Bis Berti, die gelbe Giraffe, eines Tages viel zu lange schläft und feststellen muss, dass sie zum ersten Mal in ihrem Leben allein ist. Als sie „Blau“ trifft, lernt sie aber, dass es da draußen noch viel mehr gibt – und so werden sie beste Freunde. Wird aber „Blau“ auch Teil der gelben Herde sein können? Ein wunderbares Bilderbuch von Kristana Lytten über Freundschaft, Anderssein und natürlich die Freiheit. Aus dem Magellan Verlag.

Worum geht’s bei „Berti und Blau“ von Kristyna Litten

Berti ist eine Giraffe, die wie alle anderen Giraffen auch am liebsten jeden Tag zur gleichen Zeit das gleiche tut. Tagsüber die süßen Blätter aus den Baumkronen mampfen, sich am Wasserloch erfrischen und am Nachmittag natürlich den obligatorischen Mittagsschlaf. Klar, wenn alle gleich aussehen, bleiben sie am liebsten immer zusammen und machen auch stets das gleiche zur gleichen Zeit. Doch eines Tages kommt alles ganz anders. Berti wacht erst verspätet aus seinem Mittagsschlaf aus – und findet sich allein auf weiter Flur wieder. Niemand hat ihn geweckt…

Was tun, wenn man noch nie allein gewesen ist? So läuft unsere Giraffe Berti hin und her, ohne jedoch zurück zur Herde zu finden. Stattdessen lernt sie die blaue Giraffe kennen. Blaue Giraffen? Ja, wo gibt’s denn sowas? Scheinbar ist „Blau“ aber ganz nett und so geht Berti mit ihr mit. So erfährt Bertie ganz nebenbei, dass es noch eine ganz andere Welt neben der gibt, in der sie selbst bis vor kurzem noch gelebt hat. Eine tolle Welt mit seltsamen Blumen – und Freiheit!

Klar, wen man einen guten Freund findet, möchte man mit diesem am liebsten all seine Zeit verbringen. Wird aber die blaue Giraffe wirklich in die gelbe Herde passen? „Blau“ hat Angst, denn sie weiß, dass sie anders ist. Am Ende aber wird alles gut, so viel kann ich schon mal vorweg nehmen.

Meine Einschätzung als Vorlesepapa

Auf etwas mehr als 15 Doppelseiten, davon eine im Querformat, erfahren wir gemeinsam mit der gelben Giraffe „Berti“, wie schön es sein kann, sich als Teile einer Herde, einer Familie fühlen zu dürfen. Wenn alle das gleiche tun und sich geborgen dabei fühlen. Das Berti etwas unsanft aus diesem Idyll herausgerissen wird, ist zwar dramatisch, wird aber schnell durch die Einführung von „Blau“, der blauen Giraffe aufgefangen. Diese ist nämlich überaus freundlich, auch wenn es scheint, als lebte sie ganz allein im Dschungel.

Dass man sich über die farblichen Grenzen hinweg anfreunden und gemeinsam die Welt entdecken kann. Dass es da draußen nicht nur unbehaglich, sondern auch bunt, schön und wunderbar sein kann, wenn man einen Freund an seiner Seite hat. Ein wunderschönes Thema für ein Kinderbuch.

Die Übersetzung von Kristina Kreuzer ist lebendig und macht auch beim Vorlesen jede Menge Spaß – auch, weil man sich nicht nur mit Worten, sondern auch Geräuschen austoben darf („mampf, mampf, schlürf“). Doch auch für Kinderaugen gibt es spätestens mit „Blau“ jede Menge Farben und Formen und Blumen und Tiere zu entdecken – man darf das Buch zwischendrin sogar einfach mal umdrehen. Toll. Da haben Vorlesekinder ab drei Jahren und natürlich auch älter viel Spaß.

Fazit

Die Themen Freundschaft, Freiheit und Toleranz mit viel Gefühl, aber auch Spielsinn umgesetzt.

Berti & Blau
Kristyna Litten (Autorin),‎ Kristina Kreuzer (Übersetzerin)
Gebundene Ausgabe: 40 Seiten
Verlag: Magellan; Auflage: 1 (18. Januar 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3734820448
ISBN-13: 978-3734820441
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 36 Monate – 6 Jahre

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Preis: EUR 14,00

Als Alleinerziehender und bloggender Vater einer vierjährigen Tochter schreibt Johnny über das Leben als Einelternfamilie - und über Kinderbücher.

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  1. Stacia

    20 Februar

    Hallo Johnny,
    Ich lese so gerne deine Buchempfehlungen für Kinder! Und natürlich ihre Eltern :)
    Aber ehrlich gesagt kaufe ich leider keine Kinderbücher mehr. Wir haben einfach keinen Platz mehr. Wohin mit all den Büchern? Traurig aber wahr, soweit ist es schon gekommen.
    Wie organisierst du bei euch zu Hause eure Bücher?
    Liebe Grüße
    Stacia

    • johnny

      26 Februar

      Hi Stacia,
      oh das ist eine schöne Frage. Ich habe da kein ausgeklügeltes System, aber es gibt vier Regale mit unterschiedlichen Buchkategorien. Von „aktuell jeden Tag lesen“ bis hin zu „werden wir nie wieder lesen“ – ich versuche immer wieder mal, diverse Kitas mit den Bücher zu versorgen, aber ansonsten habe ich viel Stauraum, der teils aussieht wie ein gut sortierte Buchhandlung.
      Liebe Grüße J

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