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Bilderbuch: „Der Bär ist los!“ von Mark Sperring und Britta Teckentrup – Ars Edition

Kinderbuch: Der Bär ist los von Mark Sperring - Ars Ediition

Das Thema Schule lässt uns derzeit einfach nicht los. Heute morgen war meine Tochter regelrecht sauer auf mich, dass sie mit ihren vier Jahren noch immer nicht in die Schule geht. Zeit für das Bilderbuch „Der Bär ist los!“ von Mark Sperring von Ars Edition. Genau mit diesem Kinderbuch beginnen gerade unsere Tage. Meine Einschätzung als Vorlesebär: die Schulzeit beginnt noch früh genug. Und das ist auch gut so.

„Der Bär ist los!“ – Worum es geht

Mit dem ersten Schultag beginnt ein ganz neuer Abschnitt im Leben eines Kindes – und in dem seiner Eltern natürlich. Dies bringt auch viele Veränderungen mit sich. Da leuchtet es ein, dass man am liebsten erst einmal an alten Dingen, die man noch aus Kita-Tagen kennt, festhalten mag. Zum Beispiel an dem großen Bären, der unseren Hauptcharakter bis jetzt wohl stets zu begleiten schien.

Doch das geht nun nicht mehr. Nicht alles, was wir lieben, findet in der Schule Platz. Der Bär passt nicht mehr in die neue Lebensphase und müsste eigentlich zu Hause bleiben. Außerdem ist er auch viel zu groß. Wie soll er denn bitte auf den kleinen Stühlen an den kleinen Tischen in der Schule seinen Platz finden? Außerdem macht er den neuen MitschülerInnen Angst. Auch in der Mensa ist alles auf die Menschenkinder ausgerichtet – Bärenfutter Fehlanzeige. Der Bär muss zuhause bleiben.

Und siehe, auch ohne Bär gibt es in der Schule viele schöne Dinge wie Buchstaben, Zahlen und malen und bald schon merken wir: Schule ist schön, auch ohne Bär. Und außerdem haben wir für den Bären ja noch alle unsere Nachmittage Zeit. Dieser wartet von nun an sehr geduldig, „Denn egal, was passiert, er bleibt immer Dein Bär!“

Meine Einschätzung als Vorlesebär

Ich gebe zu, meine inhaltliche Zusammenfassung klingt etwas abstrakt. Dies ist weniger dem Bilderbuch, sondern eher dessen Aufbau geschuldet. So handeln die ersten sechs Doppelseiten schlicht davon, wie sehr ein Bär nicht in die Lebenswelt Schule hineinpasst, bevor es dann um das eigentliche Thema, nämlich die Schule geht. Nach dem ersten Mal Vorlesen habe hat man sich an den Aufbau gewöhnt und kann es gut vorlesen.

Die Geschichte erfährt pro Seite mindestens einen gereimten Satz und kommt so stetig und ohnehin recht kinderfreundlich voran. An Kinder gerichtet, die sich gedanklich langsam mit dem Schuleintritt befassen, geht es sodenn auch genau darum. Mit der Schule verändert sich vieles. Das ist aufregend und schön, bedeutet aber eben auch, dass man Mama oder Papa, den Kindergarten und lieb gewonnene Freunde manchmal ein klein wenig loslassen muss. Und für nichts anderes steht das Bild des Bären in dieser Geschichte.

Die Illustrationen von Britta Teckentrup haben mir schon im Bilderbuch „Mond. Eine Reise“ sehr gefallen und machen auch im Bärenbuch einen großen Teil meines positiven Eindrucks aus.

Fazit

Für Kinder ab vier Jahren hervorragend geeignet, um sie an das Thema Schule heranzuführen. Leicht vorgetragen, modern umgesetzt und mit einer schönen Nachricht am Ende.

Mark Sperring (Autor), Britta Teckentrup (Ill.)
Maria Höck (Übers.)
Der Bär ist los! – Warum Bären nicht in die Schule gehören
Gebundene Ausgabe: 32 Seiten
Verlag: Ars Edition (9. März 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3845823380
ISBN-13: 978-3845823386
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 5 – 7 Jahre
Originaltitel: Never take a Bear to School
Größe und/oder Gewicht: 25,3 x 1,2 x 25,5 cm


Als bloggender Vater einer dreijährigen Tochter schreibt Johnny über das Familienleben zwischen Kita, Kleinkind und Vereinbarkeit.

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