Los geht's!
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Bilderbuch: „Die kleine Hummel Bommel und die Zeit...

Bilderbuch: „Die kleine Hummel Bommel und die Zeit“ von Britta Sabbag et al – Ars Edition

Bilderbuch: „Die kleine Hummel Bommel und die Zeit“ von Britta Sabbag, Maite Kelly und Joelle Tourlonias - Ars Edition

Warum vergeht die Zeit beim Warten eigentlich immer so langsam? Und warum rennt sie uns davon, wenn es gerade doch so schön ist? Wir Erwachsenen wissen: Zeit ist eben relativ. Ihre Wahrnehmung übrigens auch. Und um genau dieses abstrakte Thema geht es auch im neuen „Die kleine Hummel Bommel und die Zeit“ von Ars Edition. Nachdem wir also schon gemeinsam mit dem Hummelkind der Liebe nachgespürt sind, folgt die Frage nach der Zeit – im Grunde fast schon zwangsläufig, oder? Nehmen wir uns also einen Honigkeks und einen Honigtee und los geht’s!

Inhalt: Die kleine Hummel Bommel und die Zeit

Mama und Papa Hummel warten gemeinsam mit der kleinen Hummel Bommel am Bahnhof. Hier soll nämlich Oma Hummel bald schon ankommen. Doch dann kommt die Durchsage, dass der Bummelzug wohl noch etwas Verspätung habe. „Kann der Zug nicht schneller kommen?“ fragt sich die kleine Hummel. Es dauert ihr alles einfach zu lange. Warum aber ist das so? Warum kommt ihr die Zeit manchmal so lange vor? Eine gute Frage, die beantwortet werden will.

Geht die Zeit vielleicht mit einem Honigkeks schneller vorbei? Ja, tut sie. Das bestätigt auch Marie Marienkäfer. So sei das eben mit Keksen – und mit Kindern. Ehe man sich versieht, sind sie schon entschwunden. Kann man Zeit also vielleicht irgendwie festhalten? Nein, so, wie die Rosen irgendwann verwelken, so kann man die Zeit eben auch nicht an- oder festhalten. Oder zu wenig von ihr haben. Bei aller interessanter Erkenntnis, die die kleine Hummel Bommel auf ihre Fragereise so macht, Warten gehört noch immer nicht zu ihrer Stärke. Da begegnet sie der Eintagsfliege Emil Einstein, die ihr verrät: es geht darum, was man mit seiner Zeit macht. Und nicht darum, wieviel Zeit man hat. Schnell noch bei Ricardo Raupe vorbeigeschaut und zack, da macht es auch schon „Tüüt, tüüt“ und der Bummelzug mit Oma Hummel fährt ein.

Meine Einschätzung als Fluxkompensatorpapa

Auf elf Doppelseiten entspinnt sich in ganz klassischer Hummel Bommel-Manier eine Fragereise mit den unterschiedlichsten Antworten. Das war auch schon in „Die kleine Hummel Bommel und die Liebe“ so, so ist es auch jetzt. Zeit ist ja nicht minder abstrakt, die Geschichte nähert sich dem Thema aber ganz plastisch und ganz aus Kindersicht.

Das empfohlene Lesealter liegt bei Kindern ab drei Jahren. So ganz mag ich da aber nicht mitziehen. Das liegt zum einem am Thema selbst. Jedes Elternteil, das morgens versucht, halbwegs zeitig aus dem Haus zu kommen, weiß: Kinder und Zeit, das ist ein ganz eigenes Thema. Auch die Geschichte selbst geht ein wenig über den Rahmen eines Bilderbuchs hinaus. Das ist gut und richtig so. Ich lese es wirklich gern, aber ob ein Dreijähriges hier wirklich mitgenommen bzw. abgeholt werden kann?

Ich mag die Illustrationen von Joëlle Tourlonias ja sehr. Man erkennt sie sofort, so dass man immer nochmal genauer schauen muss. Wie oft stand ich schon vor einem Kinderbuchregal und dachte:„Oh, eine neue Bommel-Geschichte?“ – Mitnichten, denn die Illustratorin hat ihre Zeichnungen auch in ganz vielen anderen Geschichten verewigt. Haltet mal die Augen offen.

Fazit

Ein abstraktes Thema wunderbar für Kinderohren erzählt und in schönen Bildern umgesetzt. Alles wie immer eigentlich bei der kleinen Hummel.

Die kleine Hummel Bommel und die Zeit
Britta Sabbag (Autorin), Maite Kelly (Autorin), Joëlle Tourlonias (Illustratorin)
Gebundene Ausgabe: 32 Seiten
Verlag: arsEdition (12. September 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3845825359
ISBN-13: 978-3845825359
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 36 Monate – 6 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 22,3 x 1 x 28,7 cm


Als Alleinerziehender und bloggender Vater einer vierjährigen Tochter schreibt Johnny über das Leben als Einelternfamilie - und über Kinderbücher.

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