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Bilderbuch: „Igel Ignatz und das Weihnachtswunder-Wupp“ von Dirk Hennig – Arena Verlag

Kinderbuch: „Igel Ignatz und das Weihnachtswunder-Wupp: Wo geht's denn hier zum Weihnachtsmann“ von Dirk Hennig - Arena Verlag, ein Bilderbuch zum Miträtseln

Einige von euch kennen ihn ja schon, den Igel Ignatz von Dirk Hennig, oder? Passend zur weißen Jahreszeit, pünktlich jedenfalls zu Weihnachten gibt es sodann auch ein neues Abenteuer des stacheligen Abenteurers zum Miträtseln: Igel Ignatz und das Weihnachtswunder-Wupp. Und ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich sage, dass dieser kleine Igel auch ohne Möp mal wieder ganz rasant unterwegs ist. Dank der großformatigen Rätselseiten wird sogar das Vorlesekind Teil der Geschichte – so fühlt es sich jedenfalls an. Ein Kinderbuch aus dem Arena Verlag.

Inhalt: Igel Ignatz und das Weihnachtswunder-Wupp: Wo geht’s denn hier zum Weihnachtsmann?

Igel Ignatz köchelt gerade eine selbstgemachte Pilzsuppe über dem Feuer, während wir noch das Anfangsgedicht lesen. Der Weihnachtsast ist geschmückt, nur die Lichterkette fehlt noch. Natürlich ist unser kleiner Stachelfreund schon ganz aufgeregt, morgen ist doch schon Heiligabend. Und alle werden sie bei ihm sein. Inmitten dieser Aufregung fällt im wahrsten Sinne des Wortes ein Weihnachtswunder, also ein Wunder-Wupp vom Himmel. Dieser wuppt normalerweise die Geschenke für den Weihnachtsmann. Leider ist es aber eingeschlafen und wohl vom Schlitten gefallen. Wie aber kommt es jetzt noch pünktlich zurück zum Weihnachtsmann?

Sicher weiß Felix Rat, doch um zu diesem zu gelangen, stehen wir schon vor dem ersten Rätsel: welcher Weg ist der richtige? Mit dem Finger immer den Linien entlang, irgendwann finden wir ihn schon. Aber dann: Boing! Auf unserem Weg begegnen die beiden nicht nur einer harten Tanne, sondern schließlich auch Ella, dem Elfhörnchen und Nanni, dem Maulelf. Die beiden empfehlen, es mal bei Herrn Frost zu probieren, aber hier wartet schon das nächste Rätsel, ein Labyrinth. Und auch dieses Mal endet der Weg vorzeitig. Allerdings haben sie Glück und sie begegnen noch weiteren Wundern, also weiteren Wupps und auch dem Herrn Frost. Auch weitere Rätsel gibt es zu lösen – dieses Mal welche mit Zahlen. Auch erfahren wir, wie Geschenke eigentlich sortiert werden, und von wem.

Wird unsere Reisegruppe es aber tatsächlich noch rechtzeitig schaffen, alle Geschenke zu sortieren und zu verteilen? Werden sie es schaffen, den Weihnachtsmann noch zu erreichen? Und was wird eigentlich aus dem Weihnachtsfest bei Igel Ignatz zu Hause? Ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage:„Gut gewuppt, Wupp! Du wundervolles Weihnachtswunder!“

Meine Einschätzung als Weihnachtswupp-Papa

Es gibt Weihnachtsgeschichten, die laden zum Träumen ein, andere wiederum machen nachdenklich und manche sind sogar wirklich spannend. Ein Kinderbuch mit Weihnachtsgeschichte zum Mitmachen, das gibt es indes gar nicht so oft. Anstatt aber Klappen zu öffnen oder Rädchen zu drehen, muss man hier wirklich aktiv mitmachen. Vorlesepapa liest, Vorlesekind rätselt und fährt mit dem Finger auf Linien, durchquert eishauchdünne Labyrinthe, zählt Geschenke und ist am Ende einer der vielleicht wichtigsten Charaktere in „Igel Ignatz und das Weihnachtswunder-Wupp“.

Nach anfänglicher Skepsis war die Vierjährige denn auch überzeugt, in die Geschichte einzusteigen. Normalerweise setzen wir uns ja auf die Couch und sie lest sich vorlesen. Selbst tätig zu werden, damit hatte sie nicht gerechnet. Die Geschichte von Dirk Hennig ist aber so dynamisch erzählt, das man gar nicht anders kann, als mitzufiebern. Im Stile eines guten, alten Pageturners sausen wir durch die Luft und übers Eis und damit auch in Windeseile durch die Geschichte. Es bleibt spannend bis zum Schluss.

Der offiziellen Leseempfehlung folge ich allerdings nicht, da es für dreijährige Kinder recht schwierig werden dürfte, nicht nur dem 3D Labyrinth zu folgen, sondern auch der Geschichte selbst. Immerhin erstreckt sich diese auf gut 13 großformatigen Doppelseiten. Dies gesagt gibt es aber auch für diejenigen, die nicht immer so genau zuhören (und das auch gar nicht müssen) viel zu entdecken und zu sehen. Ein vierjähriges Vorlesekind hat hier aber wahrscheinlich dank des Aktivwerdens und Miträtselns noch einmal deutlich mehr Spaß (und auch mehr Erfolgserlebnisse).

Übrigens: die Auflösung aller Rätsel befindet sich auf der letzten Seite. Und den Igel Ignatz-Fans sei gesagt, dass auch das gute alte Mops einen kleinen Gastauftritt hat.

Fazit

Eine rasant erzählte Weihnachtsgeschichte zum Miträtseln und zum Mitfiebern, bei dem das Vorlesekind selbst Teil der Geschichte wird.

Dirk Hennig (Autor)
Igel Ignatz und das Weihnachtswunder-Wupp: Wo geht’s denn hier zum Weihnachtsmann?
Gebundene Ausgabe: 32 Seiten
Verlag: Arena (21. September 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783401710464
ISBN-13: 978-3401710464
ASIN: 340171046X
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 36 Monate – 6 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 24,5 x 1,2 x 30,9 cm


Als Alleinerziehender und bloggender Vater einer vierjährigen Tochter schreibt Johnny über das Leben als Einelternfamilie - und über Kinderbücher.

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