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Bilderbuch: „Kleines Nashorn, wo fährst Du hin?“ von Meg McKinlay – Thienemann Verlag

Die Urlaubszeit ist zwar eigentlich fast vorbei, das kleine Nashorn träumt aber immer noch davon, einmal in die große weite Welt hinauszufahren. „Kleines Nashorn, wo fährst Du hin?“ von Meg McKinlay begleitet unseren reisewilligen Dickhäuter, wie er sich ein Boot baut und einfach davon segelt. Eine herzenswarme Geschichte über die Sehnsucht, den Mut und das Glück, sich auch mal verirren zu dürfen.

Inhalt: „Kleines Nashorn, wohin fährst Du“ von Meg McKinlay

Es war einmal ein kleines Nashorn, das wollte ich die große weite Welt anschauen. So beginnt es von fernen Ländern, Düften und Klängen zu träumen. Und natürlich davon, eines Tages nicht mehr bloß davon zu träumen, sondern auf einem Boot zu sitzen und davon zu segeln. Zu seinem Unmut teilen Familie und Freunde diesen Traum nicht. Sie Schubbern sich viel lieber an den Bäumen oder liegen im Schlamm. Hier gehören Nashörner nun mal hin, heißt es. Bis eines Tages…

das kleines Nashorn beginnt, seinen Traum in die Tat umzusetzen. Es klettert auf Bäume, sägt kleine Äste, bis es am Ende auf seinem eigenen Segelboot steht – und davon segelt. Endlich dort, wo es schon so lange sein wollte stellt sich heraus, dass die Welt noch viel bunter und vielfältiger ist als gedacht. Meerestiere, der Sternenhimmel, Winterwelten und Sommerlandschaften. Ja, sogar bis in die Stadt findet das kleine Wesen seinen Weg. Und mit all diesen Eindrücken macht es sich wieder auf den Heimweg. Und siehe, alles ist noch genau so, wie es das Nashorn verlassen hatte. Es erzählt den Nashörnern von seiner Reise. Und davon, wie es sich manchmal ängstigte, wie oft es sich verirrt hatte – und wie wunderbar das alles war. Und kaum ausgesprochen, kaum zu Hause, beginnt das Nashorn von neuen Reisen zu träumen.

Meine Einschätzung als Fernwehpapa

Was ist eigentlich das Gegenteil von einem rasanten Roadmovie? Wahrscheinlich das Bilderbuch vom kleinen Nashorn, das einfach mal in die große weite Welt hinaus wollte. Von jeder der 15 Doppelseiten springt uns die Sehnsucht und das Abenteuer an. Viel mehr legt es sich mir als Vorlesepapa in die Arme – ganz ohne Drama, ohne Action, sondern mit viel Herzenswärme. Diese findet sich nicht nur in den Worten, sondern auch in den Illustrationen von Leila Rudge wieder.

Was mir auffällt, dass ist die Offenheit, mit der das kleine Nashorn nicht nur seine Bedürfnisse äußern kann, sondern mit diesen auch akzeptiert wird. Im ersten Moment könnte man meinen, es sei nichts als Desinteresse, wenn die Nashörner lieber im Schlamm liegen und sich nicht weiter um das kleine Nashorn kümmern. Ich lese das etwas anders. Und so darf sich das Kleine auf die Reise machen. Es darf seine eigenen Erfahrungen machen – und siehe, es wird für seinen Mut mehr als nur belohnt. Und anstatt mit Sorge, wird es bei seiner Wiederkehr mit offen empfangen.

Fazit

„Kleines Nashorn, wo fährst Du hin?“ ist einerseits natürlich eine abenteuerliche Reisegeschichte. Andererseits ist es aber auch die Geschichte davon, dass es gut und richtig ist, seine Träume zu äußern und zu verfolgen. Es ist eine Geschichte von Mut und davon, dass man so akzeptiert wird, wie man eben ist.

Oder anders gesagt: ein Bilderbuch über Mut und Selbstvertrauen, für Kinder ab 4 Jahren.

Meg McKinlay (Autorin), Leila Rudge (Illustratorin), Inge Wehrmann (Übersetzerin)
Kleines Nashorn, wo fährst Du hin?
Gebundene Ausgabe: 40 Seiten
Verlag: Thienemann Verlag in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH (17. August 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3522458737
ISBN-13: 978-3522458733
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 4 – 6 Jahre
Originaltitel: Once Upon A Small Rhinoceros
Größe und/oder Gewicht: 25,5 x 1 x 27,7 cm

 

 


Als Alleinerziehender und bloggender Vater einer vierjährigen Tochter schreibt Johnny über das Leben als Einelternfamilie - und über Kinderbücher.

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  1. Hanna F.

    7 September

    So schön gemalt!!
    LG Hanna

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