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Bilderbuch: „Nur Mut, kleiner Frosch!“ von Richard...

Bilderbuch: „Nur Mut, kleiner Frosch!“ von Richard Smythe – OFV

Bilderbuch: „Nur Mut, kleiner Frosch!“ von Richard Smythe - OFV

Richard Smythe weckt mit seinen Illustrationen in „Nur Mut, kleiner Frosch!“ ganz klassische Assoziationen. Auch die Geschichte selbst ist eine zeitlose, die immer wieder gerne erzählt werden will. Sich selbst vertrauen, Mut haben. Beides kann man seinen Kindern nicht genug mitgeben. Wird der Frosch aber wirklich aus seinem Versteck kommen? Ist er wirklich so talentlos, wie er glaubt? Nein, natürlich nicht. Mehr als nur ein Talentwettbewerb aus dem Hause OFV.

Inhalt: Nur Mut, kleiner Frosch! – Richard Smythe

Jedes Jahr zur ersten Vollmondnacht im Winter finden sich die Tiere des Waldes am Mondscheinweiher ein. Niemand möchte dieses Spektakel verpassen, denn hier kommt es alljährlich zum großen Mondscheinweiher-Talentwettbewerb – samt Jury und großem Preis. Kein Wunder, dass die Tiere das ganze Jahr hindurch für diesen besonderen Tag trainieren. Naja, alle bis auf eine Ausnahme: das ist Frosch. Frosch meint, er habe kein besonderes Talent. Er könne weder singen noch tanzen. Und so versteckt er sich am entlegensten Ort des Weihers und schaut von dort aus dem bunten Treiben zu.

Zuerst sieht er die Mausakrobaten, dann die biegsame Schlange. Ja, selbst die Ente hält mit ihrer Nummer den geheimen Zuschauer in Atem. Doch jedesmal, bei jeder Vorführung grämt sich der Frosch. Er habe zu lange Beine, er sei nicht gelenkig genug oder schlimmer: bei ihm würde alles schief gehen. Plötzlich bemerken die Tiere, dass der Frosch selbst noch gar nicht vorgeführt hat. „Was kannst Du?“ fragen sie aufgeregt. Noch aufgeregter kommt der Frosch aus seinem Versteck. Dabei gerät er auf dem zugefrorenem See derart ins Straucheln, dass er rutscht und strampelt und stolpert und wirbelt, ein Rad schlägt und vor der Jury auf die Füße fällt.

Obgleich der Frosch nichts von dem geplant hatte, ist die Jury begeistert. Frosch erkennt: „Du weißt nicht, ob du etwas kannst oder nicht, wenn es nicht probierst!“

Meine Einschätzung als Froschkindpapa

Das Thema Selbstbewusstsein, das Thema Mut. Beides gehört bei Kindern immer wieder zusammen – und sorgt auch immer wieder mal für Kummer. Woher soll man auch wissen, was man wirklich kann, wenn man es nicht ausprobiert. Wenn man niemanden hat, der einen ermutigt. So ergeht es auf gut und gerne 12 Doppelseiten auch dem namenlosen Frosch. Allerdings ist es bei ihm nicht der Freund, sondern der Leistungsdruck, der Gruppenzwang, der ihn auf die große Bühne holt. Wenn am Ende aber das Ergebnis steht, dass sich der Frosch mehr in sich selbst vertraut und erkennt, dass man es zumindest mal ausprobiert haben muss. Dann bin ich damit als Vorlesepapa einem manchmal ebenfalls sehr zurückhaltenden Froschkind einigermaßen versöhnt.

Und das meine ich auch so. Ich mag das Bilderbuch von Richard Smythe sehr. Nicht nur das Thema ist ein klassisches. Auch seine Illustrationen erinnern mich hier und da gerne mal an die Frösche von Leo Lionni. Auch wenn die Ähnlichkeit gar nicht so groß ist – dennoch.

Fazit

Ein Bilderbuch für Kinder ab vier Jahren mit winterlichem Touch und zeitloser Message:
vertraue Dir und gute Dinge werden passieren.

Richard Smythe (Autor), Seraina Maria Sievi (Übersetzerin)
Nur Mut, kleiner Frosch!
Taschenbuch: 32 Seiten
Verlag: OF Kinderbuch (21. September 2018)
Sprache: Deutsch
Originaltitel: Toad has talent
ISBN-10: 3280035848
ISBN-13: 978-3280035849
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 4 – 6 Jahre


Als Alleinerziehender und bloggender Vater einer vierjährigen Tochter schreibt Johnny über das Leben als Einelternfamilie - und über Kinderbücher.

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