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Bilderbuch: „Edison“ von Torben Kuhlmann – N...

Bilderbuch: „Edison“ von Torben Kuhlmann – NordSüd-Verlag

Bilderbuch: „Edison“ von Torben Kuhlmann - NordSüd-Verlag

Nach „Lindbergh“ und „Armstrong“ folgt nun der dritte Band der großen Mauseabenteuer von Torben Kuhlmann – „Edison: Das Rätsel des verschollenen Mauseschatzes“. Schon das erste Blättern verheißt Gänsehaut pur – ick bin valiebt! Die Illustrationen, die Erzählung und die Geschichte dahinter habe ich in dieser Form und Dichte selten in einem Vorlesebuch vorfinden dürfen. Und was passt besser zusammen als eine kleine Maus und das große Abenteuer? Schon jetzt eines meiner absoluten Lieblingsbücher für das Jahr 2018 aus dem NordSüd Verlag. Ich lege mich fest.

Inhalt: „Edison: Das Rätsel des verschollenen Mauseschatzes“ von Torben Kuhlmann

An der Universität der Mäuse, bei der es sich genau genommen doch um eine alte menschliche Buchhandlung handelt, geht es los. Hinter einem Mauseloch versammeln sich die Mäuse in einem Hörsaal und lauschen den großen Geschichten von Mäusen, die die Welt bereist, die große Erfindungen erdacht haben. Auch menschliche Errungenschaften stehen auf dem Lehrplan des ehrwürdigen Mäuserichs vorn am Sprecherpult.

Die Welt war früher abenteuerlicher, wie er findet. Eines Tages schleicht sich Pete, eine seinerseits eher kleine Maus mit Schiebermütze in den Hörsaal und bittet den Professor, ihr zu helfen, einen Schatz zu finden. Und so beginnt die dezidierte Suche nach Hinweisen, und diese führt sie direkt an den Grund des Meeres – zu einem gesunkenen Schiff. Auf diesem war nämlich Petes Vorfahre an Bord. Und so beginnt das Experimentieren. Wie kommt ein Maus am besten unter Wasser und wie überlebt sie dort? Und siehe, der Professor ist uns ein alter bekannter, er war nämlich auf dem Mond (eingefleischte Torben Kuhlmann-Fans wissen sofort, was ich meine).

Doch unter Wasser herrschen andere Bedingungen als auf dem Mond und gehen alle Experimente schief, eine neue Inspiration muss her. So geht es im nächsten Kapitel „Naturstudien“ darum, das Meer kennenzulernen. Und siehe, die Idee zu einem U-Boot wird geboren. JETZT kann es losgehen. Wird aber die Schiffskatze den beiden vorzeitig den Garaus machen? Und was werden die beiden Mäuse am Grund des Meeres wirklich finden? Makrelen, Wale, vielleicht sogar ein Schiffswrack? Nur so viel: am Ende wird klar, warum die Geschichte eigentlich Edison heißt und warum wir den Erfinder eigentlich auf mehr als 100 Seiten bis dahin noch gar nicht begegnet waren. Und natürlich erfahren wir auch en Detail, was Edison erfunden hat. Also, nicht nur in der Mäusewelt, sondern natürlich auch in der ganze realen, klar! Eine Erfindung, die die Menschheit für immer erleuchten würde.

Meine Einschätzung als Abenteuerpapa

Treffen Sie mich, wie ich das Buch „Edison“ nicht nur einmal alleine lese, bevor ich es mir mit meiner Tochter zu Gemüte führen, sondern wie es noch ein zweites und drittes Mal durchlese. Nicht nur, weil die Geschichte wirklich gut und spannend erzählt ist, sondern auch, weil sie es sehr geschickt versteht, wissenschaftliche Geschichte ganz einfach und wunderbar darzustellen. Und natürlich fragt man sich schon sehr früh, was das alles eigentlich mit dem Erfinder der… Nein, ich sage es jetzt nicht. Was das alles also eigentlich mit dem Erfinder Edison zu tun haben mag?

Eine echte Abenteuerreise zum Grund des Meeres, bei der es natürlich auch zu Rückschlägen kommt und es scheint, als müssten Pete und der Professor wieder von vorne anfangen. Doch auch die Tatsache, dass sich die beiden nicht beirren lassen, mag mir als Vorlesepapa einer manchmal unsicheren Vierjährigen doch sehr gefallen. Aufgrund der Länge ist dieses Buch allerdings eher für fortgeschrittene Vorlesekinder im Alter ab fünf Jahren oder älter geeignet. Mit einigen Pausen dazwischen, am besten zwischen den gut gestaffelten Kapiteln, geht das aber ganz gut. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass fortgeschrittene Grundschulkinder dieses Buch bei entsprechendem Interesse gut selbst lesen können.

Allerdings sollte man sich von der schieren Seitenanzahl des Buches von Torben Kuhlmann auch nicht blenden lassen. Insgesamt sind es ungefähr dreißig Seiten mit Text – oftmals in nur kleine Absätze oder halbe Seiten aufgeteilt. Auch die Länge der einzelnen Kapitel ist gut geeignet, um zwischendurch immer wieder mal Pausen zu machen. Und zwischen allem gibt es natürlich immer wieder so viel zu sehen und zu entdecken – dank der vielen aufeinanderfolgender doppelseitiger Illustrationen. Besonders in diesen Doppelseiten kann man sich so wunderbar verlieren und ich merke, ich gerate schon wieder ins Schwärmen. Der Stil ist ein bisschen retro, ein bisschen heile Welt und natürlich ganz viel Abenteuerluft – mit unfasslich viel Liebe zum Detail.

Fazit

Torben Kohlmann hat mit „Edison“ eine konsequente Weiterführung der Abenteuerreise abgeliefert, bei der ich aus dem Staunen und Träumen kaum mehr herauskomme. Nicht nur für technisch interessierte Vorlesekinder schön anzusehen.

Die beiden Bände „Armstrong“ und „Lindbergh“ sind ebenfalls bei NordSüd erschienen.

Edison: Das Rätsel des verschollenen Mauseschatzes
Torben Kuhlmann
Gebundene Ausgabe: 112 Seiten
Verlag: NordSüd Verlag; Auflage: 1 (31. August 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3314104472
ISBN-13: 978-3314104473
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 5 – 7 Jahre

 

 

 

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Als Alleinerziehender und bloggender Vater einer vierjährigen Tochter schreibt Johnny über das Leben als Einelternfamilie - und über Kinderbücher.

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