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Den Sommer ausklingen lassen – in der tropis...

Den Sommer ausklingen lassen – in der tropischen Urlaubswelt

Werde ich irgendwann an den Sommer 2018 zurückdenken, dann wird mir wahrscheinlich eines sofort in den Sinn kommen: der Badesee. Wie kaum ein Eindruck in den Jahren zuvor war es der See außerhalb Berlins, der sich so sehr in meine Erinnerungen eingebrannt hat. Naja, der und die manchmal erstaunlich heißen Sonnenstrahlen. Denkt bitte immer daran: eincremen, ne! Mit dem September und bald schon Oktober aber nähert sich auch diese wundervolle Zeit mit all ihren tollen Erinnerungen langsam dem Ende. Ein paar güldene Sommerabende vielleicht noch, nur meine Tochter und ich irgendwo da draußen, dann wird der Herbst in den Wäldern und unseren Köpfen Einzug halten. Und das ist irgendwie auch gut so. Doch bevor es soweit ist, fahren wir für ein bisschen mehr Summerfeeling ins Tropical Islands.

Obgleich ich gestehen muss, so ganz bereit, diese nachdenkliche Zeit beginnen zu lassen, bin ich noch nicht. Noch weigere ich mich, den Schal aus seinem Winterschlaf zu holen, den Wollpulli rauszulegen oder die Biberbettwäsche aufzuziehen. Nein, Badehose, Unterhemd, das waren für so lange Wochen meine einzigen Begleiter. Und dann wäre da noch eine Sache, die vor allem meiner Tochter blitzartig und eigentlich sofort schlechte Laune bereit: der Regen. Zwar ist es über die Jahre etwas besser geworden, aber Regen ist noch immer etwas, mit dem meine Tochter manchmal doch sehr hadert. Umso schöner und umso mehr freuen wir uns beide, als wir unsere Reise in die tropische Urlaubswelt samt eigenen Regenwald und Amazonia antreten dürfen. Hallo, Tropical Islands, Du so nah bei Berlin.

Unser tropischer Urlaub und das Drumherum

Am Bahnhof Friedrichstraße beginnen wir unsere Reise, eine Stunde später sind wir schon dort. Ein hauseigener Shuttle-Service sorgt für die nötige Bewegung, sollten die Kinderbeine von der Reise oder über den Tag doch mal müde geworden sein. Dieser Service verkehrt zwischen der Bahnstation Brand Tropical Islands, der Urlaubswelt, dem Campingplatz, der Verwaltung, den Mobile Homes, einfach überall – und das teilweise bis nach Mitternacht. Einmal im Dom, also dem eigentlichen Bade-Ort, braucht es eigentlich nur noch besagte Badeklamotten sowie einen Tagespass. Diesem ist ein Schließfach zugeordnet sowie 250,- Euro Kredit, denn: im Tropical Islands fließt kein Geld. Alles wird auf den Pass gebucht und erst beim Verlassen bezahlt. Ich muss gestehen, ich finde das alles in allem recht entspannt, auch wenn ich immer wieder auch unser Budget im Blick behalte. Dennoch stimmt das Rahmenprogramm. Ob Indoor Regenwald, der höchste Rutschenturm Deutschlands. Ob die allseits beliebten Bade-Pommes oder gehobenere Küche im Restaurant Tropical Garden beispielsweise. Nur für das Nixen-Schwimmen mit der Monoflosse, dafür war meine Tochter dann doch noch zu klein. Dafür muss man nämlich schwimmen können. Mit einem kleinen Rutschgang an der Lagune aber sind alle wieder glücklich.

Das Bällebad im Tropical Islands, gegenüber vom Kinderclub Tropino – riesig! Dort gibt es auch Kletterburgen, Auto, Boote, Kinderdisco, einfach alles.

 

Und Kapitän Ecki erzählt die Geschichte des Tropical Islands – kindgerecht. Oder man klettert einfach drauf…

Meiner Tochter ist das Drumherum indes gar nicht mal so wichtig. Sie liebt die Südsee mit dem Strand, viel mehr noch liebt sie die Lagune. Klar, bei 33 Grad Celsius Wassertemperatur. Unser absolutes Highlight bleibt aber ganz eindeutig das Island Balloning. Einfach mal mit einem Heißluftballon im Inneren über die tropische Landschaft fliegen – fast schwerelos. Dem Lagunenvolk und den Kids vom Tropino Kinderclub winken. So hat sich das die Kleene vorgestellt. Und ich mir irgendwie auch. Leider wird das Handy während des Flugs aus Sicherheitsgründen in eine durchsichtige Folie verpackt – Fotoqualität ergo: so naja! Doch auch die Piratenschatzsuche, im Rahmen derer es Goldstücke zu finden, Fische zu füttern und am Ende sogar wirklich so etwas wie einen Goldschatz zu ergattern gilt. So einen, den man essen kann. Bei so viel Familienprogramm und Entspannung muss ich muss gestehen, ich bin gar kein echter Urlauber. Ich kann auch vor der eigenen Haustür entspannen. Vielleicht aber geht es eben nicht nur um mich, sondern auch um meine Tochter. Vielleicht geht es auch darum, gemeinsame Erlebnisse zu schaffen, Erinnerungen zu schaffen. Sich selbst mal wieder in anderer Umgebung zu erleben. Dort, wo man das, was man im Alltag ganz routiniert abspult vielleicht auch gar nicht braucht. Und vielleicht geht es auch darum, vor den Toren Berlins einmal den Herbst zu vergessen, bevor er richtig Einzug hält.

Drei Tage im Mobile Home

Mobile Home mit Küche, Bad und Sauna – und Sonnenliegen

Drei Tage verbringen wir in der tropischen Urlaubswelt. Und es stimmt. Man vergisst sehr schnell, wo man sich eigentlich befindet, wenn man wieder nur mit Badeshorts und Unterhemd bekleidet umherlaufen darf – manchmal sogar im Sand. Abends, wenn wir noch einmal wankend am Spielplatz vorbeischauen, bevor es dann in unserem Mobile Home, direkt am Tropical Islands, zu Bette geht. Besser noch: unser Bett steht im letzten Haus vor der nadelhölzernen Wildnis – Haus 3349. „Papa, leben hier Wölfe?“, fragt die Vierjährige leicht besorgt und merkt dabei gar nicht, dass sie mir unversehens eine Fangfrage gestellt hat. Ich kann sie indes beruhigen, denn natürlich leben in Brandenburg Wölfe. Und natürlich haben Wölfe vor uns sehr viel mehr Angst als wir vor ihnen. Alles gut, schlaf schön, Schatz. Und während das Kind sich zur Abwechslung nicht im Wasser, sondern durch die Traumwelten schnorchelt, sitze ich noch auf der Terrasse und beobachte den Wald – wie so ein echtes Stadtkind. Und dann ist es auch schon wieder soweit. Vor unserer Abreise, alle Taschen sind gepackt, lesen wir vor dem Haus noch gemeinsam Tannenzapfen auf. Mit diesen will die Vierjährige unser Zuhause dekorieren.

Ja, ich schätze, wir sind jetzt wirklich bereit für den Herbst.

 

Vielen Dank an alle Beteiligten (Superpapas, Daddycool, littleloveling) sowie dem Tropical Islands für die Einladung zu dieser Pressereise. Die Unterkunft im Mobile Home sowie der Eintritt in die tropische Urlaubswelt wurden uns kostenfrei zur Verfügung gestellt. Alle Eindrücke, Bewertungen oder Meinungen in diesem Artikel spiegeln meine ganz persönliche Meinung wider. Das versteht sich aber von selbst, oder?

 


Als Alleinerziehender und bloggender Vater einer vierjährigen Tochter schreibt Johnny über das Leben als Einelternfamilie - und über Kinderbücher.

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