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Elternbuch: „111 Orte für Kinder in Berlin“ von Is...

Elternbuch: „111 Orte für Kinder in Berlin“ von Isa Grütering und Natascha Korol – emons: Verlag

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Ein Reiseführer? Moment mal, will sich der Johnny jetzt aus dem Staub machen und, sagen wir mal, in Panama noch einmal neu anfangen? Ach, so schön die Idee auch sein mag, bleibt die Frage: Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute doch so nah liegt. Ist die Hauptstadt nicht ein einziger Abenteuerspielplatz? „111 Orte für Kinder in Berlin, die man gesehen haben muss“ von Isa Grütering und Natascha Korol ist ein vielseitige Mischung aus Abenteuer und Kultur, die man gemeinsam mit Kind und Kegel erleben kann. Ein Entdeckungstour aus dem emons: Verlag.

Mal reingelesen: „111 Orte für Kinder in Berlin, die man gesehen haben“

Isa Grütering und Natascha Korol haben die Stadt und ihre nähere Umgebung mit Sack und Pack unsicher gemacht und sind mit allerhand Ausflugszielen und Aktivitäten für Eltern mit Kindhintergrund zurückgekehrt. Das Ergebnis ist eine illustre Sammlung aus 111 Orten, die vom Schnullerbaum über die höchstgelegenen Sandkiste, dem Anne-Frank-Zentrum bis hin zu Institutionen wie der Goldelse oder dem Labyrinth-Kindermuseum reichen. Doch auch Kinderklassiker wie die Domäne Dahlem, das Tempelhofes Feld oder auch das Jump House finden sich hier wieder. Die Hauptstadt ist eben doch nichts anderes, als ein großer Abenteuerspielplatz, oder? Insgesamt richten sich alle Orte und Tips an Eltern mit bereits etwas älteren Kindern. Klar kann man aber auch mit Buch, Baby oder Kleinkind auf Erkundungstour gehen – auch hierfür findet sich der eine oder andere Ausflugstipp.

Übrigens: Wem die Namen der beiden Autorinnen irgendwie bekannt vorkommen, wird wahrscheinlich schon mal über deren Webseite gestolpert sein. Unter dem Titel „Hauptstadtmutti“ betreiben die beiden schon seit 2011 nämlich ein ziemliches cooles Onlinemagazin. Der Name ist Programm. Kein Wunder also, dass man sich als Mutter in Berlin auch mal darüber informiert, was man so mit Kind alles machen kann und könnte – 111 Orte für Kinder in Berlin eben.

Mein Eindruck als Erkundungspapa

Und da sind wir auch schon mittendrin im Thema. Gibt es etwas Schöneres, als mit dem Kind draußen in der Stadt unterwegs zu sein? Jetzt, wo auch das Wetter langsam wieder ausflugsfreundlicher wird? Das ist doch immerhin besser, als zu Hause zu sitzen und ein gelangweiltes Kind bespaßen zu müssen.

Ich selbst habe ja auch schon die eine oder andere Liste für Orte in Berlin mit Kind veröffentlicht. „111 Orte für Kinder in Berlin“ toppt aber bisher alles Dagewesene. Entgegen meiner Erwartung handelt es sich hier allerdings nicht um eine Auflistung besonders toller Spielplätze oder dergleichen, sondern um eine gelungene Mischung aus Stadterkundung und kindgerechter Kultur. Hier kann auch der Papa schon mal was Neues lernen kann. Überhaupt macht die Zusammenstellung den Eindruck, vor allem den Blick auf das elterliche Gemüt gerichtet zu haben. Das finde ich persönlich ja sehr angenehm, denn wenn Papa entspannt und gespannt zugleich ist, dann hat auch meine Tochter wesentlich mehr von dem Ausflug. Oder anders gesagt: Die Fahrt zu einem anderen Spielplatz reizt mich ja nicht ganz so sehr, ne.

Bei allem Lob, muss ich aber gestehen, dass ich leider einen ganz bestimmten Ort in dem Buch schmerzlich vermisse: das Jüdische Museum. Das wahrscheinlich kinderfreundlichste Museum unter den TOP 5 aller Museen in Berlin. Hier gibt es nicht nur jede Menge Geschichte, sondern auch viele Insel für Kindern, in denen sie sich ausprobieren, ja sogar austoben oder gar verstecken können.

Fazit

Für Eltern mit älteren Kids eine hervorragende Mischung aus Abenteuer und Kultur. Vielseitig, umfassend und genau richtig für den kommenden Frühling. Einzig das Jüdische Museum hätte hier unbedingt noch reingemusst.

Isa Grütering, Natascha Korol
111 Orte für Kinder in Berlin, die man gesehen haben muss
Taschenbuch: 240 Seiten
Verlag: Emons Verlag (25. Januar 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3740802510
ISBN-13: 978-3740802516
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 5 – 12 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 13,6 x 2,2 x 20,3 cm


Als bloggender Vater einer dreijährigen Tochter schreibt Johnny über das Familienleben zwischen Kita, Kleinkind und Vereinbarkeit.

  1. Hey Johnny, wir schön, dass dir „111 Orte für Kinder in Berlin …“ so gut gefällt. Warum fehlt das Jüdische Museum? Das ist leider, leider total unglücklich und hängt mit dem Erscheinungstermin des Buches und dem großen, großen Umbau im Jüdischen Museum zusammen. Wir waren sehr lange im Gespräch mit dem Museum und sie haben letztendlich entschieden, nicht im Buch vertreten zu sein, da der Kinderbereich gerade ganz stark ausgebaut aber noch lange nicht geöffnet sein wird. Total schade, finden wir auch aber es war kein anderer Weg möglich. Hingehen kann man aber natürlich trotzdem.

  2. Klingt nach einer Pflichtlektüre für den nächsten Berlin-Besuch! Danke für den Hinweis!

  3. Anonymous

    8 Februar

    Hey Johnny,

    mein Sohn ist zwei. Das empfohlene Alter lag ja jetzt bei 5 -12. Sind aus deiner Sicht trotzdem Inspirationen für kleinere Kinder dabei?

    Danke und viele Grüße,

    Falk

  4. Brigitte

    8 Februar

    Super Tipp, das Buch brauchen wir auch! Wie funktioniert die Verlosung?? :)

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