Los geht's!
READING

Elternbuch: „Man bekommt ja so viel zurück“ von Ma...

Elternbuch: „Man bekommt ja so viel zurück“ von Marlene Hellene

Marlene Hellene „Man bekommt ja so viel zurück“ aus dem Rowohlt Taschenbuch Verlag

Wenn der Irre vom Familienbetrieb im Einband über die Nackenmuskulatur eines „bulgarischen Gewichthebers“ spricht, dann kann das ja nur eines heißen: „Man bekommt ja soviel zurück“ von Marlene Hellene ist gut. Nickend gut. Sehr viel nickend gut sogar. Der selbsternannte Leitfaden aus dem Rowohlt Taschenbuchverlag, der irrlichternden Müttern (und Vätern) Begleitung und Vorbild sein will – wobei, das stimmt nur so halb. Vielleicht ist er auch einfach nur in vielen Momenten ein leichtfüssiges Trostpflaster. Ein Erfahrungsbericht im Taschenbuchformat.

Marlene Hellene: Ein Leitfaden für verwirrte Mütter

Als Leidensgenossin und Partner in Crime kenne ich Marlene Hellene seit einiger Zeit schon aus einem bekannten Kurznachrichtendienst. So, wie man jemanden aus dem Internet eben kennen kann. Nun hat die Frau aus dem Internet die eigene Mutterschaft in mehr als 140 Zeichen zu Papier gebracht. Aus erster Hand, wenn man so will. Das ist ja auch das Gute an Twitter… huch. Man lernt, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Auf etwas mehr auf 200 Seiten bzw. in insgesamt neun Kapiteln. In kurzen und eben auf den Punkt gebrachten Sätzen nimmt uns Marlene Hellene sodenn mit auf dem Weg. Von der ersten Schwangerschaft bis hin zum ultimativen Elternseins-Zustand. Der Müdigkeit. Oder überbordenden Liebe. Oder eben beidem gleichzeitig.

Und es stimmt. Alles. Glaube ich jedenfalls, denn als Vater bin ich ja nicht unbedingt mit allen Themen so intim vertraut. Beim Lesen der gut und gerne 200 Seiten erwische ich mich aber dennoch im permanenten Zustand des Arme in die Luft reckens. Doof, dass mir das Buch dann aus der Hand ballert, aber so ist das dann nun mal, ne – „Ja, so isses, Schwester, so isses, genau so, Halleluja und Heisa und Hosianna!“ Und genau darum geht es in dem Buch eben. Um die Absurdität des Kindhabens, die man erst versteht, wenn man selbst welche hat. An der man gut und gerne auch mal verzweifeln kann. Umso schöner ist es doch, wenn man leicht und humorvoll lesen darf, dass es anderen eben doch ganz genauso geht „lasst uns wenigstens zusammen lachen!“ Message received and understood.

Mein persönliches Lieblingskapitel übrigens: „Kalender-Kamize“. Hier geht es in pointierten Sätzen um den guten alten Kindergeburtstag – und zwar nicht nur den, des eigenen Kindes. Oh und um die Umsetzung des Familienurlaubs, natürlich. Eingeweihte wissen bescheid, Nichtwissende sollten hier unbedingt nachlesen, bevor sie sich dem gepflegten Beischlaf hingeben. Wer mehr über das Buch und dessen Inhalt erfahren möchte, wird es schon selbst lesen müssen, ne. Wie gut, dass ich da schon mal etwas vorbereitet habe.

Verlosung

Ja, jetzt seid ihr alle nochmal so richtig gefordert, denn: ich verlose ein nieselnagelneues (Niesel? Ich lass das jetzt so) Exemplar des besprochenen Werks von Marlene Hellene. Was ihr dafür tun müsst? Och, das ist ganz einfach: Hinterlasst mir einfach einen Kommentar mit gültiger Email-Adresse, unter der ich euch im Gewinnfall kontaktieren kann. Was hättet ihr eigentlich gern vorher gewusst, bevor ihr in das absurde Theater namens Elternsein geworfen wurdet? Ich für meinen Teil kann sagen: ich wusste nichts

Einsendeschluss ist Sonntag, 29. April 2018 23:59 Uhr. Der Zufallsgenerator von random_org ermittelt den/die GewinnerIn. Der Anspruch auf den Gewinn verfällt sieben Werktage nach erstem E-Mail-Kontakt. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich, der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.

Marlene Hellene
Man bekommt ja soviel zurück. Ein Leitfaden für verwirrte Mütter
Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag; Auflage: 1 (24. April 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 349963385X
ISBN-13: 978-3499633850
Größe und/oder Gewicht: 10,9 x 1,5 x 16,8 cm


Als Alleinerziehender und bloggender Vater einer vierjährigen Tochter schreibt Johnny über das Leben als Einelternfamilie - und über Kinderbücher.

RELATED POST

  1. Anonymous

    24 April

    Guten Morgen,
    momentan sind wir mitten in der Vor-Pubertät. Und ich finde, irgendwer hätte mir sagen müssen, dass man da wirklich noch ein paar zusätzlich dicke Nervenstränge braucht.
    Ich würde das Buch gerne gewinnen, weil ich die kleinere Version als eBook schon gelesen hab und mich seither auf die Print-Ausgabe freue :-)
    Viele Grüße
    Carola

  2. Anonymous

    24 April

    Ich würde mich riesig darüber freuen. Auch ich bin bei T* ein Marlene-Fan!
    Sandra.lamprecht[at]mdmail.de

  3. Anonymous

    24 April

    Wenn ich gewusst hätte, das ich mit Kindern so wenig Schlaf bekomme, hätte ich schon Mal ein paar Jahre vorgeschlafen. Liebe Grüße aus Bayern Sabrina
    [email protected]

  4. Anonymous

    24 April

    Ich hätte gerne gewusst, dass man im 1. Jahr irgendwie nur für das Kind da ist. Es stört mich nicht nur noch wenig allein machen zu können. Aber Mal allein duschen oder aufs Klo wäre schon mal wieder schön 😂
    [email protected]

  5. ZPapa

    24 April

    „Was hättet ihr eigentlich gern vorher gewusst, bevor ihr in das absurde Theater namens Elternsein geworfen wurdet?“
    das das größte Problem am Elternsein nicht die Kinder sind…weder die eigenen noch die anderen…sondern deren Eltern, Erzieher, Pädagogen, Nachbarn, Freunde und sonstige Quacksalber die meinen aus der Kindererziehung eine Passion (oder war es Obsession? ;) ) für das eigene Leben entwickeln zu müssen. Wenn man die mental umschifft hat geht es eigentlich ganz gut ;)
    Disclaimer: Der Author dieses Kommentars ist verhausmannter Papa von zweieiigen Zwillingen (4)

  6. Laccy

    24 April

    Ich bin gar nicht Eltern, aber meine beste Freundin erwartet Nachwuchs und hat gar keine Vorstellung. Die anderen „übertreiben alle“.

  7. h.

    24 April

    Ich hätte gerne vorher gewusst, wie SEHR einen das eigene Kind triggern kann! 🙈

  8. Hi!
    Die letzten anderthalb Jahre haben mir tatsächlich so einige graue Haare beschert. Was habe ich geträumt von dem Leben mit Kinfd und fand dann nur sehr schwer in die Rolle der Mutter hinein. Nichts lief wie ich dachte, kein Stillen, kaum Bindung (auch eher ein Nähe verabscheuendes Kind mein Sohn) und sowieso hat kaum ein so genanntes-lange geplantes- Ritual irgend etwas hinsichtlich eines geregelten Schlaf – oder Essverhaltens gebracht. Verrückt! Aber man möchte den kleinen Kerl nicht mehr hergeben. Bin deshalb sehr gespannt auf das Buch!

  9. Nicole

    24 April

    Ich hätte gerne vorher gewusst auf was für absurde Ideen kinder kommen können und wie man sich verhält, wenn der 2,5 jährige im Urlaub einen trotzanfall bekommt, weil man den Muezzin wieder anmachen soll…

  10. Laura

    24 April

    Mh, ich wusste theoretisch vieles aber vorstellen konnte ich es mir null.

    Die Liebe, die Müdigkeit, die Langeweile, die Aufregung…
    Muss man halt erleben.

    :)

  11. DE

    24 April

    Wie sich der Fokus verändert und man dabei vorher immer dachte, da ändert sich nie was

  12. R

    24 April

    Buuuuch haben wollen. ;-)

  13. Lili Sar

    24 April

    Die ständigen Diskussionen und Verhandlungen und Trödelei…und es läuft selten fair und logisch ab. Warum?!

  14. Sophie

    24 April

    Ich hätte gerne vorher gewusst, wie schnell die Kleinen wirklich groß werden. Das sagt einem zwar jeder, diese Aussagen habe ich aber anfangs eher belächelt.

  15. Trixi

    25 April

    Das Muttersein hat Seiten an mit zum Vorschein gebracht, die ich nie an mir vermutet hätte, ich wusste nicht, dass ich so müde, so glücklich, so wütetnd oder so albern sein kann. Vor allem aber wusste ich nicht, dass ich so sehr lieben kann…

  16. Andreas

    25 April

    Würde mich über das Buch freuen :-) Ich wusste ebenfalls nichts, versuche aber alles mit Humor zu nehmen :-)

  17. Mareike

    25 April

    Au ja, ich will das ungedingt lesen!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.