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Erstlesebuch :„Rotzhase & Schnarchnase – Band 3“ von Julian Gough – Magellan Verlag

Julian Gough & Jim Field präsentieren „Rotzhase und Schnarchnase - Ein Wicht vor Gericht - Band 3“ - erschienen im Magellan Verlag

Rotzhase und Schnarchnase sind wieder da! Im dritten Band „Ein Wicht vor Gericht“ wird es auch gleich wieder spannend, denn direkt vor ihrer Nase platscht ein mysteriöses Ding in den See. Und so nimmt das Schicksal seinen Lauf. Wird Hase alles ruinieren? Wird Bär den Tag noch retten können? Und was ist eigentlich mit dem rülpsenden kleinen Eulenwicht? Nach dem ersten Lesen muss ich sagen: puh, das ist wahrscheinlich der intensivste Band der Selbstlesereihe von Julian Gough und Jim Field – aus dem Magellan Verlag.

Worum geht es dieses Mal bei Rotzhase & Schnarchnase von Julian Gough?

Was gibt es Schöneres für Hase und Bär, als im Sommer im Langen See zu baden? Bei Sonne und kühlem Nass muss das doch einfach der tollste Tag aller Zeiten werden, oder? Doch plötzlich saust ein mysteriöses Ding über die beiden hinweg, prallt gegen einen Baum und klatscht schlussendlich in den See. Hases Laune ist jedenfalls dahin. Als sie das Ding zu fassen bekommen, wissen sie nicht so recht, was es ist. Ein Pupsknoten vielleicht? Nein, der Specht weiß: es ist eine kleine Eule. Für Hase steht indes fest, dass sie böse sein muss und so tischt er den anderen Tieren allerhand Lügengeschichten auf, um sie von der Boshaftigkeit der rülpsenden Eule zu überzeugen. In Abwesenheit von Bär wird sogar ein Tribunal abgehalten und das kleine Wesen schlussendlich in ein Gefängnis gesteckt.

Wird Bär der verängstigten Eule noch helfen können? Wird Hase erkennen, dass er einen Fehler gemacht hat und überhaupt gar nicht so perfekt ist, wie er immer denkt? Wird Bär ihn aber überhaupt noch lieb haben, wenn er nicht perfekt ist? Natürlich, denn Bär weiß: wir alle machen Fehler. Und so sieht auch Hase sein boshaftes Verhalten ein, entschuldigt sich und fühlt sich gleich viel leichter. Auch die anderen Tiere fühlen sich erleichtert und es ergibt sich ein wunderbares Gespräch zwischen allen Tieren. Man zieht an einem Strang, lernt den anderen und seine Eigenarten kennen und zu respektieren. Und am Ende ist klar: das ist wirklich der tollste Tag aller Zeiten!

Meine Einschätzung als Vorlesepapa

Ich muss ja zugeben, dass ich schon nach wenigen Seiten aus dem Entsetzen gar nicht mehr rauskam? Hase überschlägt sich wie so oft selbst mit seinen Gedanken und ehe man sich versieht, wird einer kleinen harmlosen Eule zum Himmel schreiendes Unrecht getan. Und als Vorlesepapa kann ich überhaupt nichts dagegen tun. Bleibt also nur noch Bär, um die Tiere zu Räson zu bringen. Und das tut sie auf ihre unnachahmliche Weise.

Wir alle machen Fehler und es ist nie zu spät, sich dafür zu entschuldigen. Das macht uns nicht unperfekt, sondern ganz im Gegenteil umso liebenswerter. Und genau das ist auch die Quintessenz dieser Geschichte zum ersten Selberlesen. Während die Leseempfehlung bei Kindern ab sechs Jahren liegt, bin ich doch der Meinung, dass aufgrund des Plots und der Länge eher erfahrene SelbstleserInnen hier gefragt sind. Die können dann aber wirklich hautnah mitfiebern. Es ist nämlich gar nicht so leicht, dem Unrecht zuzusehen und es überhaupt zu verstehen. Das macht es zu einem intensiven Leseerlebnis – mit gutem Ausgang natürlich.

Fazit

Der mit Abstand intensivste Band der Rotzhase & Schnarchnase-Reihe mit einer umso schöneren Auflösung.

Wer sich noch einmal kurz auf Band 1 und Band 2 der Reihe einstimmen möchte, kann hier nochmal schnell nachlesen, was ich seinerzeit zu beidem geschrieben habe:
Rezension: „Möhrenklau im Bärenbau“ und „Der Tyrann von nebenan“.

P.S. Die Widmung am Anfang des Buches ist… ganz verzaubernd!

 

Julian Gough (Autor), Jim Field (Illustrator), Gesine Schröder (Übersetzerin)
Rotzhase und Schnarchnase – Ein Wicht vor Gericht, Band 3
Gebundene Ausgabe: 112 Seiten
Verlag: Magellan; Auflage: 1 (17. Juli 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3734828228
ISBN-13: 978-3734828225
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 6 – 8 Jahre

 

 


Als Alleinerziehender und bloggender Vater einer vierjährigen Tochter schreibt Johnny über das Leben als Einelternfamilie - und über Kinderbücher.

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