Los geht's!
READING

Persönlicher Jahresrückblick: Meine fünf Lieblings...

Persönlicher Jahresrückblick: Meine fünf Lieblingskinderbücher des Jahres 2018

Meine Lieblingskinderbücher 2018 mit Torben Kuhlmann, Barbara Rose, Valerie Docampo, David Litchfield u.a.

Bevor wir alle in die Zeit zwischen den Jahren abtauchen, möchte ich schnell noch meine fünf Lieblingskinderbücher des Jahres 2018 hier versammelt wissen. Und zwar aus einem ganz einfachen Grund: ich bekomme einfach nicht genug von ihnen. Bei drei von ihnen wusste ich schon auf den ersten Blick, dass sie es in die Top5 meines Jahres schaffen würden. Bei den anderen beiden dauerte es eine kurze Weile, bis ich schlussendlich doch überzeugt war – manchmal auch mit Hilfe meiner Tochter, klar. Und dann war es doch umso klarer. Viel Spaß also mit Schneiderinnen, Mäusen, Ottern, küssenden Verwandten und natürlich auch einem guten Riesen. Und falls wir uns in diesem Jahr nicht mehr lesen sollten: rutscht gut rein, ihr Verrückten!

– Werbung – Produktnennung – ohne Auftrag – unbezahlbar –

„Die Schneiderin des Nebels“ von Agnès de Lestrade und Valeria Docampo – Mixtvision Verlag

Das Duo de LeStrade und Docampo hat uns schon viele wunderschöne Kinderbücher geschenkt. „Die Schneiderin des Nebels“ ist aber mein persönliches Highlight. Die Geschichte der kleinen Rosa, die den Nebel einfängt, um ihn zu einem Stoff zu weben, mit dem man seine Sorgen überdecken kann. Poetisch geschrieben, traumhaft gezeichnet, es geht direkt ins Herz. Das Buch selbst aus halbtransparenten und papiernen Seiten. Man muss also immer erst den sprichwörtlichen Schleier lüften, um auch mit der Geschichte voranzukommen. Oder anders gesagt: Buch und Geschichte verschmelzen miteinander und werden eins.

Bilderbuch:„Die Schneiderin des Nebels“ von Agnès de Lestrade und Valeria Docampo – Mixtvision Verlag

„Edison“ von Torben Kuhlmann – NordSüd Verlag

Nach „Armstrong“ und „Lindbergh“ begegnen wir dank Torben Kuhlmann nun auch dem genialen Edison – in Form einer Maus natürlich. Unglaublich spannend erzählt bei unfasslich viel Liebe für das Detail, auch im Bild. Man garniere das mit real wissenschaftlicher Geschichte sowie einer Katze mit Kapitänsmütze und nun ja, ick bin valiebt! Aber wer ist das nicht, ne? Die Reise zweier Mäuse zum Grund des Meeres. Zwei Mäuse, die sich trotz vieler Rückschläge nicht beirren lassen. Die immer wieder neue Studien durchführen müssen, um ihre Reise überhaupt erst möglich zu machen. Und am Ende der gut gestaffelten Kapitel, nach ungefähr dreißig Seiten möchte man sofort wieder von vorne anfangen.

Fun fact: Mir war schon in der ersten Sekunde klar, als ich „Edison“ zum ersten Mal in der Hand hielt, dass es mein absolutes Lieblingskinderbuch des Jahres werden würde.

Bilderbuch: „Edison“ von Torben Kuhlmann – NordSüd-Verlag

„Der gute Riese“ von David Litchfield – Loewe Verlag

Die empathisch erzählte Geschichte von Billy, seinem Großvater und dem geheimen guten Riesen, den niemand sehen kann. Von einem Riesen, der sich versteckt, weil er anders ist. Genau in dieser Geschichte möchte man sich verlieren. Ein magisches Buch, das Kraft seiner Illustrationen sofort in den Bann zieht. Das Cover erinnert mich irgendwie immer an Weihnachten, aber damit hat das Buch natürlich gar nichts zu tun. Die Geschichte zeigt Kindern auf einfühlsame Art indes, wie wir unsere Umwelt wahrnehmen. Wie wir manches manchmal gar nicht bemerken. Wie wichtig ein guter Freund sein kann, auf den man sich zu verlassen weiß. Wie Vorurteile aber auch verletzen, denn am Ende ist nämlich auch der Riese nur ein Mensch. Ein Freund noch dazu.

Bilderbuch: „Der gute Riese“ von David Litchfield – Loewe Verlag

„Küsschen, Bäh!“ von Barbara Rose – Tulipan Verlag

Ich muss gestehen, die Geschichte des kleinen Leo, der von allen geküsst wird, obwohl er das ganz eindeutig nicht möchte. Sie brauchte eine Weile, um mich zu überzeugen. Zwar mochte ich die collagenartigen Illustrationen schon beim ersten Blättern, aber es brauchte zwei, drei Vorleseläufe, bis auch die Geschichte mich überzeugte – und dann umso mehr. Meine Tochter konnte von Anfang gar nicht genug davon bekommen. Das Thema war und ist ihr von Anfang wichtig. Nähe und Distanz, Grenzen und Selbstbestimmung. Klar, wer kennt das nicht. Distanzlose Verwandte, unverschämte Passanten, die ohne zu fragen sich dem Kind nähern, es anfassen oder es eben küssen wollen. Was aber tun, wenn die kindlichen Grenzen nicht akzeptiert werden? Leo greift zu humoristischen Selbsthilfe, nachdem sein „Nein!“, „Nö!“ und „Bäh“ bei den Erwachsenen einfach überhört wird. Und so bietet die Geschichte einen spielerischen Einstieg in ein unglaublich wichtiges Thema. Eigentlich sollte es in keinem Bücherregal fehlen – für Kinder ab drei Jahren und älter.

Bilderbuch: „Küsschen? Bäh!“ von Barbara Rose – Tulipan Verlag

„Das Riesenbuch der Meerestiere“ von Tom Jackson und Val Walerczuk – Moses Verlag

Auch ein Sachbuch darf in meinem fünf Lieblingskinderbüchern des Jahres 2018 natürlich nicht fehlen. Klar, mithilfe von Geschichten lernen wir jede Menge über uns und über die Welt, in der wir leben. Doch Kinderaugen erfreuen sich mindestens genauso an realistischen Darstellungen, an Details und Fakten, die ihnen helfen, unsere Welt einzuordnen. Ein solches Buch ist „Das Riesenbuch der Meerestiere“ – wie sonst kommt man schon so nah an Delfine, an Kraken oder Wale heran? Oder an einen Seeotter, dessen Fell übrigens dichter ist als das eines Eisbären! Nimm das, Tolka. Insgesamt gibt es 36 Tiere zu bestaunen – eines pro Doppelseite mitsamt riesiger Illustration. Auch hier wieder sehr wertvoll in Szene gesetzt sind die auf sieben Fakten kondensierten Wissens-Highlights samt übersichtlichem Steckbrief. Übrigens: das gibt es auch als Riesensachbuch für Dinosaurier, woah! Wir aber sind Freunde des Wassers!

Das Riesenbuch: Drei Kindersachbücher aus dem Moses Verlag – mit Verlosung

 

Und das waren sie auch schon, mein unangefochtenen fünf Lieblingskinderbücher des Jahres 2018. Natürlich hätte es auch eine Top10 sein können. Dann hätte hier auch sicherlich auch die Räuber-Lern-Geschichte „Karl und Knäcke lernen räubern“ von Kirsten Reinhardt (Carlsen Verlag) ihren Platz gefunden. Oder das musikalische Kindersachbuch „Piano, kleiner Piet“ von Gloria Jasionowski (Edition Pastorplatz) und dies, und und und. Was sind denn eure Lieblingskinderbücher in diesem Jahr?

 

 

* Wer auf das Bildchen klickt, folgt einem sogenannten Affiliate-Link zu Amazon. Das bedeutet, wenn ihr die Artikel dort bestellt, erhalte ich hierfür eine minimale finanzielle Unterstützung. Am Kaufpreis des Artikels ändert sich für euch indes nichts.


Als Alleinerziehender und bloggender Vater einer vierjährigen Tochter schreibt Johnny über das Leben als Einelternfamilie - und über Kinderbücher.

RELATED POST

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.