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Pappbilderbuch: „10 kleine Burggespenster“ von Susanne Gröhlich – Orell Füssli Verlag

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Jeder kennt den berühmten Abzählreim „10 kleine Fische“, oder? Das Prinzip dürfte zumindest sehr klar sein. Rund um diesen Reim gibt es im Orell Füssli Verlag eine schöne Pappbilderbuchreihe für Leseanfänger: „10 kleine Burggespenster“. Obgleich meine Tochter schon deutlich weiter zählen kann, war ich doch auf eine moderne Fassung jenes Reims, die ich bis dato noch nicht kannte gespannt. „10 kleine Burggespenster gingen auf Reise“ als Episode 1, doch auch die Weitererzählungen „Die Gespensterküche“ und „Im Wald“ habe ich mir mal genauer angeschaut.

Synopsis „10 kleine Burggespenster gingen auf die Reise“

Wenn 10 kleine Burggespenster auf die Reise gehen, dann haben sie hinterher so einiges zu berichten. Im Verlauf der Geschichte werden es aber natürlich immer weniger. Wahrscheinlich kennt wirklich jeder den klassischen Abzählreim. Wie ging das noch im Original? „10 kleine Jägermeister“… ach, nee, Moment.

Die 10 Burggespenster dieser Geschichte könnten jedenfalls kaum unterschiedlicher sein. Ja, sogar ein schwarzes Gespenst gibt es – das schwarze Schaf der Gespensterfamilie, wenn man so will. Alle zehn wollen natürlich des Nachts auf Erschreckungstour gehen. Doch wie es der Reim so will, schon zu Beginn hört das erste Gespenst den Wecker nicht – und so ziehen nicht zehn, sondern nur neun Gespenster los. Als ein anderes Gespenst sich jedoch ganz fürchterlich im nächtlichen Wald fürchtet, wir ahnen es, ja, da waren es plötzlich nur noch acht.

Um die Spannung nicht unnötig zu strapazieren: Noch bevor die Sonne auf- und wieder untergeht, finden sich alle Burggespenster wieder in ihrem Zuhause ein – „Hokus Pokus, Mondenschein, alle Gespenster schlafen ein!“

10 kleine Burggespenster in: „Die Gespensterküche“ und „Im Wald“

Im Gegensatz zum ersten Band der Burggespenster-Reihe geht es bei den Folgebänden „Die Gespensterküche“ sowie „Im Wald“ nicht mehr so sehr um den Abzählreim selbst, sondern wirklich um ein jeweiliges Abenteuer der 10er-Clique.

In zwei Sätzen, also einem Reim pro Doppelseite schreiten die Geschichten jeweils voran. So fehlt in „Die Gespensterküche“ noch eine ganz wichtige Zutat für die Pfannkuchen (eigentlich Eierkuchen, sagt der Berliner). Diese muss natürlich jemand im Laden kaufen, doch das ist gar nicht so einfach. Schließlich muss man sich merken, was man eigentlich kaufen wollte. Und am Ende kommt es doch ganz anders als gedacht – doch allen schmeckt’s!

„Im Wald“ ist im Gegensatz zur humoristischen Küchengeschichte ein klein wenig gruseliger. Immerhin ist es schon Nacht, als sich die Gespenster sich auf den Heimweg machen. Und aus der ersten „10 kleine Burggespenster gehen auf die Reise“-Geschichte wissen wir, dass nicht alle Gruppenmitglieder so mutig sind. Und als wäre dies noch nicht genug, treffen sie im tiefsten Wald natürlich auf eine alte Hexe. Was aber will die nur von den Gespenstern? Und wird die Bande am Ende tatsächlich nach Hause finden? Ich sage nur soviel: Hört auf das Kaninchen!

Meine Einschätzung als Vorlesepapa

Die handlichen Pappbilderbücher sind dank seines klassischen Reimschemas wirklich gut für Vorleseanfänger auf beiden Seiten geeignet. Größere Kinder können sich hier hingegen noch einmal versichern, wie jetzt eigentlich genau die Abfolge war: „10, 9, 8, 5, 7, oder, Papa?“ – ja, wir allen kennen das, oder?

Doch eine Geschichtenreihe auf Basis eines einzelnen Reims? Geht das denn? Langweilen sich die kleinen Zählspezialisten da nicht irre schnell? Die kurze Antwort: Nein! Nachdem die Gespenster einmal vorgestellt und durchgezählt sind, lösen sie sich in den folgenden Erzählbänden gekonnt von ihrem Ursprung und erleben nun ganz eigene Abenteuer.

Natürlich gibt es neben den beiden aktuellsten Bänden „In der Gespensterküche“ und „Im Wald“ noch viele weitere Ausgaben, ich denke da nur an „Das Geschenk“ oder „Kein Schatz für Zipfel“. Besonders als kleine Aufmerksamkeit oder Geburtstagsgeschenk zum ersten oder zweiten Geburtstag kann ich mir jeden einzelnen Band gut vorstellen. Die offizielle Leseempfehlung liegt bei zwei Jahren.

Fazit

Ein klassischer Abzählreim neu aufgelegt und dank der einzelnen Erzählbände klug weitergesponnen.

Susanne Gröhlich
10 kleine Burggespenster gehen auf die Reise
Taschenbuch: 24 Seiten
Verlag: OF Kinderbuch (23. September 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 328003518X
ISBN-13: 978-3280035184
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 36 Monate – 7 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 16,1 x 2 x 22,3 cm

Susanne Gröhlich
10 kleine Burggespenster im Wald
Taschenbuch: 24 Seiten
Verlag: OF Kinderbuch (8. September 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3280035511
ISBN-13: 978-3280035511
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 24 Monate – 4 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 16,2 x 2 x 18 cm

Susanne Gröhlich
10 kleine Burggespenster in der Gespensterküche
Gebundene Ausgabe: 24 Seiten
Verlag: OF Kinderbuch (8. September 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3280035503
ISBN-13: 978-3280035504
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 24 Monate – 4 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 15,9 x 2 x 18 cm


Als bloggender Vater einer dreijährigen Tochter schreibt Johnny über das Familienleben zwischen Kita, Kleinkind und Vereinbarkeit.

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