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Psychologisches Kinderbuch: „Die kleine Eule Luna ...

Psychologisches Kinderbuch: „Die kleine Eule Luna und wie sie lernte, mit ihrer Trennungsangst umzugehen“ – Hogrefe Verlag

Psychologisches Kinderbuch: „Die kleine Eule Luna: und wie sie lernte, mit ihrer Trennungsangst umzugehen“ - Hogrefe Verlag

Im heutigen Teil aus der Reihe Psychologische Kinderbücher geht es dieses Mal um die kleine Eule Luna. Diese hat mit einem Phänomen zu kämpfen, welches wahrscheinlich vielen Eltern bekannt vorkommt: der Trennungsangst. Sei es, dass sich die Kleinen nicht von Mama oder von Papa lösen möchten, dass sie nicht woanders übernachten wollen oder morgens einfach nicht in die Kita gehen. Auch dieses Mal gibt es neben einer kindgerechten Geschichte zum Thema auch jede Menge Mitmachübungen und Wissenswertes – manchmal muss man aber doch zweimal Hinlesen.

Inhalt: Die kleine Eule Luna und wie sie lernte, mit ihrer Trennungsangst umzugehen

In einem kleinen Waldstück lebt die kleine Eule Luna. Und wie es sich für eine Eule gehört, schläft sie tagsüber, um des nachts erst so richtig munter zu werden. In letzter Zeit ist der kleinen Eule aber gar nicht gut, wenn sie von Zuhause weg muss. Sie hat Angst, dass dann etwas Schlimmes passieren könnte. Und was ist, wenn Mama oder Papa einen Unfall haben? So liegt Luna im Bett und lässt sich von ihrer Mama umsorgen – und alles ist gut. Bis Mama Eule einen wichtigen Termin hat.

Während Luna allein ist, kann sie die Angst förmlich spüren. Ihr Herz rast und doch ist starr vor lauter Angst. Plötzlich trifft sie an ihrem Fenster auf ein kleines Glühwürmchen. Dieses erklärt der aufgeschreckten Eule, dass es ganz normal sei, Angst zu haben. Angst sei zwar doof, aber eben auch sinnvoll. Und mal ganz ehrlich: ist es nicht schöner in die Schule zu gehen, als zu Hause zu bleiben? Das jedenfalls fragt sich das Glühwürmchen. Natürlich geht die Angst nicht einfach weg und manchmal kommt sie zwischendurch immer mal wieder. Das sei völlig ok, auch in der Schule. Doch je häufiger man etwas mache, desto kleiner werde die Angst. Luna ist nach diesem Gespräch doch schon sehr überzeugt und will sofort zeigen wie mutig sie ist – und in die Schule flattern.

Meine Einschätzung als Eulenkindpapa

An dieser Stelle erst einmal kurz etwas zum Hintergrund der Bücher, die ich in dieser Woche vorstelle. Das hatte ich gestern nämlich ganz vergessen: Psychoedukative Bilderbücher für Kinder und Erwachsene. So oder so ähnlich nennt sich die Bücherreihe, die aus praktischen Übung zwischen dem Institut für Bildende Kunst (Fachbereich Germanistik und Kulturwissenschaften) und dem Fachbereich Psychologie an der Universität Marburg entstanden ist.

„Die kleine Eule Luna und wie sie lernte, mit ihrer Trennungsangst umzugehen“ – allein der Titel mag Wohlwollen in mir hervorrufen. Warum? Ganz einfach. Nicht nur, dass Trennungsangst in Form von Weinen, Protest oder schlichtweg Vermeidung eine der am häufigsten vorkommenden Angstphänomenen bei Kindern ist. Auch die Tatsache, dass schon im Titel des Buches unterschwellig klar gemacht wird, dass dies völlig ok ist. Denn damit umgehen heißt, es zu benennen, es zu ein Stück weit zu akzeptieren und sich so der Angst erst nähern wirklich zu können.

So sind auch die Übungen, die sich vorrangig an das ängstliche Kind richten recht klar. Wann hattest Du schon mal Angst? Wann hattest Du schon einmal vielleicht auch unnötig Angst? So, wie die kleine Eule Luna nämlich auch. Im Gegensatz zu „In Gedanken ein Fuchs“ (LINK) ist der begleitende Teil jedoch sehr viel stärker an das Kind selbst ausgerichtet, welches im Idealfall auch schon selbst lesen kann. Kein Wunder, in der Geschichte geht es ja denn auch im ein Schulkind, ich meine, um eine Schuleule. Während die Geschichte selbst mit sechs Doppelseiten eine gute Länge hat, übersteigt der Fließtext des begleitenden Teils das Leseniveau von LeseanfängerInnen doch deutlich. Manchmal ist es zudem auch sehr verkopft, so dass ich immer wieder auch meiner Tochter erklären muss, was wir eigentlich gerade nach der Geschichte gelesen haben.

Fazit

Das unglaublich wichtige Thema Trennungsangst bei Kindern kindgerecht erzählt und mit vielen wichtigen Ansätzen für Eltern, die damit ebenso erst umzugehen lernen wie ihre Kinder eben auch.

Winona Michel (Autor), Hannah Buschkamp (Autor), Carlotta Drerup (Autor), Finnja Schramm (Autor), Hanna Christiansen (Series Editor), Guy Bodenmann (Series Editor), Tina In-Albon (Series Editor), Klaus Lomnitzer (Series Editor), Christina Schwenck (Series Editor)
Die kleine Eule Luna: und wie sie lernte, mit ihrer Trennungsangst umzugehen (Psychologische Kinderbücher)
Gebundene Ausgabe: 56 Seiten
Verlag: Hogrefe AG; Auflage: 1 (10. September 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3456858965
ISBN-13: 978-3456858968
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 5 – 12 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 21,7 x 1,2 x 28,7 cm

Hier sind nochmal alles Ausgaben der Psychologischen Kinderbücher aus dem Hogrefe Verlag auf einen Blick – samt Rezensionslink:

In Gedanken ein Fuchs – Ein Buch für sozial ängstliche Kinder

Die kleine Eule Luna und wie sie lernte, mit ihrer Trennungsangst umzugehen

Opas Stern – Ein Trost– und Erklärbuch für Kinder und ihre Eltern

Zappel–Zirkus Zacharias: Ein Buch für zappelige Zirkuskinder mit ADHS, ihre Zirkusfamilien, Freunde und Zirkusdompteure

Paul und der rote Luftballon: Ein Buch für Kinder, die mutig werden und neue Freunde finden


Als Alleinerziehender und bloggender Vater einer vierjährigen Tochter schreibt Johnny über das Leben als Einelternfamilie - und über Kinderbücher.

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