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Rezension: „Mozart und Robinson und der gefährliche Schiffbruch“ von Gundi Herget

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Nach „Der Zauber des Käsemonds“ folgt mit „Mozart und Robinson und der gefährliche Schiffbruch“ das nächste Abenteuer der beiden unterschiedlichen Mäusefreunde. Vor rund zwei Wochen im Magellan Verlag erschienen, haben wir die Zeit genutzt und uns sehr intensiv mit dem Vorlesebuch für Kinder ab 3 bzw. 4 Jahren beschäftigt. Und so viel sei an dieser Stelle schon mal verraten: Auf einem Floß vergeht die Zeit rasant wie im Flug! Mit Anleitung zum Nachmachen…

Synopsis: Mozart und Robinson und der gefährliche Schiffbruch

Die Autorin Gundi Hergeht und der Illustrator Nikolai Renger haben sich abermals zusammengetan und ein neues Abenteuer von Mozart der Hausmaus und Robinson der Feldmaus auf die Beine gestellt. Dieses Mal geht es darum, wie man aus Korken, Zahnstocher und Stoff ein seetüchtiges Floß baut – Bauanleitung zum Nachmachen übrigens inklusive! Was man eben so macht, wenn man bei Regen zu Hause sitzt und es langweilig zu werden droht, oder? Natürlich lassen es sich die beiden Mäuse nicht nehmen, das Floß bei Sonnenschein sofort auszuprobieren. Und der Titel der Geschichte verrät es schon: prompt stranden sie auf einer einsamen Insel – so jedenfalls scheint es. Gut, dass Robinson weiß, was zu tun ist. Nomen est omen.

Falls ihr die beiden Mäusefreunde noch nicht kennen solltet: Robinson ist eher so der abenteuerlustige Typ, der draußen in der Wildnis lebt und am liebsten die Wolken beobachtet. Mozart hingegen ist die Hausmaus, die lieber in den eigenen vier Wänden weilt und Bücher liest – Bücher bieten nämlich ebenfalls allerhand Abenteuer. Man kann sich also vorstellen, wie zwei derart gegensätzliche Charaktere sich gegenseitig auf die Palme bringen. Wie das echte Freunde eben manchmal so machen. Am Ende aber profitiert natürlich der eine von den Stärken des anderen.

Meine Einschätzung als Vorlesepapa

Die Freundschaftsgeschichte richtet sich explizit an Kinder ab drei Jahren. Genau richtig also für meine Tochter. Es brauchte aber dennoch ein bis zwei „Vorlesungen“, bis auch das letzte „Aber warum?“ einigermaßen geklärt war. Eltern von Dreijährigen werden wissen, was ich meine. Wo, das möchte an dieser Stelle natürlich nicht verraten, denn sagen wir mal so: Es gibt in der Geschichte eine durchaus überraschende Wendung!

Die Illustrationen von Nikolai Renger bieten zudem viele kleine Details zum Entdecken, die auch neben der Geschichte für Erheiterung und interaktive Momente sorgen.

Das Buch umfasst angenehm zu lesende 16 Doppelseiten. Wenn ich aber sage, dass die Zeit mit den beiden Mäusen so schnell vergeht, wie eine rasante Reise auf dem Floß, dann meine ich das auch so. Eben noch mittemang befinden wir uns plötzlich auf dem Sofa, essen Schokoplätzchen und lesen mit Mozart ein (sicherlich spannendes) Buch. Ähnliches passiert übrigens auch gleich zu Anfang. Lernen wir also gerade noch bei eitlem Sonnenschein die Feldmaus Robinson kennen, wie sie am liebsten in der Hängematte schwingend Wolken beobachtet, regnet es plötzlich auf der nächsten Seite. Einfach so, ohne Übergang, in medias res. Man könnte auch sagen: Die Geschichte ist auf den Punkt genau erzählt. Das bin ich von Vorlesebüchern so gar nicht gewohnt, finde es aber als erzählerisches Element (auch zum Vorlesen) ganz spannend.

Fazit

Das Vorlesebuch ist für Kinder ab drei Jahren gut geeignet, entfaltet mit Vierjährigen wahrscheinlich aber erst so richtig Wirkung – auch mit Hinblick auf die liebevoll detaillierten Illustrationen.

„Mozart und Robinson und der gefährliche Schiffbruch“ von Gundi Herget ist im Magellan Verlag erschienen und kann in gebundener Fassung ganz regulär im Buchhandel oder am großen Fluss Amazon erworben werden.


Als bloggender Vater einer dreijährigen Tochter schreibt Johnny über das Familienleben zwischen Kita, Kleinkind und Vereinbarkeit.

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  1. Alexandra

    19 Juli

    Danke für die schöne Buchvorstellung, die macht Lust aufs Buch und Basteln – wir haben nämlich einen 1A Minibach in Fahrradausflugnähe, auf dem ich mir so ein Floß bestens vorstellen kann :-) LG Alexandra und Julia

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