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„Schau hin!“: Der Medienguide für die gesamte Familie

„Was dein Kind mit Medien macht“ heißt es im Untertitel der Smartphone App „Schau hin!“ Hier Berlin ist das ja eher umgekehrt: Was deine Eltern so mit Medien machen. Scherz beiseite. Medien sollten natürlich der gesamten Familie Spaß machen. Und damit der Spaß nicht zum Albtraum wird, braucht es natürlich auch gewisse Kompetenz. Mit dem „Schau hin!“ Medienguide gibt es eine App, die sich an die gesamte Familie richtet. Ein Selbstversuch.

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Auf meinem Telefon tummeln sich mittlerweile viele Apps, die mein Leben eigentlich einfacher machen sollten. Apps für mich persönlich, aber auch Spiele für meine Tochter. Eine App für mich als Vater hingegen, die fehlt derzeit noch gänzlich. Bis vor kurzem jedenfalls. „Schau hin!“ ist eine Initiative des Bundesfamilienministeriums, DAS ERSTE, ZDF und man beachte: der Burda Programmzeitschrift TV Movie. Neben der Internetpräsenz schau-hin.info gibt es auch eine Smartphone App.

Schau hin: Was bietet die App eigentlich?

Eltern sollten einen, sagen wir mal, guten Einfluss auf die medialen Gewohnheiten ihrer Kinder haben. Meistens jedenfalls. Vorbild sein und Vorbild bleiben, das kann anstrengend sein. Der „Schau hin!“ Medienguide will uns Eltern bei der schwierigen Aufgabe namens Medienerziehung unterstützen. Bevor Kinder nämlich zu digitale natives werden, brauchen sie eine gewisse Grundkompetenz, die sich nicht von allein einstellt.

Hierfür bietet die App allerlei Hilfestellungen wie „Wie richte ich eine Spielekonsole sicher ein“ oder auch sensiblen Themen wie Cybergrooming oder auch ganz klassisch zum TV-Konsum. Darüber hinaus gibt es sorgsam kuratierte News, Tipps zu altersgerechten Angeboten (siehe Medienbriefe für Kinder zwischen drei und 13 Jahren) sowie App-Empfehlungen und viele weitere weitreichende Zusatzinfos. Schönes Feature: die Feedback-Funktion. Hier kann man ganz individuelle Fragen zum unterschiedlichen Themen, aber auch konkreten Apps etc. stellen.

Besonders unterhaltsam: der gemeinsame Medienquiz für Eltern und deren Kinder. Ich erreiche ja regelmäßig viele Sterne. Hier geht es um so simple Einsteigerthemen wie „Was ist ein geeigneter Alias-Name“? Sollte diese Teile des echten Namens oder gar ein Geburtsdatum enthalten? Nein, natürlich nicht. Uns ist das klar, Kindern sollte dies umso klarer werden, denn je natürlicher die mediale Nutzung erscheint, desto offenherziger geht man damit um. Das ist völlig normal. Umso schöner, dass die „Schau hin!“ Initiative das Thema verspielt sachlich angeht, ohne den hysterischen Zeigefinger zu heben!

Der Johnny und die Medien

Meine Tochter wird in dieser Woche drei Jahre alt. Genau das richtige Alter, um sie an das mediale Feuerwerk zu gewöhnen, welchem ihr Vater sich erst näherte, als er doppelt so alt war wie sie. Hello, C64 my old friend. Hallo Zockernächte mit den Nachbarskindern. Praktisch, dass auch der erste Schau hin!-Medienbrief mit Richtlinien und Erfahrungswerten sich an Eltern mit Kinder im Alter ab drei Jahren richtet.

Was wir so gucken? Tierdokus. Die Zoo-Serien der Öffentlich-Rechtlichen. Hier und da eine Zeichentrickserie. Letzteres meist, wenn meine Tochter krank und fiebrig ist. Auch das Handy versuch ich, weitestgehend wegzulassen, wenn ich mit meiner Tochter unterwegs bin oder mit ihr interagiere. Es gelingt mir zusehends, aber eben auch nicht immer. Allerdings nutze ich das Handy nicht, um sie davor allein zu parken. So oder so, es geht nicht darum, immer perfekt zu sein, sondern zu wissen, was man seinem Kind zumuten kann. Es geht darum, sich bewusst zu machen, wie sich die mediale Welt darstellt – für ein Kind. Hierfür ist die „Schau hin!“ Initiative eine gute Anlaufstelle.

Mein Fazit

Um es also in wirklich aller Kürze zu sagen: Ein rundum sorgsam erstelltes Web-Portal in die Form einer App gegossen. So kann man es zwischendurch öffnen und reinlesen und sich die wichtigesten Infos noch einmal vergegenwärtigen. Download? unbedingt! Die App ist für iOS wie auch für Android kostenfrei verfügbar:

iOS Version

Android Version


Als bloggender Vater einer dreijährigen Tochter schreibt Johnny über das Familienleben zwischen Kita, Kleinkind und Vereinbarkeit.

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