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Vorlesebuch: „Der kleine Weihnachtsteufel“ von Ann...

Vorlesebuch: „Der kleine Weihnachtsteufel“ von Anna Lott und Nikolai Renger – dtv junior

Vorlesebuch: „Der kleine Weihnachtsteufel und der verflixte Wunschzettel“ von Anna Lott und Nikolai Renger - dtv junior

Moment, ein Halloweenteufel, der eigentlich lieb ist, Glitzerkram mag und viel lieber ein Weihnachtsteufel wäre? Otibuk heißt dieser kleine Wicht, den Autorin Anna Lott und Illustrator Nikolai Renger (Hallo Mozart, Hallo Robinson) zu Weihnachten auf unsere Vorlesecouch bringen. Wird aus dem Teufel aber wirklich ein Engel? Wird er nicht nur Weihnachten beinahe ruinieren, indem er einen Wegwünschwunsch erfüllt, sondern es gemeinsam mit dem Weihnachtsmann noch retten können? Hat der Oberteufel wirklich den stinkendsten Pups? Und was will der Osterhase hier eigentlich schon wieder? „Der kleine Weihnachtsteufel und der verflixte Wunschzettel“ ist ein Vorlesebuch mit großen Träumen, denen man manchmal folgen muss – aus dem Hause dtv junior.

Inhalt: Der kleine Weihnachtsteufel und der verflixte Wunschzettel – Anna Lott und Nikolai Renger

Otibuk heißt der ungewöhnliche Halloweenteufel, der eigentlich nur an eben jenem Feiertag aufwacht, um genau dann seiner Tätigkeit nachzugehen. Dieses Mal ist alles anders. Draußen ist alles weiß, die anderen Teufel schlafen noch. Und die große Klappe nach draußen ist auch verschlossen. Was ist passiert? Da begegnet er ganz unverhofft zwei Glitzerwesen, die sich im Schnee verflogen haben. Es sind zwei Engel. Denen folgt der eigentlich liebe Otibuk in dem festen Vorhaben, sich als Weihnachtsengel zu bewerben. So ganz wohl fühlt er sich der im Vergleich etwas klein geratene Teufel mit den anderen Halloween-Teufeln nämlich nicht. Otibuk mag Funkelkram und Glitzerschnee. Er hält sich an Versprechen und ist eigentlich sehr nett zu Menschen. Ein echter Teufel sollte doch aber Menschen erschrecken, oder?

Otibuk folgt also heimlich den beiden Engeln bis in die Wunschzentrale. Dort aber wird er natürlich entdeckt und fliegt nach einer Begegnung mit dem Weinfassmann (dem Weihnachtsmann) hochkant wieder raus. Otibuks Ansinnen scheitert. Als er aber zurück auf der Erde ganz unverhofft den Wunschzettel von Jannike entdeckt, will er sich natürlich beweisen – und erfüllt des Kindes Wunsch. Das Problem daran: Jannike wünscht sich ihren Bruder Phillip fort. Dieser scheint indes ganz und gar lieb zu sein. „Flupp“ macht’s und schon hat Otibuk Philipp in einen Wunschzettelsack gesteckt und ist fort.

Hier beginnt das Weihnachtsabenteuer, denn natürlich muss und will Otibuk seinen Wegwünschwunsch wieder rückgängig machen. Doch es kommt noch schlimmer, denn Krako, der oberste Teufel hat sich Phillip geschnappt. Kein Wunder, denn Otibuk hat ihn in seiner Not höchstselbst zu ihm gebracht. Werden Otibuk und der Weihnachtsmann es noch rechtzeitig schaffen, den Jungen zu retten? Und wird der Halloweenteufel doch noch so etwas wie ein Glitzerwesen? Und wird es wirklich noch ein teuflisch-schönes Weihnachtsfest geben? Und was hat eigentlich der Osterhase schon wieder damit zu tun?

Meine Einschätzung als Weihnachtshase

„Der kleine Weihnachtsteufel und der verflixte Wunschzettel“ von Anna Lott ist eine schräge Weihnachtsgeschichte, die man aber dafür umso unterhaltsamer gemeinsam lesen kann. Dann, wenn es draußen schon wieder dunkel ist. Oder es regnet. Oder beides. Die offizielle Leseempfehlung liegt bei Kindern im Alter von sechs bis neun Jahren. Selbstleser also, aber die im Blocksatz daherkommenden Sätze eignen sich doch noch besser zum Vorlesen, als denn zum Selbstlesen. Und das ist gut so, was würde mir sonst alles entgehen?

Passenderweise gliedert sich das Vorlesebuch in 24 Kapitel, die sich ihrerseits über drei bis vier Doppelseiten erstrecken. Eigentlich perfekt geeignet, um es als eine Art Adventskalender zu nutzen. Ein Tag, ein Kapitel. Ob das Zufall ist? Die Illustrationen von Nikolai Renger erschaffen in Verbindung mit der Geschichte zudem aus dem eigentlich etwas düsteren Teufel-Thema eine sehr zugängliche und offene Atmosphäre. Geht es in der Geschichte aber wirklich nur um den Teufel? Oder geht es viel mehr darum, dass man manchmal falsche Entscheidungen trifft, weil man sich etwas so sehr wünscht? Und das es vielleicht ok ist, mal danebenzuliegen, solange man die Chance bekommt, diesen Fehler wieder gutzumachen? Dass man auch unmöglich scheinende Träume haben darf? Das sind rhetorische Fragen, ist klar, oder?

Fazit

Eine pups-abenteuerliche Weihnachtsgeschichte mit schaurig-lustigen Momenten – und am Ende darf der Osterhase natürlich auch nicht fehlen.

Der kleine Weihnachtsteufel und der verflixte Wunschzettel
Anna Lott (Autorin), Nikolai Renger (Illustratorin)
Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (21. September 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783423762311
ISBN-13: 978-3423762311
ASIN: 3423762314
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 6 – 9 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 17,4 x 1,7 x 24,2 cm


Als Alleinerziehender und bloggender Vater einer vierjährigen Tochter schreibt Johnny über das Leben als Einelternfamilie - und über Kinderbücher.

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