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Vorlesebuch: „Kuschelflosse – Mein blubberbl...

Vorlesebuch: „Kuschelflosse – Mein blubberblaues Vorlesebuch“ von Nina Müller – Magellan Verlag

Fellfisch Kuschelflosse, genannt: Kuschel und seine wasseraffinen Kumpanen sind ja in vielen Kinderzimmern schon eingezogen – völlig zurecht auch. Die Kinderbuch-Reihe von Nina Müller begleitet mich selbst auch schon einige Zeit, aber bisher habe ich sie mir immer nur ohne Tochter vorgeknöpft. Nun gibt es seit heute mit „Mein blubberblaues Vorlesebuch“ die ersten beiden Bände der insgesamt drei Kuschelflossen-Geschichten – wie immer ganz verspielt, fantasievoll und unerwartet. Und wer wäre ich, dem blubberblauen Vorlesebuch zu widerstehen! Oder es meiner Tochter vorzuenthalten. Ein plitscherndes Vorleseabenteuer.

Synopsis: Kuschelflosse – mein blubberblaues Vorlesebuch

Wer die Kinderbücher von Nina Müller noch nicht kennt: Fellfisch Kuschelflosse lebt gemeinsam mit seinen Freunden Seebrillchen Sebi, der Schwimmerdbeere Emmi (ja, eine schwimmende Erdbeere) und dem Kofferfisch in Fischhausen. Mittlerweile gibt es schon zwei Bände der Kuschelflosse – der dritte Band „Kuschelflosse und der knifflige Schlürfofanten-Fall“ kommt übrigens zeitgleich (lies: heute) mit diesem Sammelband in den Handel. Wer also noch keine Bekanntschaft geschlossen hat, findet hier schnell und kompakt den Anschluss an Kuschel und Co.

 

Band 1: „Das unheimlich geheime Zauberriff“

In der ersten Geschichte treffen wir auf Kuschelflosse, als er nichtsahnend auf einem geheimen Sender seines im Unterwasserradios etwas über ein geheimnisvolles Riff hört. Dort soll ein Zauberschildkröte leben, die Wünsche erfüllen kann. Enthusiastisch macht sich Kuschel gemeinsam mit seinen Freunden auf den langen Weg zum Zauberriff, ist doch klar. Nun beginnt etwas, was man beim Film wohl „road movie“ nennen würde. Auf ihrer Reise begegnen den vier Freunden allerhand witzige bis absurde Abenteuer – sei es die Episode mit dem verbotenen Stöpsel oder die Ankunft im Grinsegras-Tal. Ob sie aber tatsächlich das Zauberriff erreichen werden? Nun, ich verrate nicht zuviel, wenn ich sagen: Ja, natürlich erreicht die Reisegruppe ihr Ziel. Ob es aber die Zauberschildkröte wirklich gibt und ob diese auch in echt Wünsche erfüllen kann? Vielleicht…

 

Band 2: „Die blubberbunte Weltmeisterschaft“

Im kuscheligen Zuhause der Kuschelflosse gibt es plötzlich ein sehr lautes Geräusch! Aufgeschreckt eilt er zum Briefkasten, denn meist ist es der Postfisch, der diesen Lärm verursacht. Dieses Mal ist es aber keine Postkarte oder gar ein Brief, Nein, dieses Mal liegt eine Flaschenpost im Kasten. Ihr Inhalt: eine Einladung zur großen Blubberweltmeisterschaft. Vom Ehrgeiz gepackt, lassen sich Kuschelflosse und seine Freunde natürlich nicht lange bitten – und machen mit. Hier geht es allerdings nicht um Sport, wie man meinen könnte, sondern um Erfindungen. Doch die Konkurrenz ist groß, immerhin haben sich mit dem Riesenpupsfisch, dem bösen Blubberkäfer oder dem Seeblubberballett aus Neuschwanland ernstzunehmende Konkurrenten zur blubberbunten Weltmeisterschaft angemeldet.

Die Idee für ihren Beitrag ist sodann auch schnell gefunden: als „Blubberbande“ wollen sie ine Mango-Blubber-Maschine bauen. Hierfür holen sie sich die Hilfe von dem blitzschnellen Professor Maschinenblitz, bevor sie jedoch unverhofft im verrückten Fischstäbchen-Labyrinth landen. Irgendwas passiert nämlich immer, wenn die vier Freunde unterwegs sind – und meist ist es etwas ganz Unverhofftes. Ob sie aber den so nötigen Mangobaum finden werden? Ob sie die Maschine überhaupt fertig bauen? Und ist der erste Platz wirklich so wichtig? Tja, wer weiß, wer weiß!

Meine Einschätzung als Vorlesefisch

Die Kapitel beider Geschichten erstrecken sich auf vier bis fünf Doppelseiten und teilen sich hier natürlich den Raum mit schönen, großformatigen Illustrationen. Man darf aber nicht vergessen, dass es sich bei beiden Geschichten eben um vollwertige Bücher handelt. Eine Geschichte besteht aus mehreren Kapiteln, die man entweder am Stück oder mit Pausen für Gespräche lesen kann. Allein aber die Länge spricht schon deutlich für die Leseempfehlung, die hier bei Kindern ab vier Jahren liegt. Ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen und sagen, dass Kinder zwischen fünf und sieben erst so richtig in die Welt der Kuschelflosse mit all ihren fantastischen Wertschöpfungen und Ideen eintauchen können. Als Vorlesepapa bin ich ab dem ersten Satz schon voll dabei, muss ich ja gestehen.

Wortreich, kreativ, unerwartet. Auch finde ich in den Sätzen immer wieder eine schöne Melodie zum Vorlesen, so dass ich das Buch wirklich gerne mit meiner Tochter zur Hand nehme. Allerdings ist sie mit ihren dreieinhalb Jahren und trotz ihre großen Vorleseerfahrung noch etwas überfordert mit der Länge der Geschichten. So lesen wir immer nur kapitelweise, was aber auch ganz gut funktioniert. Sie liebt die Wortspiele – das hat sie von mir!

Fazit

Kurzweilige, spannende und fantasievolle Geschichten mit liebenswerten Charakteren. Ich liebe die Wortschöpfungen von Nina Müller sehr, auch wenn meine Dreijährige vielleicht noch etwas mehr Zeit braucht, diese wirklich zu verstehen.

Kuschelflosse – Mein blubberblaues Vorlesebuch
Nina Müller
Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
Verlag: Magellan; Auflage: 1 (18. Januar 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3734828309
ISBN-13: 978-3734828300
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 4 – 6 Jahre


Als bloggender Vater einer dreijährigen Tochter schreibt Johnny über das Familienleben zwischen Kita, Kleinkind und Vereinbarkeit.

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