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Weihnachtsbilderbuch: „Wer hat den Lebkuchen stibi...

Weihnachtsbilderbuch: „Wer hat den Lebkuchen stibitzt?“ von Maria Stalder – Atlantis

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Wenn es in einer Geschichte einen Winterwald, einen Fuchs und ein Blech voller Lebkuchen zu erlesen gibt, dann ist eines sonnenklar klar: Weihnachten kommt! „Wer hat den Lebkuchen stibitzt?“ von Maria Stalder ist kürzlich im Atlantis Verlag erschienen und definitiv eine wunderbare Ergänzung im saisonalen Bücherregal. Die handgemalten Illustrationen, die Geschichte vom hungrigen Fuchs und die Tatsache, dass es hier nicht nur um Weihnachten, sondern auch um große Gesten statt großer Worte oder Entschuldigungen geht, überzeugen mich als Vorlesepapa ja sofort, ne. Und was sagt die Tochter? Tochter mag den Fuchs… und wer nicht!

Synopsis: „Wer hat den Lebkuchen stibitzt?“ von Maria Stalder

Arne hat gebacken. Schnell holt er die noch heißen Lebkuchen aus dem Backofen, um sie klassisch am offenen Fenster abkühlen zu lassen. Einen Lebkuchen will er für sich behalten, die restlichen hat er dem Nikolaus gebacken. Natürlich trägt der Wind den leckeren Geruch des Gebäck in den Wald hinaus. Dort erschnuppert ihn hungriger und doch recht neugieriger Fuchs. Geschickt will dieser einen Lebkuchen stibitzen, doch natürlich macht er dabei einen Heidenlärm – und das Blech fällt in den Schnee. Geradeso kann er noch ein Stück erbeuten, doch nun sind es nicht mehr genug Lebkuchen für den Nikolaus…

Und als dieser vor der Tür steht, opfert Arne den Lebkuchen, den er eigentlich für sich selbst gebacken hatte. Der Fuchs bekommt ein schlechtes Gewissen, weiß aber nicht, wie er sich bei dem Mann entschuldigen soll. Er ist eben kein Fuchs der großen Worte. Dann aber findet er doch einen sehr versöhnlichen Weg, sich nicht nur zu erkennen zu geben, sondern auch bei Arne zu entschuldigen…

Mein Eindruck als Lebkuchenpapa

Backen, Lebkuchen und ein verschneiter Wald? Ja, die Weihnachtssaison ist im vollen Gange. Zeit also, die Weihnachtsbücher wieder aus der Schublade zu holen und einige neue Exemplare hinzuzufügen. „Wer hat den Lebkuchen stibitzt?“ von Maria Stalder ist bei Atlantis erschienen und könnte kaum geeigneter sein, um sich langsam auf die weiße Jahreszeit einzustimmen. Das Thema dient im Grunde nur als Leinwand, um die eigentliche Geschichte, nämlich die des Fuchses und der Entschuldigung zu erzählen.

Welches Kind hat nicht mindestens einmal heimlich etwas getan, was es hinterher bereut hat? Und dann den Mut aufzubringen, dies einzugestehen? Nein, das ist gar nicht so einfach. Manchmal aber ist es vielleicht einfacher, Gesten sprechen zu lassen, als große Worte. Diese Idee finde ich ganz wunderbar, weil auch meine Tochter sich hier gut wiederfindet. Trotz ihres großen Wortschatzes, ist sie oft sehr zurückhaltend – auch mit Worten. Manchmal wirft sie sich lieber in meinen Arm und ich weiß dann schon bescheid. Ganz ähnlich wie der Fuchs.

Auf 13 Doppelseiten wird in je zwei bis vier Sätzen eine Geschichte erzählt, die von Umfang und Thema gut zu meiner dreijährigen Tochter passt. Offiziell richtet sich das Buch an Kinder zwischen vier bis sechs Jahren. Dank der zurückhaltenden Erzählung und dank besonders der handgemalten Illustrationen (mit Ölfarben?) gehe ich sogar soweit, dass selbst Zweijährige hier gut mitkommen. Übrigens: Text und Illustrationen stammen beide von Maria Stalder.

Fazit

Eine Geschichte von großen Gesten und kleinen Worten, die vor dem Hintergrund der Weihnachtssaison ganz wunderbar als Geschenk geeignet sind. Besonders für Kinder ab drei Jahren – eventuell auch schon eher.

Maria Stalder
Wer hat den Lebkuchen stibitzt?
Taschenbuch: 32 Seiten
Verlag: Atlantis (8. September 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3715207345
ISBN-13: 978-3715207346
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 4 – 6 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 23,6 x 1 x 27,4 cm


Als bloggender Vater einer dreijährigen Tochter schreibt Johnny über das Familienleben zwischen Kita, Kleinkind und Vereinbarkeit.

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