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Wochenende in Bildern: Heute mal‘ ich, morge...

Wochenende in Bildern: Heute mal‘ ich, morgen back‘ ich und dann nochmal von vorn #111

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Das Wochenende in Bildern will mal wieder hoch hinaus, nur um dann zu merken: Och, nee, doch nicht. Und so verstecke nicht nur ich mich vor der Arbeit, sondern auch das Wochenende vor mir. Und wer diesen wirren Gedankengängen jetzt tatsächlich noch folgen kann, der wird mit den kommenden Bildern eine helle Freude haben. Oder sich eben fragen, was hier eigentlich los ist? Also, wie wäre es zum Beispiel mit Handwerkerarbeit aus Akademikerhänden? Oder wie wir hier sagen würden: heute mal‘ ich, morgen back‘ und morgen, ja morgen… naja, morgen haben die Ratten Ausgang und wir backen Plätzchen statt Brötchen. viel Spaß!

Wochenende in Bildern: Freitag und Samstag

 

Wenn man einfach mal fertig für ein langes Wochenende ist, es aber noch gar nicht angefangen hat. Wenn man sich vor der Arbeit verstecken mag, aber eigentlich auch sonst nichts anderes tun möchte. Naja, so ungefähr jedenfalls. Nachdem gestern das Entlüften der Badheizung in einem schwarzen Meer aus Dreck und Wasser endete, war mir heute also nach etwas mehr, sagen wir mal, weiß. Die Fliesen in der Küche brauchten einen neuen Anstrich. Also Anlauger drauf, angeschliffen und zweimal drübergepinselt – fertig. Leider war das mit meinem Pulli nicht mehr möglich. Den hat das Heizungswasser gestern leider vollends vernichtet… farblich jedenfalls. Da helfen auch keine chemischen Mittelchen. Übrigens: Wer kein Terpentin zu Hause hat, kann Lack- und Farbreste auch wunderbar mit altem Kaffeepulver entfernen. Dies wirkt mit Wasser wie Waschpaste, riecht indes aber wesentlich besser und pflegt die Hände schon beim Spülen. Sie wissen schon, was ich meine…

 

Und weil weiße Fliesen allein ja auch irgendwie langweilig sind, beginnen wir den Samstag mit selbst gemachten Brötchen. Wussten Sie eigentlich, dass ich früher tatsächlich mal Bäcker werden wollte? So ein grundsolider Handwerksberuf, das hat mich schon immer fasziniert. Dass ich dann aber doch an der Uni gelandet bin, hatte dann eher romantische Gründe, die ich nicht näher ausführen möchte. Nur soviel: Kinder, vergesst die Uni! Macht lieber eine Ausbildung – danach könnt ihr immer noch studieren! Glaubt einem alten, weisen Mann!

 

Szenenwechsel. Im Café mit angeschlossenem Kinderspielbetrieb gönne ich mir Choquettes, lies: französische Windbeutel. Schlimm, wie dieser ehemals so dreckige Bezirk langsam vor die Hunde geht. Ganz, ganz schlimm und… waff?

 

Aber hinterher immer schön die Zähne putzen, ne! Das Thema wird bald schon, nämlich am Freitag hier sehr prominent werden. Ich sage nur: Johnnys janz entspannte Adventsverlosung! Seid mal schon gespannt, da gibt es nicht nur was auf die Zähne, sondern auch schöne Sachen für in den Stiefel oder sogar unter den Baum.

 

Der Abend klingt aus mit etwas Netflix-Entertainment. Eben so wie gestern auch. Aber über die zweite Staffel „Designated survivor“ möchte ich nichts erzählen. Kein Fokus, keine Vision, sondern einfach nur Realitätsflucht in ein Amerika, dass nicht von Trump regiert wird. Verständlich, aber leider mit sehr viel… Pathos. Pathos ohne Vision – das kann ich leider gar nicht. „The Punisher“ macht mich am Samstag zumindest neugierig:

Ein Soundtrack mit Metallica, als sie noch Metal waren und nicht beliebige alte, weiße Männer. Und mit Johnny Cash. Und Frank Sinatra. Und Shane von „The Walking Dead“… na mal schauen, ne (pun intended). Wahrscheinlich sollte ich etwas weniger in die Glotze starren. Doch seitdem ich meinen Apple TV gegen den Fire TV von Amazon getauscht habe (Danke, Cyber Monday) muss ich sagen: Sieht gut aus. Lässt sich gut steuern. Dagegen fühlt sich das, was Apple da treibt, unfertig und halbherzig an. Und das sagt der Typ mit einem Apple-Gerät in jeder Gerätekategorie. Also fast jeder.

Wochenende in Bildern: Sonntag

Der Sonntag beginnt spektakulär. Mittlerweile kann man nämlich von unserem Fenster aus selbst tagsüber die Ratten beobachten, wie sie völlig ungeniert umherstreunen. Dies an sich ist aber natürlich keine Zutat für einen spektakulären Morgen, oh nein! Dieses Mal hat sich eine ganze Horde Ratten auf dem Mittelstreifen zusammengetan. Wir beobachten sie, wie sie wuseln und beratschlagen und versuchen, einen Baum zu erklettern. Sie scheitern kläglich, geben aber nicht auf. Hach, sie sind uns doch so ähnlich, diese Stadtratten. Wie sie da so eine nach der anderen von dem Baum plumpsen… leider konnte ich das mit meiner Festbrennweite nicht ordentlich einfangen.

Na gut, nach so viel wildem Abenteuer würde ich mir das Treiben eigentlich ganz gerne mal aus der Nähe anschauen. Tochter lässt sich aber so gar nicht motivieren. Das läuft dann genau wie immer. Sie weigert sich einfach solange rauszugehen, bis es draußen endlich dunkel wird – und das Abendbrot auf dem Tisch steht. Also mache ich das einzig Sinnvolle aus der Situation: Plätzchen. Klar, wo wir ja eh schon so im Backflow sind. Aber was soll ich sagen, immerhin muss die kiloschwere Falschlieferung aus Mehl und Zucker verarbeitet werden. Tja nun. Für die passende Weihnachtsunterhaltung sorgt die Tigerbox. Die wird schon seit Tagen wieder zwischen Wohn-, Schlaf- und Badezimmer hin und her getragen.

Das viele Teignaschen führt natürlich dazu, dass sich die abendliche Mahlzeit, die sonst ganz regulär auf dem Plan steht, sagen wir mal, auf den morgigen Tag verlagert werden musste. Und das gilt für alle Beteiligten. Aber mal was anderes: morgen wird gefastet. Für zwei Wochen. Da kann der Irre vom Familienbetrieb mit seinen fünf Tagen Saftfasten sowas von einpacken… oh.

Mehr Wochenende in Bildern gibt es wie immer im gut sortierten Linkup von Frau Mierau. Los, rüberschauen, ist schön da!


Als bloggender Vater einer dreijährigen Tochter schreibt Johnny über das Familienleben zwischen Kita, Kleinkind und Vereinbarkeit.

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