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Wochenende in Bildern: Winterfeeling im Wedding #3...

Wochenende in Bildern: Winterfeeling im Wedding #32

Wochenende in Bildern

Ein furioses Wochenende in Bildern liegt hinter uns. Während die Nachbarn uns zwei Tage lang mit ihrer langweiligen Partymusik aus der Fassung zu bringen suchten, gab es bei uns verrücktestes Wasch-Tag-Entertainment in Reinform gepaart mit spektakulärem Papa-Yoga auf der Matte (lies: Teppich). Eindeutiger Höhepunkt ist mein Ein-Kufen-Stunt auf dem „Knochenbrecher“. Leider nicht in Bildern festgehalten. Ja, dies und viele weitere klassische Puffotter-Geschichten jetzt, im Wochenende in Bildern. Viel Spaß.

Wochenende in Bildern: Samstag

Für meine Kleene und mich ist’s heute nur ein mittelmäßiger Tag. Es war eine anstrengende Woche und ich selbst spüre den kalten Hauch des Todes im Nacken* (eine kleine Erkältung) herannahen.

Meine Tochter schläft heute natürlich nicht im Bett und auch nicht auf mir, sondern auf meinem Arm. Eineinhalb Stunden in einer Haltung, die erfahrene Eltern-Yogis als „Herabschauender Papa mit gestreckten Armen in Berghaltung“-Asana kennen. Aus Verzweiflung oder purer Lust zur Selbstkasteiung schalte ich den Fernseher an und schaue eine Doku über eine deutsche Anti-Terror-Einheit. Hätte ich jetzt bloß schon eine voll entfaltete Männergrippe, ich würde den Schmerz wenigstens nicht mehr spüren.

Ein Bekannter von mir ist ebenfalls bei dieser Truppe gelandet. Es ist schon erstaunlich, wie viele Menschen aus ehemals linken Zusammenhängen später bei Polizei und Bundeswehr landen. Es muss wohl an der Sehnsucht nach Struktur und Kasernenton liegen.

 

Seit einiger Zeit schon verhält sich mein Magic Trackpad sehr träge, wenn es darum geht, morgens an die Arbeit zu gehen. Es verbindet sich einfach nicht mehr. Ganz wie sein Besitzer. Der ist morgens nämlich auch eher träge und, sagen wir mal, ohne Verbindung.

Bei Menschen helfen ja sanfte Schläge auf den Hinterkopf, wenn sie mal hängen sollten. Habe ich mir sagen lassen. Und sagen wir es mal so: bei magic track pads hilft es eher so mittel.

 

Kennen Sie das, wenn man samstagabend mal so richtig verrückt ist? Ich falte fremde Handtücher, Waschlappen und Lätzchen und bringe sie in einer Ikeatüte in den Kinderladen. Was man eben so macht, wenn das Kind endlich schläft.

Auf dem Rückweg müssen sich schon ein bis zwei Millimeter Schnee über den Asphalt gelegt haben, da sehe ich einen Schal. Ohne Hals. Einen echten Burberry. Wow. Ich hebe ihn auf. Welch fataler Fehler. 24 Stunden später riechen meine Hände immer noch etwas, das mit „ungarische Puffotter“ noch milde umschrieben wäre.

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen seriösen, ungarischen Puffottern entschuldigen. Es war scherzhaft gemeint. Ja, wirklich. Schauen Sie, einige meiner besten Freunde sind ungarische Puff.. kennen Sie diese Momente, in den sie das Gefühl haben, sie sollten lieber aufhören zu schreiben?

Wochenende in Bildern: Sonntag

Was ich an meiner Tochter morgens manchmal mag? Wenn sie die erste Brüllattacke hinter sich hat, dann ist sie eigentlich immer noch müde. Dann stellt sie sich schlafend. Oder sie befiehlt allen, im Bett zu bleiben. Und heute ist der einzige Tag, an dem man ihrem Befehl bedenkenlos Folge leisten kann.

Und während meine Freundin schon aufstehen darf, muss ich noch für eine Weile mit Tochter im Bett liegen und mein Kissen mit ihre teilen. Vatersein ist kein Zuckerschlecken, Freunde.

 

Berlin ist eine Stadt mit Bergen, Flüssen und Tälern. Das ist manchen Zugezogenen, die beispielsweise aus dem Süden Deutschlands zu uns kommen manchmal gar nicht so bewusst. Im Afrikanischen Viertel, also dort, wo wir leben, gibt es sodenn mindestens vier Möglichkeiten, mit dem Schlitten den Berg hinunter zu rodeln.

Wir entscheiden uns gemeinsam mit den Nachbarn für den „Knochenbrecher“ im Goethepark. Der „Knochenbrecher“ ist die Kinder-Rodelbahn, denn sie ist nicht sonderlich steil. Dafür hat sie einige, nennen wir es mal Höhen und Tiefen zu bieten. Mein Ein-Kufen-Stunt wird aber leider trotzdem nicht im Bild festgehalten. Dann muss halt das Parkpanorama herhalten. Wie viel Spaß Schlittenfahren doch macht. Hui. Wenn meine Tochter mal groß ist, dann trauen wir uns bestimmt auch mal an die Todesbahn in den Rehbergen. Das wird super.

Meine Freundin hat ohne meine Erlaubnis Besuch für heute eingeladen. Als ich höre, dass es Pizzazopf als Abendessen geben wird, bin ich aber sofort wieder versöhnt. Außerdem ist der Besuch ja auch sympathisch, also ist ein lauter, aber schöner Abend. Auch, wenn ich bis dato nicht wusste, was ein Pizza-Zopf sein soll – aber nichts mit dem Wort „Pizza“ drin, könnte jemals schlecht sein, oder? Außer vielleicht Pizza-Suppe. Da ist nämlich in echt gar keine Pizza drin. Sorry.

 

Morgen, also am Montag wird der WDR den zweiten Teil der Reportage „Väter – die neuen Helden“ über den Sender laufen lassen. Ich habe mir vorab schon einmal einen Überblick verschaffen dürfen. Während man den ersten Teil noch mit Wohlwollen betrachten konnte, muss man nach dem zweiten Teil als Ganzes aber leider konstatieren: schön anzuschauen, inhaltlich und handwerklich aber leider unter dem Schnitt. Die Darstellung moderner Väter scheint viele immer noch einfach zu überfordern, dabei ist es eigentlich doch ganz einfach. Woran liegt das?

Mit diesen zwiespältigen Eindrücken endet dieses Wochenende in Bildern auch schon wieder. Mal wieder ging alles viel zu schnell und natürlich freue ich mich schon auf das nächste Wochenende.

 

In diesem Sinne:


Als Alleinerziehender und bloggender Vater einer vierjährigen Tochter schreibt Johnny über das Leben als Einelternfamilie - und über Kinderbücher.

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  1. Rike

    18 Januar

    Ich würde gern mal die Wochenenden tauschen… ruf mich zwecks Terminabsprache an!

    PS. Irgendwie ist das Foto von Johnny´s Hals in Burberry abhanden gekommen, ich kann es jedenfalls nicht sehen. Guck mal nach, woran es liegen könnte.

    • johnny

      18 Januar

      Mein Büro wird Dein Büro in den nächsten Tagen kontaktieren! ;) Aber mensch, den Schal kann ich doch erst anlegen, wenn ich ihn gewaschen habe. Was sollen denn die Leute denken? Bis dahin liegt er in der Wäscheablage im Haushaltszimmer.

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