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Wochenende in Bildern: Jubiläumswoche im Wedding #51

Geburtstagsgirlande auf dem Zeppelinplatz

Ich weiß noch, wie alles angefangen hat. Damals, als ich mein allererstes „Wochenende in Bildern“ verfasst und online gestellt habe. Es war alles so neu und ganz schön aufregend. Mittlerweile liegt dieses wichtige Blog-Ereignis ganze 52 Wochen hinter uns. Und seitdem gab es nur eine einzige Woche, in der ich es habe ausfallen lassen müssen. In unserem Alltag war von dem Jubiläum indes nur wenig zu spüren. Schön war’s trotzdem. Meistens jedenfalls.

Wochenende in Bildern: Samstag

Das Wochenende beginnt mit der sich langsam, aber sich Bahn brechenden Erkenntnis: das mit dem Vorstandsvorsitz, das war gar kein schlechter Traum. Es passier wirklich. Mein Vorgänger, nicht ganz unglücklich über den plötzlich freigewordenen Platz im Regal, überlässt mir seine behördliche Altlast. Um was man sich alles so kümmern muss, wenn man sein Kind in einer Privateinrichtung betreut wissen möchte.

Und dann ertappe ich mich dabei, wie ich mir das ganz heimlich eigentlich gefallen will – nicht nur emotional für meine Tochter dazusein, sondern auch im institutionellen Rahmen. Das muss aber unter uns bleiben!

 

Zur Zeit ist vieles „Guck ma da, aua – hat gebutet sogar..“ Dass das „Aua“ schon einige Monate zurückliegt und es auch gar nicht geblutet hat, das wird sie wahrscheinlich nicht so bald verinnerlichen. Wie auch, wenn man noch kein echtes Zeitgefühl hat und irgendwas alles „gestern“ passiert ist.

Pflaster sind also derzeit der heiße Scheiß. Sie werden allerdings nur dosiert eingesetzt, sprich: von mir verteilt. In böswilliger Ermangelung von Pflastern erfindet meine Tochter einfach welche. Ein altes Band aus einer alten Tüte – und schon hat nicht nur sie, sondern auch der Bär „Auge aua“. Und das muss natürlich sofort abgebunden, also verarztet, also verpflastert werden.

 

Nach dem medizinischen Bärennotfall geht’s bei den ersten Sonnenstrahlen schon früh zum Spielplatz. In den ersten Stunden, sagen wir mal, so bis 11:00 Uhr sind wir mal wieder die einzigen Gäste in dieser Treibsandhölle. Irgendwann, es muss schon beinahe High noon gewesen sein, verirrt sich ein Vater mit Tochter zwischen die Gatter. Das Kind wird auf die Schaukel gesetzt, kurz geschnauft und dann auf die Bank gelegt – zum Schlafen.

Es muss ein sehr anstrengendes Mutter-Vater-Wochenende gewesen sein. Hoffe ich.

Meine Tochter ist jedenfalls müde gespielt und schläft nach einem kleinen Mittag erstaunlich schnell ein. Und ich auch.

 

Als ich aufwache, mache ich mich daran, schon mal das Abendessen vorzubereiten. Was man eben so macht. Aufräumen, kochen, Sand aus den Besucherritzen fummeln – Vereinbarkeit pur.

Wochenende in Bildern: Sonntag

Heute ist Kindergeburtstag. Ich bereite alles vor. Also den Nudelsalat. Der wird dann bloß nicht ganz so, wie ich mir das vorgestellt habe. Und während ich die Mitbringsel fertig schneide, backen Freundin und Tochter kleine Küchlein. Aus den vergangenen Wochenende in Bildern weiß ich, dass Bilder von geschnittenen Salaten irgendwie nicht so gut aussehen. Heute probier ich es erst gar nicht.

 

Der Hotspot-In-Spielplatz mit kurzlebigem Rindenmulch und drei Schaukeln für, schätzen wir mal, die Hälfte aller Kinder im Bezirk. Aber die weitläufige Wiese, die bei Kita-Erziehern regelmäßig für Schweiß auf der Stirn sorgen, eignen sich geradezu hervorragend, um dort herumzulümmeln. Oder eben auch, um dort Kindergeburtstage zu feiern. So wie heute.

 

Allzu lange bleiben wir aber nicht dort. Nach einem schlechten Start in den Tag, war auch auch mittag nicht an den sonst so dringend benötigten Mittagsschlaf zu denken. Und meiner Tochter stand der Sinn irgendwie auch nicht danach.

Mit der Folge, dass sie sich nicht so recht auf den Trubel und die Feier einlassen konnte. Sie schaffte es, ganz zwanzig Minuten nicht auf meinem Arm zu sein und anderweitig zu spielen. Danach waren ihre Reserven verbraucht. Wenn sie heute am späten Nachmittag also ein lautes Kind durch die Straßen haben brüllen hören: Huhu!

Der Rest des Tages, des Wochenende im Bildern im Grunde ist dann auch gar nicht weiter der Rede wert. Ich hoffe, bei Ihnen gibt es mehr zu erzählen. In diesem Sinne..


Als Alleinerziehender und bloggender Vater einer vierjährigen Tochter schreibt Johnny über das Leben als Einelternfamilie - und über Kinderbücher.

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