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Wochenende in Bildern: Der Herbst ist da – Eindrücke #71

Wochenende in Bildern - Spielplatz im Herbstlaub

Das Wochenende in Bildern kommt dieses Mal ganz ohne Zeitumstellung aus. Ja, so habe ich auch geguckt. So sicher wie eine Schweizer Bank schlief meine Tochter genauso lange wie sonst auch. Also fast jedenfalls. Statt dessen gibt es an diesem Wochenende eine Schubkarren-Badewanne, ein herbstliches Laub-Sand-Gemisch sowie natürlich etwas Entspannung in der Hängematte. Zumindest für einige von uns. Den Kuscheltieren zum Beispiel. Nicht für mich, soviel ist schon mal klar. „Frau Doktor Mama Löwe“ (the artist formerly known as Tochter) wünscht gute Unterhaltung und noch ein paar schöne, sonnige Sonntagsstunden!

Wochenende in Bildern: Freitag und Samstag

Meine Tochter oder wie sie seit Neustem nur noch genannt werden will: „Frau Doktor Mama Löwe“ ist ja immer für einen Paukenschlag gut. Leise Töne kann sie zwar auch, aber die lauten machen halt auch einfach viel mehr Spaß. Heute müssen wir schaukeln. Da es draußen vor der Tür aber eher nur so mittel angenehm wettert, erledigen wir das einfach drin – unter dem Tisch. Es braucht auch nur ungefähr zehn Kuscheltiere, die alle abwechselnd schaukeln dürfen, um so etwas wie heimelige Stimmung aufkommen zu lassen. Meine Aufgabe als Papa: anschubsen natürlich. Ja, Vatersein ist schon eines der schwersten drin wie draußen.

Beim kürzlichen ElternbloggerCafé durften die Kinder auf teils abenteuerlich großen Ausmalpostern von Malemal herumkritzeln. Da war ich ja schon neidisch. Jetzt habe ich zwei, Nein sogar gleich drei dieser übergroßen Ausmalposter endlich auch bei mir zu Hause. Leider habe ich es nicht ganz geschafft, sie auszupacken, ohne dass meine Tochter, Entschuldigung „Frau Doktor Mama Löwe“ es mitbekommt. Zum Glück haben eine recht große Wohnung – mit vielen Stiften. Wenn sie mich jetzt also entschuldigen würden, ich muss malen! MALEN! Teilweise sind die Poster nämlich derart kleinteilig, das auch Erwachsene ihre helle Freude daran haben. Ich denke, ich werde in der Adventszeit das eine oder andere Exemplar nochmal verlosen. Schließlich soll man den Spaß ja teilen, ne.

Was hingegen wunderbar klappt, während die Tochter, uff.. Entschuldigung.. „Frau Doktor Mama Löwe“ malt: ein heimliches Schaumkussbrötchen. Wie so eine echte Lia! Oder wie damals, auf dem Pausenhof, im Schüler-Café. Mit zerrissenen Jeans. Und Flanellhemd. Wie so’n echter Hipster. In den 90ern! Ich war schon zu hip, bevor es hip wurde, hip zu sein. Oder so ähnlich. Na gut, ich gestehe, ich war eigentlich niemals hip. Auch früher nicht. Früher war aber auch weniger Glukose-Fruktose-Chemie in den Schaumküssen. Damals hießen sie glaub ich auch noch Negerküsse. Irgendwie bin ich ja doch froh, dass diese Zeiten vorbei sind. Auch wegen der verschrobenen Kleidung-Stile.

Ein dreifaches „Uff uff!“, denn: Die Herbstverlosung biegt so langsam in ihre Zielgeraden ein. Das bedeutet, dass die Arbeit für mich jetzt erst so richtig anfängt. Es macht aber auch Spaß, so eine Verlosung zu veranstalten. Man selbst weiß ja auch nicht, wie es am Ende ausgehen wird. Morgen werden dann alle GewinnerInnen benachrichtigt. Auf Facebook, aber auch per Mail.

Wochenende in Bildern: Sonntag

Sonntag. Heute ist alles möglich. Dank der eigenen Ignoranz sowie der Intelligenz meiner technischen Geräte kann ich es mir erlauben, die Zeitumstellung einfach zu ignorieren. Die analogen Uhren in der Wohnung werden ohnehin nie umgestellt – der Rest erledigt sich von allein.

Schon im letzten Jahr war die Zeitumstellung ein Segen für meine Tochter und unsere täglichen Abläufe. Im Sommer war es hingegen eine Katastrophe von der sie sich nur sehr langsam erholt hat, Thema Mini-Jetlag. Heute aber noch ganz unbekümmert und immerhin vier Sonnenstunden geht es hinaus auf den Spielplatz. Irgendwo muss er ja sein, der Sand – versteckt unter all dem Raschellaub.

Demnächst wird im Block eine Wohnung frei. Genau genommen ist sie das sogar schon. Und wieder verlassen uns ein paar nette Nachbarn. Alleinerziehend mit Zwillingen. Jedenfalls bis vor Kurzem. Schon erstaunlich, wie wenige meiner Nachbarn ich kenne und vor allem, wie unsympathisch diejenigen sind, die ihnen bei Auszug folgen. Der Ortsteil wird immer begehrter. Und wenn selbst Menschen aus dem Prenzlauer Berg nicht in den Wedding ziehen, weil sie sich auch hier die Miete gar nicht mehr leisten könnten, dann ist das mindestens genauso absurd, als würde jemand aus’m Hamburger Schanzenviertel nicht nach Dresden in den Plattenbau ziehen, weil’s dort zu teuer ist. Nun ja.

Wir haben jedenfalls eine tolle Schubkarre abgegriffen – und sie spontan in eine „Badewanne“ umfantasiert. Nun ja! So ganz ladenfrisch ist sie zwar nicht mehr, aber nichts, was man nicht selbst noch herrichten könnte. Der erste Testlauf jedenfalls verlief gut und meine Frau Doktor Mama Löwe gibt ihre Daumen hoch!

Und das waren sie auch schon, die spärlichen Eindrücke vom Wochenende in Bildern. Mehr wie immer bei Frau Mierau auf’m Blog und auf allen Theaterbühnen der Elternblogger-Gilde. Rutschen Sie mir gut in die neue Woche!


Als Alleinerziehender und bloggender Vater einer vierjährigen Tochter schreibt Johnny über das Leben als Einelternfamilie - und über Kinderbücher.

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