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Zähne putzen mit Kleinkind, oder: Warum die Vierjährige auch mal lügen darf

Zähne putzen mit Kind - Zahnhygiene - Kinderdentist Dr. Seidel - Shop Apotheke

„Papa, machen wir heute eine Ausnahme? Ohne Zähne putzen?“ – „Zähne putzen ist wichtig, Schatz. Wollen wir das zusammen machen – jetzt?“ – „Ok, ich geh‘ vor – aber alleine!“ – „Ok!“ Und wer jetzt denkt, die Vierjährige schließt die Tür hinter sich und putzt ganz gewissenhaft ihre Zähne? Nun, vielleicht tut sie es, vielleicht tut sie es nicht. Vielleicht lügt sie mich an, vielleicht auch nicht. Ich bleibe ruhig und wir beschließen, am nächsten Tag wieder gemeinsam zu putzen, alles gut. Weil Zahnhygiene positiv besetzt bleiben soll.

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Natürlich könnte ich nach einem langen Tag besonders schnell ins Mahnen und Fordern geraten – doch genau das will ich aber nicht. Zähneputzen ist wichtig und soll stets positiv im ihrem manchmal sturen Kinderkopf bleiben. Und das klappt auch erstaunlich gut. So gut, dass die Vierjährige mittlerweile von sieben auf drei Zahncremes downgegradet hat. Wir variieren also jeden Abend in einer Art Jeopardy zwischen der klassisch gelben Nenedent und den beiden Alternativen von Zendium Kids bzw. Lavera.

Viel wichtiger in Sachen Zähne putzen aber ist mir die Zahnbürste. Sorry, aber hier schwöre ich auf die Schweizer Firma Curaprox! Die CURAKid super soft passt so gut in die Hände meiner Tochter, mit dem Bürstkopf kommt sie so gut bis an die hintersten Backenzähne. Das ist die erste Bürste, mit der es wirklich für sie klappt. Natürlich ist die Auswahl der Zahncreme sowie der Zahnbürste am Ende immer auch eine persönliche Entscheidung. Eine, die ich für mich getroffen habe und für die ich mich vorher umfassend informiert habe, u.a. im Produktbereich Kinderprodukte Zahnpflege der Shop-Apotheke. Habt ihr in Sachen Zahnpasta eigentlich einen Favoriten?

Warum aber so viel Gewese um das Zähneputzen? Nun, die Frage erübrigt sich, oder? Und doch möchte ich da stets einen genaueren Blick drauf haben. Aus einem ganz einfachen Grund, für den ich ein klein wenig weiter ausholen muss: meine Tochter hat nie eine schlechte Erfahrung mit Ärzten gemacht. Und doch verliert sie selbst bei den routinierten U-Untersuchungen stets ihren Kooperationswillen. Und so ganz habe ich noch nicht verstanden, warum das so ist.

Unser Glück ist, dass der Kinderzahnarzt bisher stets in die Kita kam und meine Tochter so zumindest in einer ihr sehr vertrauten Umgebung untersucht werden konnte – und dies dann auch wirklich zulässt. In diesem Jahr war sie leider krank, so dass wir uns einen neuen Zahnarzt suchen müssen. So sehr ich von meiner Zahnärztin und ihrem Kieferchirurgen überzeugt bin, so unsicher bin ich mir, ob ihrer Fähigkeiten im Umgang mit Kindern. Kinder brauchen besondere Ansprache, besonderes Empathievermögen und vor allem: Zeit. Leuchtet ein, oder? Worauf es aus Eltern- und Ärztesicht aber sonst noch so ankommt, damit der Praxisbesuch möglichst entspannt abläuft, das hat ein recht bekannter Berliner Kinderzahnarzt mal zusammengefasst: Zahnarzt Dr. Seidel.

Zahnhygiene ist meine Verantwortung und nicht die einer betreuenden Einrichtung. Der Besuch des Zahnarzts gehört genauso dazu wie das allabendliche, das allmorgendliche Zähne putzen der milchigen Hauer. Und mit einer kleinen Hilfestellung hier und da, für Papa und Tochter, ist es eigentlich auch ganz easy. So, wie es eben sein sollte, oder?


Als Alleinerziehender und bloggender Vater einer vierjährigen Tochter schreibt Johnny über das Leben als Einelternfamilie - und über Kinderbücher.

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  1. Hildegard

    19 September

    Danke für die guten Hinweise zum Umgang mit der Zahngesundheit bei kleinen Kindern. Wir haben bald unsere kleine Nichte für ein paar Wochen bei uns. Sie fürchtet sich noch vorm Zahnarzt und das Putzen fällt ihr auch schwer. Mal sehen, ob wir da etwas machen können. Wir sind, glaube ich, auf jeden Fall entspannter, wenn es ums tägliche Zähneputzen geht.

  2. Emmi

    16 November

    Der Kinderzahnarzt stellt auch immer die Frage, ob die Kinder sich die Zähne putzen. Manchmal ist es schwierig die Kinder dazu zu bewegen, weil ihnen die Zahnpasta nicht schmeckt oder sie einfach zu müde sind. Wir haben uns nun darauf geeinigt, dass wir einfach einen Zeitpunkt ausmachen, zu dem wir die Zähne putzen, meist ist das so gegen 6 Uhr abends.

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