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#12von12: Seen und andere Wasser-Orte im Wedding und in Nordberlin

Berlin hat mehr Brücken als Venedig. Ist aber auch um ein Vielfaches größer. Und doch bietet die Stadt, besonders der Norden so viel mehr als bloß urbanes Lebensgefühl. Keine Stadt hat so viel Grün, so viele Seen und so viele tolle Spielplätze zu bieten. Da können München und andere sogenannte Großstädte einpacken. Ich habe mich heute auf eine kleine Radtour begeben und 12 Wasserorte im Wedding und Nordberlin erkundet. Viel Spaß – und packt euer Handtuch ein, ja! Man kann nie wissen…

Entspannen am Wasser – im Wedding

1) Der Möwensee

Ein unaufgeregter Vertreter seines Genres. Perfekt geeignet, um unsere Reise zu beginnen. Viele Bänke und mit der Schatulle um die Ecke als Ausflugsziel kann man hier beides verbinden – Entspannung am Wasser mit Kaffee und Kuchen! Aber: Draußen nur Kännchen, ne!

2) Der Entenpfuhl

Direkt nebenan und irgendwie nicht ganz so schön anzuschauen. Dafür aber mit reichlich Leben gefüllt und besonders mit Kind gibt es hier einiges zu entdecken. Ich sage nur Quak-Quak-Röhr-Konzert! Ganz charmant aber…

3) Plötzensee

Die meisten Menschen pilgern ja in das gegenüberliegende Strandbad. Dort gibt es dann auch Pizza und die obligatorischen Pommes. Andere hingegen stürmen die illegale Badestelle auf der anderen Seite. Oder frönen dem FKK. Oder gehen in den Biergarten. Ja, der Plötzensee hat für jedes Tierchen sein Pläsierchen.

4) Geheimtipp: Nordufer

Wer im Sprengelkiez ans Nordufer will, der muss sich erst einmal hinten anstellen, denn alle wollen abends mindestens einmal am Wasser sitzen. Wer aber weiter in Richtung Norden läuft, so ungefähr Höhe Westhafen, der wird nicht nur mit Ruhe belohnt, sondern auch mit einem merkwürdig urban-romantischen Anblick. Nicht unbedingt natürlich, dafür aber doch schön.

5) Die Panke – Gesundbrunnen

Dieser kleine Fluss fließt aufreizend unaufgeregt durch den Ortsteil und fast übersieht man ihn. Dabei bietet er auf fast ganze Länge wunderbare Orte, um am Wasser mal zwischendurch schön zu entspannen. Hier ist einer davon, recht nördlich schon – im Gesundbrunnen.

Entspannen am Wasser – im Berliner Norden

6) Jungfernheide (geradeso Charlottenburg)

Manchmal denke ich, meiner Tochter würde ein wenig mehr Natur gut tun. Dann sehe ich, wie grün und wieviel Wasser und wieviele tolle Spielplätze es in der Stadt gibt. Aber Achtung: Hier in der Jungfernheide gibt es zwar faszinierend große Raben und ganz viel Sand und Spielgerät, aber baden darf man hier nicht. Oder wenn, dann bitte nur kurz die Füße reinhalten!

Wer baden will, der muss bloß den Schildkröten folgen. Die halten sich nämlich am liebsten am Strandbad Jungfernheide auf. Dort darf man dann auch so richtig schwimmen gehen…

7) Flughafensee (Reinickendorf, echt?)

Eigentlich einer meiner geheimen Favoriten, die ich selbst auch viel zu selten sehe. Allein der Weg dorthin durch den kühlen Forst ist schon Grund genug, sich auf den Weg zu machen. Ruhig geht es hier allerdings nicht zu, denn offene Badestellen mit Sand locken natürlich auch viele Jugendliche an.

8) Tegeler See (Tegel eben)

Wer es etwas gediegener mag, der macht sich sodann zum nahe gelegenen Tegeler See. Die Promenade, die Cafés und Schiffe, der Spielplatz. Und bei Wind die peitschenden Wellen. Fast könnte man meinen, man hätte aus Versehen Urlaub gebucht. So schön! Hunde sollte man hier aber sehr konsequent an der Leine halten. Ansonsten werden die von den freilaufenden Gänsen gezwickt!

9) Breitkopfbecken (Reinickendorf)

Das perfekte Beispiel dafür, wie sehr Berlin mit Grünflächen verbunden ist. Jeder Kiez hat sein eigenes Naherholungsgebiet. Kaum ein größerer See, an dem sich kein Spielplatz und kein Café befindet. Wer hier nicht wohnt, weiß das natürlich nicht.

10) Schäfersee (Reinickendorf, aber knapp)

Das absolute Highlight und zwar ganz im negativen Sinne. Der Schäfersee. Ganz so leicht kommt man an die Wasserfläche nicht ran, die Menschen sind gereizt bis genervt und auch sonst ist es hier eher dunkel. Ein Klassiker in Sachen stadtplanerische Fehlleistung. Lange möchte ich hier nicht bleiben. Schade, hier liegt wirklich viel Potential brach.

11) Die Panke – Wedding

Grund genug, noch einmal zurück dorthin zu fahren, wo es hell und freundlich ist. Zurück an die Panke. Ihr folge ich bis zum Nordhafen, welches sich wiederum ganz knapp an der Sektorengrenze zum Ortsteile befindet. Auch unbedingt zu empfehlen – leider konnte ich hier kein Foto mehr machen, da mein Fahrrad sich einen schönen Platten eingefahren hatte und ich sehr ausgiebig mit Fluchen, Schimpfen und dann wieder Fluchen beschäftigt war. Was soll ich sagen, ich brause auf, verdammt nochmal!

12) Der Balkon (Zuhause)

Aber, was soll ich sagen? Der schönste Ort am Wasser ist und bleibt natürlich immer noch das Home Office. Manche würden auch sagen: Balkon! Nennt es, wie ihr wollt! Planschbecken aufgepustet, Füße reingesteckt, ein Wassereis dazu – perfekt!

Und das war es in diesem Monat auch schon wieder mit dem #12von12. Wer mehr davon sehen mag, im Blog draussennurkännchen gibt es mehr! Viel Spaß und passt auf euch auf, ja! Und falls ihr auch den einen oder anderen Wasser-Geheimtipp in Berlin habt, pfeift mir doch kurz unser geheimes Signal, ich weiß dann schon bescheid.

P.S.
Falls jemand von euch plant, auch mal so eine Fahrradtour durch Nordberlin zu machen: Fünf bis sechs Stunden sollte man schon einplanen – Proviant nicht zu vergessen. Dafür aber lohnt es sich, denn ich habe auf diesen 20 bis 40km wirklich selten mehr Natur mitten in der Stadt erlebt als heute!

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