12 Seen und Wasserorte im Wedding und Nordberlin

Strandbad Plötzensee (Wedding)

In einer Liste der schönsten Seen und Gewässer im Wedding dürfen der Plötzensee und das zugehörige Strandbad natürlich nicht fehlen. Der See samt Freibad gehört sicherlich zu den bekanntesten Adressen im Berliner Stadtgebiet, an heißen Tagen kann es daher schon einmal sehr voll werden. Dafür überzeugt der See die ganze Familie mit einem natürlichen Ufer und vielen Bäumen. Für Schatten und reichlich Platz zum ausgelassenen Spielen ist also gesorgt. Im Bootshaus Fischerpinte nahe der Seestraße können Ruder- und Tretboote ausgeliehen werden. Wer ein bisschen Geduld mitbringt, kann sogar die einzige in Deutschland heimische Sumpfschildkrötenart im Wasser entdecken. Man erreicht den Plötzensee am besten mit der U9, Haltestelle Amrumer Straße, oder den Tramlinien 50 und M13, Haltestelle Virchow-Klinikum.

Hohenzollernkanal, Westhafen und Nordufer (Wedding und Moabit)

Hier kann man zwar nicht baden, dafür bietet sich diese Location auch an kühleren Tagen für einen entspannten Familienausflug zum Wasser an. An Hohenzollernkanal und Westhafen ist das Wasser etwas breiter angelegt. Hier geht es zwar recht industriell zu, Kinder finden die Hafen-Atmosphäre aber meist sehr spannend. Möchte man es danach ruhiger angehen lassen, kann man dem Nordufer Richtung Wedding folgen. Hier finden sich breite Straßenabschnitte, die für den Autoverkehr gesperrt sind und sich ideal auch für kleine Fahrer eignen, um das Fahrrad oder den Tretroller ausgiebig zu nutzen. Daneben gibt es jede Menge Grün, kinderfreundliche Cafés und unweit im Sprengelpark einen Spielplatz. Hier ist man am schnellsten mittels der S-Bahn-Haltestelle Westhafen oder der U-Bahn-Haltestelle Amrumer Straße.

Nordhafen (Wedding)

Wer dem Nordufer noch etwas folgt, erreicht den Nordhafen. Allerdings ist dieser auch ein schönes Ausflugsziel für sich gesehen. Hier gibt es vielleicht nicht so viel zu entdecken wie an einigen der anderen vorgestellten Orte, er eignet sich aber besonders gut für kürzere Ausflüge. Wenn die kleinen also nach Kita und Co. einfach noch nicht ganz ausgelastet sind, dann könnte sich der Nordhafen als kurzweiliges Ziel anbieten. Ein relativ neues Parkgelände und eine Promenade, die bis zum Invalidenfriedhof führt, lädt zum Spazieren, Rollerfahren und Entdecken ein. Teils kommt man auch nah ans Wasser heran. Hier kommt man am besten mit den Buslinien 142, Haltestelle Fennstraße oder M27, Haltestelle Am Nordufer an. Alternativ mit der U6 über den Halt Reinickendorfer Straße.

Möwensee im Volkspark Rehberge (Wedding)

Zwar ist auch der Möwensee eher klein und bietet keine Bademöglichkeiten, gerade mit kleinen Kindern kann man aber hierin wunderbare Tagesausflüge machen. Denn der Möwensee, der sehr idyllisch ist und zum Verweilen am Ufer einlädt, liegt eingebettet in den Volkspark Rehberge. Wer diesen noch nicht kennt, sollte ihm unbedingt einen Besuch abstatten. Für Kinder ist das Gelände ein kleines Paradies mitten in der Stadt: Es gibt verschiedenste Möglichkeiten zum Spielen und Toben, weitläufige Grünflächen und Wälder sowie einen Wildpark. Im Winter kann man auf der Rodelbahn 300 Meter Abfahrt genießen. Und natürlich gibt es auch das ganze Jahr über passende gastronomische Angebote. Der Volkspark liegt direkt an der U6 und ist über die Haltestellen Afrikanische Straße und Rehberge gut zu erreichen.

Panke (Mitte, Wedding, Pankow)

Die Panke zieht sich etwa 20 Kilometer durch Berlin, viele ihrer Abschnitte sind sehenswert. Sehr viel kleiner als Spree oder Havel geht es hier meist auch ruhiger zu. Während man dem Flusslauf folgt, kann man rechts und links des Weges so einiges entdecken. In der Nähe des Bahnhofs Friedrichtstraße mündet die Panke in die Spree, wer ihrem Lauf ab der S-Bahn-Haltestelle Humboldthain folgt kommt durch den Gesundbrunnen und den Soldiner Kiez. Auf diesem Abschnitt gibt es mehrere Spielplätze und Parkanlagen zu entdecken, und wer es die etwa vier Kilometer weit schafft, findet ein reges Angebot im Bürgerpark Pankow nahe der S-Bahn-Haltestelle Wollankstraße vor.

Schäfersee (Reinickendorf)

Auch ohne eine Bademöglichkeit zu bieten, ist der Schäfersee ein schönes Ausflugsziel zu allen Jahreszeiten. Der nahezu kreisrunde See liegt im Stadtteil Reinickendorf direkt an der U8. Verlässt man den U-Bahnhof Franz-Neumann-Platz, steht man schon fast direkt am Wasser. Rund um den See gibt es gleich vier verschiedene Spielplätze, sodass den Kleinen nicht so bald langweilig werden dürfte. Außerdem locken eine Minigolfanlage und ein Bootsverleih. Im Gegensatz zu größeren und stärker überlaufenen Gewässern kann man hier ganz in Ruhe die Welt vom Wasser aus entdecken. Ein gutes Ausflugsziel ist der Schäfersee auch für Familien mit Hund, denn hier gibt es einen Hundegarten mit Hindernis-Parcours.

Strandbad Orankesee (Hohenschönhausen)

Wer ein Strandbad sucht, der muss in Berlin meist ein bisschen weiter herausfahren. Eine Adresse, die immer noch recht städtisch liegt, aber jede Menge Badespaß verspricht, ist das Strandbad Orankesee in Lichtenberg. Der gleichnamige See ist umgeben von viel Grün und liegt in direkter Nachbarschaft zum Obersee. Auch ohne Besuch des Strandbades kann man hier daher viel entdecken. Mehrere Spielplätze und gastronomische Angebote gehören dazu. Zudem sind der Park rund um den Fauler See, das Sportforum Berlin und der Volkspark Prenzlauer Berg jeweils nur einen Steinwurf entfernt – wem langweilig wird, der zieht einfach weiter. Verschiedenste Tramlinien fahren die Haltestelle Stadion Buschallee an, die in der Nähe des Orankesee liegt.

Weißer See & Strandbad Weißensee (Weißensee)

Für viele Berliner ist der Stadtteil Weißensee schon lange ein Geheimtipp: Fernab des „hippen“ Berlins und ungesehen von den meisten Touristen geht es hier sowohl urban als auch etwas ruhiger zu. Benannt ist der Stadtteil nach dem Weißen See, der prominent in dessen Mitte liegt. Rund um den See gibt es verschiedenste Tram-Haltestellen, über die man ihn schnell erreicht. Neben ausgedehnten Grünanlagen, Cafés und mehreren Spielplätzen findet sich hier auch ein kleines, aber sehr schönes Strandbad, das ebenfalls als Geheimtipp im Berliner Norden gelten darf. Und wenn man schon hier ist, lohnt es sich, diesen charmanten Teil Berlins auf einem kleinen Spaziergang noch etwas weiter zu erkunden.

Heiligensee, Havel & Seebad Heiligensee (Reinickendorf)

Zwar liegt Heiligensee an der äußersten Spitze Reinickendorfs und ist daher etwas schwerer zu erreichen. Das lohnt sich aber auf jeden Fall. Denn schon das kleine Örtchen an sich ist wirklich sehenswert und bietet jede Menge Ruhe fast ohne Verkehr. Ein gutes Pflaster also, um ausgelassen zu toben und Rad oder Roller zu fahren. Außerdem liegt Heiligensee direkt an der Havel, die immer einen Besuch lohnt. In Heiligensee kann man ruhige Moment mit den Kindern genießen, denn hier gibt es die schönsten Sonnenuntergänge Berlins. Außerdem bietet der zum Ort gehörige Heiligensee auch ein sehr schönes, familiär anmutendes Seebad. Zugegeben erreicht man diesen Teil Berlins am einfachsten mit dem Auto, auch die S25 bringt Ausflügler aber hierin.

Tegeler See (Reinickendorf)

Der Tegeler See liegt zwar zum Teil schon im Südwesten Berlins, teilweise aber auch im nordwestlichen Reinickendorf. Er ist auf jeden Fall einen Besuch wert, immerhin ist er der zweitgrößte See Berlins. Gerade mit kleinen Kindern ist die angebotene Infrastruktur sehr angenehm. Eine Toilette oder etwas zu essen gibt es hier an jeder Ecke. Das Seebad ist zwar schon länger nicht mehr in Betrieb, dafür gibt es verschiedene als sicher ausgewiesene Badestellen, die kostenfrei genutzt werden können. Verschiedenste Kinderspielplätze gibt es natürlich auch. Zudem grenzt der See an zwei ausgedehnte Waldgebiete, den Tegeler Forst und die Jungfernheide. Ein guter Startpunkt ist der U-Bahnhof Alt-Tegel.

Ziegeleisee & Strandbad Lübars (Reinickendorf)

Früher wurde hier Ton abgebaut, doch durch Einfluss von Grundwasser bildete sich an der Stelle der alten Grube ein See. Heute ist der Ziegeleisee eine offizielle EU-Badestelle. Das bedeutet, er kann eine besonders gute Wasser- und Badequalität bieten. Tatsächlich ist der Ziegeleisee besonders idyllisch und auch das Seebad sehr natürlich gestaltet. Hier kann man die Stadt für einige Stunden komplett vergessen. Wer nach dem Badeausflug noch mehr Lust auf entspannte Abenteuer in der Natur hat, findet mit dem angrenzenden Hermsdorfer See und den Lübarser Feldern die richtige Kulisse dafür. Wer nicht mit dem Auto fahren will, erreicht das Strandbad über die Haltestelle Vierrutensee der Buslinie 222.

Karower Teiche (Karow)

Ein echter Geheimtipp für einen Ausflug mit Wasserkulisse und ganz viel Natur ringsherum sind die Karower Teiche weit im Norden Berlins. Hier kann man erleben, dass das Land zum Stadtgebiet Berlins unbedingt dazugehört. Die Karower Teiche sind selbst ein Naturschutzgebiet und liegen im Naturpark Barnim. Jede Menge Möglichkeiten zum Radfahren, Spielen und Toben erlauben einen Ausflug voller Spaß für alle Altersgruppen. Spannend auch für Kinder ist das im Naturschutzgebiet hohe Aufkommen an wilden Vögeln. Von einer eigens zu diesem Zweck angelegten Beobachtungsplattform aus kann man auf die vier Teiche blicken und Wasservögel beobachten. Trotzdem erreicht man die Karower Teiche unproblematisch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln: Mit der S2 fährt man bis zum S-Bahnhof Karow und ist schon fast da.

Christian

Christian ist Vater von Zwillingen und einem kleinen Nachzügler. Von Beruf ist Christian Sozialpädagoge und arbeitet in einem Jugend- und Kinderzentrum. Er unterstützt mich bei Themen zu Kindererziehung und hilft mir bei der Auswahl der richtigen Produkte für unsere Vergleiche.

Schreibe einen Kommentar