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Dem Leben gewachsen – Wachstumsstörung beim ...

Dem Leben gewachsen – Wachstumsstörung beim Kind erkennen

Wenn man Kinder bekommt, lernt man ja unheimlich viel Neues dazu. Zum Beispiel was Perzentilen sind und wie man anhand jener Entwicklungsprognosen erstellen kann. Dass meine Tochter von je her eher klein und zierlich ist, das wusste ich hingegen von Anfang an. Dass Kinder sich aber auch nicht immer an diese Perzentilen bzw. an die Prognosen halten, auch das habe ich gelernt. Wie aber erkennt man dann überhaupt eine Wachstumsstörung – und was sind die möglichen Ursachen? Die Webseite demLebengewachsen.de weiß mehr darüber – Hilfestellungen inklusive.

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„Ihre Tochter befindet sich auf der letzten Perzentile!“ So oder so ähnlich wird es wohl die Ärztin formuliert haben. Allein, was Perzentilen sind, das wusste ich bis zur Geburt der heute Vierjährigen nicht. Und so richtig gut klang das auch erst einmal nicht. Wer will schon LetzteR sein und was kommt überhaupt danach? Später erfahre ich, dass meine Tochter auf der P3-Kurve liegt. Diese markiert die untere Grenze, unter der drei Prozent aller Kinder ihrer Altersgruppe liegen, die eben am kleinsten sind. Klingt das jetzt unbedingt besser? Übrigens war ich selbst als Baby unterhalb der letzten Perzentile – ich war nämlich ein Frühchen und musste ganz schön viel aufholen. Das war ganz schön anstrengend, uff…

Tief in mir weiß ich also auch von mir selbst, dass alles schon seinen Weg gehen wird. Auch, dass das Kind gesund sein wird, dass es sich entwickeln wird. Wie Kinder das eben so tun. Im Ausnahmezustand der, sagen wir mal ersten Monate bis Jahre muss man sich bloß immer wieder selbst daran erinnern. Dann, wenn man eigentlich meinte, sie müsse doch mehr essen oder mehr trinken. Dann, wenn man immer wieder zu hören bekommt, wie zierlich oder klein die Tochter eben doch sei. Danke übrigens, liebe Verwandtschaft. Gut also, wenn jemand diese Perzentilen im Blick hat. Am Ende des Tages sind diese Perzentilen zwar auch nichts anderes als Prognosen und Wahrscheinlichkeiten darüber, wie sich das Kind über die Zeit entwickeln wird, sei es in Sachen Größe oder auch Gewicht.

#demLebengewachsen – Jedes Kind in eigenem Tempo

Jedes Kind entwickelt sich in ihrem/seinen eigenen Tempo. Mal sind sie eben schneller, mal langsamer und mal sind sie genau spot-on. Und manche Kinder sind vielleicht auch einfach Spätentwickler oder müssen als Frühchen einiges aufholen. Wie soll man also bei all den menschlichen Eigenheiten erkennen, ob das kleine Kind bloß noch klein oder vielleicht schon eine Wachstumsstörung hat? Neben der P3-Kurve ist auch das Gefühl für das eigene Kind ein durch Nichts zu ersetzender Ratgeber. Liegt das Kind nämlich unter der Kurve und hat man das Gefühl, dass es vielleicht ein wenig klein sei, könnte man schon ärztlichen Rat aufsuchen. Es gibt aber noch ein Hilfsmittel: den Wachstumsrechner auf DemLebengewachsen.de.

Wie kommt es eigentlich zu Wachstumsstörungen? Klar, bei Kindern, deren Mütter in der Schwangerschaft geraucht haben, kommen Entwicklungsverzögerungen durchaus öfter mal vor. Weitere Ursachen für Wachstumsstörungen sind unter anderem eine Störung der Hormonproduktion, so dass zu wenig Wachstumshormone produziert werden. Auch eine Unterfunktion der Schilddrüse kommt hier ebenso in Frage wie eine genetische Disposition. Da es aber beim Wachstum um das Wunder des menschlichen Körpers geht, ist es teilweise natürlich noch sehr viel komplexer als ich es hier wiedergeben könnte. Die genannte Webseite kann das viel besser als ich – und vor allem auch sehr viel anschaulicher.

Übrigens: Wer sich den Spaß mal gönnen will, errechnet die Zielgröße eures Kindes doch einfach mal selbst! Viel Spaß!


Als Alleinerziehender und bloggender Vater einer vierjährigen Tochter schreibt Johnny über das Leben als Einelternfamilie - und über Kinderbücher.

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  1. […] habe ich, was moderne Mütter fordern, über das gute Kitagesetz, was keines ist, über Perzentilen bei Johnnys Papablog und über diverse […]

  2. Suse

    28 September

    In unserer Familie sind wir alle nicht groß, aber ich würde nie auf den Gedanken kommen, medikamentös was dran zu machen. Unser Sohn ist zwar auch recht klein, aber das liegt dann an den Genen und nicht an einer Störung.

  3. Lenni

    1 Oktober

    Hallo Johny, schöner Artikel zu einem wichtigen Thema. Eines von vielen wichtigen Themen, mit denen man als Eltern am Anfang konfrotniert wird. Ich denke auch, dass es hilft, sich nicht verrückt machen zu lassen. Jeder will wissen, wie sein Kind mal so sein wird, aber da hilft nur, abwarten, Tee trinken. Und lernen, was Perzentilen sind. ;)
    Viele Grüße, Lenni

  4. Lea

    2 Oktober

    Persönlich bin ich gegen Hormonbehandlungen. Die Pille oder eben bei Wachstumsverzögerungen. Viele Menschen wachsen bis ins Erwachsenenalter hinein. Wie soll man bei einem Kind verlässliche Aussagen darüber treffen, dass es mal klein sein wird? Es sei denn, es ist echt kleinwüchsig, aber merkt man das dann nicht schon während der Schwangerschaft?

  5. Birte

    6 Oktober

    Lieber Johnny,
    vielen Dank für den schönen Artikel zu einem echt wichtigen Thema. Ob man Ende sich für Hormone entscheidet oder nicht,… jede/r findet ihren/seinen Weg, solange man sich über alles vorher informieren kann.

  6. Jan

    8 Oktober

    Hi Johnny,

    es gibt ja nicht nur die Perzentilen, sondern auch Wachstumsfugen, die viel aussagen können, wie groß das Kind später sein wird. Die sollten von einem Arzt angesehen werden und selbst dann sagen sie nur ungefähr aus, wie groß der Nachwuchs wird. Da können auch mal gern 10cm mehr am Ende bei rauskommen. Am besten, das Thema entspannt angehen.

  7. Janni

    9 Oktober

    Lieber Johnny,
    kleinwüchsig zu sein ist nicht unnormal. Viele Menschen sind kleinwüchsig und leben ganz normal ihren Alltag. So wie wir alle. Man sieht sie nicht so oft, weil sie in den Medien tot geschwiegen werden. Vielleicht denkst du ja darüber mal nach, bevor du die nächste Pharmafirma bewirbst.

    Ich mag deinen Blog und werde ihn auch weiterhin lesen. ;)
    Janni

  8. Sandra

    10 Oktober

    Es ist wichtig, sich erst einmal informieren zu können, bevor man sich entscheidet. Natürlich stecken hinter der Seite gewisse Interessen, doch man hat sich wirklich Mühe gegeben. Das finde ich gut.

  9. Steven

    15 Oktober

    Hey Johnny, schöner Artikel. Ich kann die Kritik hier verstehen, finde es aber gut, dass das Thema aufgegriffen wird. Die Art, wie die Webseite es macht und wie du darüber berichtest, tun wirklich gut!! Danke!!

  10. Beate

    15 Oktober

    Oh, da muss ich gleich mal die Formel ausprobieren. Mal sehen, wie groß mein kleiner wird. :)

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