Los geht's!
READING

Elternbuch: Nina Massek „Eine Mama am Rande des Ne...

Elternbuch: Nina Massek „Eine Mama am Rande des Nervenzusammenbruchs“ – Goldmann Verlag

Nina Massek Portrait

Eine meiner Lieblingskolleginnen Nina Massek vom Blog Frau Mutter hat sich in ihrem Buch über die typischsten Flunkereien von Eltern ausgelassen und.. hey, Moment mal! Eltern flunkern? Also ich halte es ja wie die kleine Viktoria aus dem Buch und sage entschieden:“Nein!“ Nein, liebe Kinder, Eltern flunkern gar nie, das weiß ich genau. Und ich muss es ja wissen, ich bin schließlich selbst Vater. Und wenn die Kindermusik abends schon schläft, dann schläft sie eben schon. So ist das nun mal. Indianerehrenwort. Also Achtung, liebe Kinder: Das Buch „Eine Mama am Rande des Nervenzusammenbruchs“ ist streng wissenschaftliche Literatur, hat überhaupt keine Bilder und ist auch sonst total öde. Sowas finden wirklich nur langweilige Erwachsene gut. Die dafür aber umso mehr. Ein Wahrheitsbericht.

Ach, Kinder sind schon toll. Mit ihnen entdeckt man die Welt der Wunder noch einmal ganz von vorn. Und all jenes, was man in seiner eigenen Kindheit selbst mitgemacht oder gar vermisst hat, dass erlebt man nun noch einmal aus einer ganzen anderen, nämlich der Erwachsenenperspektive. Also manchmal jedenfalls. An dieser Stelle muss ich ein allerdings ein Geständnis machen. Jetzt, wo die Kinder nicht mehr mitlesen:

Eltern flunkern manchmal eben doch. Woher ich das weiß? Kleines Beispiel aus meiner eigenen Kindheit: Meine Mutter hat mir als Kind immer gesagt, in der bekannten, goldverpackten Haselnusskugel wäre böser Alkohol drin. So ging sie sicher, dass ich keines der edlen Bällchen anrühren würde. Nur durch Gevatter Zufall in Form einer Freundesmutter kam ich ihr irgendwann doch auf die hinterlistige Schliche.

Neunzehn ganz ähnliche Situationen beschreibt Nina Massek in ihrem Erstlingswerk, dass am 16. November 2015 das Licht der Buchwelt erblickte. Situationen, in denen sie sich selbst als Mutter einer, sagen wir mal, persönlichen Notlüge bediente, um entweder nicht als unwissend aufzufliegen, weil sie es mit den Kindern eilig hatte oder weil sie den Nachwuchs schlichtweg nur vor dem bösen Zucker in der Schokolade retten wollte. Flunkereien aus noblem Motiv, wenn man so will.

Warum sind die Kinder heute nicht auf dem Spielplatz? Mama sagt:“Der Spielplatz hat leider heute zu“! Und warum ist Meerwasser eigentlich salzig? Ganz klar, sagt die Mama, „damit die Fische kein Karies bekommen!“ Und dass die Eltern vom Leon leider kein Telefon mehr haben und er deswegen nicht zum Spielen kommen kann, nun wenn die Mama das sagt, dann ist das nun mal so. Aber zum Glück kann man ja noch mit die Lena anrufen.

Na, wem kommen solche Situationen nicht irgendwie doch bekannt vor? Offensichtlich gelingen solche Flunkereien aber nicht immer, denn oft sind diese kleinen Zweibeiner ja viel schlauer, als man sich selbst zugestehen mag. Dann gilt die alte Devise: Wer einmal flunkert, der muss auch weiterflunkern. Viel mehr will ich an dieser Stelle aber nicht verraten, um den Lesespaß zu erhalten

Nur soviel: Schonungslos selbstironisch und herzhaft-klug von einer Ich-Erzähler-Mama verpackt, die über sich selbst lachen kann und dadurch sehr sympathisch bleibt. Wahrscheinlich ist es das, was sie als Mama am Rande des täglichen Nervenzusammenbruchs davon abhält, nicht irgendwann doch über die mentale Klippe zu gehen. Und machen wir uns doch nichts vor, nicht bloß die Kinder werden manchmal, also ganz selten und nur in außerordentlichen Ausnahmefällen angeflunkert, auch sich selbst als Eltern flunkert man doch ganz gerne mal an, oder? Zum Beispiel, wenn es nur ein Schub ist, oder eine Phase. Oder waren es die dominanten Drama-Queen-Gene? Ach, irgendwas ist ja immer.

Und für euch, liebe Frischlingseltern (das sage ich also auch zu mir selbst): Dieses Buch ist trotz des „Dos und don’ts für erfolgreiches Lügen im Familienalltag“ kein Ratgeber zum besseren Flunkern. Es ist ein mit Höhen gespickter Tatsachenbericht aus der Zukunft. Also fast. Für mich fühlte es sich jedenfalls in manchen Momenten so an. Meine Tochter lernt mit ihren eineinhalb Jahren derzeit zwar jeden Tag ein neues Wort und wir können uns schon richtig unterhalten, doch in richtige Diskussionen waren wir bisher nicht verwickelt. Noch nicht. Darauf warte ich noch. Tja, und wer weiß, wahrscheinlich werde ich mich irgendwann wie in der einen oder anderen Kurzgeschichte von „Eine Mama am Rande des Nervenzusammenbruchs“ fühlen und hoffen, dass ich dann genauso entspannt sein kann.

Das Buch von Nina Massek ist im Goldmann Verlag erschienen und kann ab sofort entweder am großen Fluss von amazon (Partner-Link) hier:

Massek, Nina, Eine Mama am Rande des Nervenzusammenbruchs: 20 wunderbare Flunkereien, die Eltern das Leben erleichtern

oder beim Verlag direkt bestellt HIER bestellt werden.

Gewinnt einen Nervenzusammenbruch

Und für diejenigen von euch, die ihr Glück lieber herausfordern möchten, für diejenigen habe ich natürlich auch noch etwas: Ich verlose ZWEI Exemplare von Nina Masseks „Eine Mama am Rande des Nervenzusammenbruchs“.

Alles, was ihr dafür bis Freitag, den 27.11.2015 tun müsst, ist:
Hinterlasst mir einen Kommentar unter diesem Artikel und sagt mir, ob und wenn ja, wie und womit ihr euer Kind angeflunkert habt? Es bleibt auch unter uns, ganz bestimmt.

Wer mag, kann mir gern auch auf FACEBOOK folgen und bekommt dafür natürlich ein Extralos in der Lostrommel. Viel Glück!


Teilnahmeberechtigt sind alle Personen an 18 Jahren mit Wohnsitz in Deutschland. Das Gewinnspiel läuft bis zum 27.11.2015, 23:59h. Das Los entscheidet. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Als Alleinerziehender und bloggender Vater einer vierjährigen Tochter schreibt Johnny über das Leben als Einelternfamilie - und über Kinderbücher.

RELATED POST

  1. Lisa

    19 November

    Nein mein Schatz, Mama hat kein Sneakers im Mund. Dabei natürlich versuchen sich nicht zu verschlucken und ernst zu bleiben.

  2. ispida

    22 November

    Abends, 19:30 Uhr, der Große geht ins Bett. „Ja, wir schlafen jetzt alle, weil der Tag vorbei ist.“ Und dann möglichst leise sein :-)
    Viele Grüße, ispida

  3. Barbara

    27 November

    als der Kuschelbobbi verschwand – hatten ihn in einem Restaurant liegen gelassen – „machte eine Weltreise“ und dann kam er wieder (natürlich neu gekauft!)

  4. kristin

    29 November

    Flunkern wir Eltern nicht jeden Tag, damit die lieben Kinder glücklich und zufrieden sind? Und demzufolge sind wir es dann doch auch. Ich habe Freitag gesagt, dass die leckere ErdbeerMarmelade alle wäre. Sonst isst doch das Kind nichts mehr zum Frühstück in der Kita. Oder gestern wollte meine Tochter nicht mehr alleine laufen. Da habe ich glatt eine Katze vorne auf dem Gehweg gesehen.;-) Plötzlich konnte meine Tochter doch wieder laufen, ja sogar rennen. Mmh schade, da war die Katze schon wieder weg ;-) Und heute früh wollte mein Sohn einen Wutanfall bekommen. Da habe ich ihm gesagt, dass er jetzt lieb sein muss. Denn schließlich beobachtet doch jetzt der Weihnachtsmann alle Kinder :-) Ja die kleinen Alltagslügen machen das Leben entspannter.

    • kristin

      15 Dezember

      Hello. Stehen eigentlich schon die glücklichen Gewinner fest? Ich frage mal vorsichtig nach, weil ich neuen Lesestoff brauche. ;-)
      Bei Facebook folge ich dir. Habe da aber nichts gelesen.
      Guten N8, Kristin

      • johnny

        16 Dezember

        Hallo Kristin, ach die beiden glücklichen Gewinner stehen bereits fest und haben ihre Exemplare auch schon in Händen gehalten. Ich weiß gar nicht mehr, ob ich das auf FB verkündet hatte. Tut mir leid.
        Liebe Grüße, Johnny

  5. […] … Nur soviel: Schonungslos selbstironisch und herzhaft-klug von einer Ich-Erzähler-Mama verpackt, die über sich selbst lachen kann und dadurch sehr sympathisch bleibt. Wahrscheinlich ist es das, was sie als Mama am Rande des täglichen Nervenzusammenbruchs davon abhält, nicht irgendwann doch über die mentale Klippe zu gehen. … Johnny Johnnyspapablog […]

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.