Los geht's!
READING

Bilderbuch: „Der gute Riese“ von David Litchfield ...

Bilderbuch: „Der gute Riese“ von David Litchfield – Loewe Verlag

„Der gute Riese“ von David Litchfield ist ein magisches Kinderbuch aus dem Loewe Verlag

Nicht nur verarbeitet „Der gute Riese“ von David Litchfield die Themen Toleranz, Freundschaft und Gemeinschaft. Die drei Themen stehen ja ohnehin immer hoch im Kinderbuchkurs. Es ist darüber hinaus auch einfach wunderschön illustriertes Bilderbuch, bei dem Farbspiel und Ausdruck ganz wunderbar zur Geschichte passen. Es glimmt und leuchtet und ist dabei doch ganz ruhig. Und so begleiten wir Billy, seinen Opa und den Hund Fritz auf ihrer Suche nach dem angeblichen Riesen, von dem Opa immer schon erzählt. Gibt es den aber wirklich? Fantasievoll erzählt, im Loewe Verlag erschienen.

Wovon handelt „Der gute Riese“ von David Litchfield?

In Ziegelhausen ist einiges los. Gerade treffen wir die BewohnerInnen, groß und klein, wie sie die Stadtmauer ein wenig bunter machen wollen. Das Problem aber ist, dass keiner groß genug ist, um bis ganz nach oben zu malen. Also fragt Billy, unser Protagonist seinen Großvater. Der hat denn auch sofort die Lösung parat – oder besser eine Person. Der geheime Riese, von dem Opa schon so oft erzählt hat. Doch Billy glaubt dem alten Mann kein Wort. Dabei sei der Riese angeblich immer bei ihnen gewesen. Beim Camping habe er über ihrem Zelt gewacht. Und selbst, als sie mit ihrem Boot in einen Sturm gerieten, da habe er sie rettend an Land gezogen. Hat Billy einfach nur nich genau hingeschaut? Immerhin kann ein Riese doch nicht einfach so unentdeckt bleiben.

Leider ist der Riese schüchtern. Weil er weiß, dass die Menschen sich vor ihm fürchten. Weil Menschen sich vor allem fürchten, was anders ist. Und so legt sich Billy schlafen. Nur, um nachts doch nochmal vor die Tür zu gehen. Sein Hund Fritz ist ganz unruhig. Und siehe da: plötzlich taucht der Riese auf. Doch anstatt auf ihn zuzugehen, flüchtet Billy vor ihm. Reumütig schmiedet Billy einen Plan, um dem Riesen noch einmal zu begegnen. Wird dies aber wirklich gelingen? Und welche Rolle spielt sein Hund Fritz eigentlich dabei. Und wird die Stadtmauer jemals auch oben bunt angemalt sein?

Meine Einschätzung als Vorlesepapa

Die Länge von 16 Doppelseiten verrät es schon. Die Geschichte hat einen durchaus längeren Spannungsbogen. Das bedeutet im Umkehrschluss aber auch, dass Vorlesetochter und Vorlesepapa etwas länger in der Geschichte verweilen dürfen. Die Beschreibung im Klappentext, die des öfteren mit dem Wort „magisch“ hantiert, hat nämlich völlig recht. Ein magisches Buch, das Kraft seiner Illustrationen sofort in den Bann zieht. Das Cover erinnert mich immer an Weihnachten, aber damit hat das Buch natürlich gar nichts zu tun.

Die Geschichte zeigt Kindern auf einfühlsame Art, wie wir uns unserer Fantasie zu bedienen vermögen. Viel wichtiger und pointierter geht es aber natürlich um die Erkenntnis, wie wichtig ein guter Freund sein kann. Ein Freund, auf den man sich verlassen kann, der einen beschützt und wieder aufbaut, wenn man am Boden liegt. Ein Riese ist nämlich auch nur ein Mensch. Ein Freund.

Spannend und einfühlsam, magisch und fantasievoll. Das sind die vier Worte, mit denen ich „Der gute Riese“ von David Litchfield zusammenfassen mag. Und und.. hach ach… übrigens auch sehr empfehlenswert: „Der Bär am Klavier“, ebenfalls von Herrn Litchfield.

David Litchfield, Sandra Margineanu (Übers.)
Der gute Riese
Gebundene Ausgabe: 40 Seiten
Verlag: Loewe; Auflage: 1 (11. Juni 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3785589638
ISBN-13: 978-3785589632
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 4 – 6 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 22,5 x 0,9 x 30,5 cm

 

Produkte von Amazon.de


Als Alleinerziehender und bloggender Vater einer vierjährigen Tochter schreibt Johnny über das Leben als Einelternfamilie - und über Kinderbücher.

RELATED POST

  1. Wow, tolle Illustrationen. Danke für den Tipp!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.