Vater-Kind-Kur der Siemens-Betriebskrankenkasse

Kinder, Haushalt, Arbeit und Freizeit unter einen Hut zu bringen, erfordert gute Organisation, Stärke und Ausdauer. Oftmals nehmen die beruflichen und familiären Verpflichtungen so viel Raum ein, dass kaum noch Zeit für andere Dinge bleibt. Davon sind auch Väter betroffen. Lange Arbeitstage, kurze Nächte, Freizeithektik am Wochenende: Jeder Vater kennt solche Phasen, die oftmals zum andauernden Normalzustand werden. Treten zusätzlich noch traumatische Ereignisse wie z.B Trennungen oder unerwartete Todesfälle ein, ist die psychische Belastungsgrenze endgültig überschritten. Vielfältigste Stresssymptome und Erkrankungen wie Depressionen und Burn-Out sind die häufige Folge. Um es nicht so weit kommen zu lassen, sind präventive Maßnahmen besonders wichtig. Ein Weg ist die Vater-Kind-Kur der Siemens-Betriebskrankenkasse. Diese Kur unterstützt Väter auf individuelle Weise nachhaltig dabei, ihren Weg für einen entspannteren Alltag zu finden.

1.) Kurzbeschreibung der Kur

Eine Vater-Kind-Kur dauert drei Wochen und kann in Ausnahmefällen um eine weitere Woche verlängert werden. Es handelt sich um eine stationäre, medizinische Behandlung in einer qualitativ hochwertigen Klinik. Die Kur kann sowohl alleine, aber auch mit den Kindern bis zu einem Alter von 14 Jahren angetreten werden. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Während der Erholungseffekt alleine höher sein mag, kann die Vater-Kind-Beziehung in praktischen Übungen wiederum vertieft werden. Von einer Mitnahme von Kindern unter 3 Jahren rät die Krankenkasse eher ab. Obwohl es grundsätzlich unproblematisch ist, die Kinder von der Schule zu beurlauben, so möchten viele Eltern das Unterrichtsjahr nicht stören. Sie beantragen die Kur daher oftmals für die Ferienmonate im Juli und August. Ruhiger ist es daher sicher im laufenden Schuljahr. Einige der Kliniken bieten sogar Unterricht an, sodass die Schule nicht ganz unterbrochen ist.

Wesentlich ist, dass Kinder ihr Elternteil stets nur begleiten. Sie erhalten daher keine Therapien oder Behandlungen. Sollte ein Kind aber an einer Erkrankung leiden, kann es nach Rücksprache mit dem Kinderarzt auch therapiert werden. Inwieweit Kinder ansonsten in die Erwachsenentherapie miteingebunden werden, variiert je nach Klinik. Es gibt Kuren, die dem Elternteil mehr Raum geben und auf Entlastung setzen und wiederum andere, die einen Mehrwert in der gemeinsamen Zeit sehen und diese fördern.

2.) Der richtige Zeitpunkt für eine solche Kur

Umso früher die erste Vater-Kind-Kur beantragt wird, umso effektiver wird sie zu einer zufriedenen und gesunden Zukunft beitragen. Oftmals erkennen Eltern viel zu spät, dass sie bereits überlastet sind. Gefangen wie in einem Hamsterrad, setzen sie ihre Alltagshektik fort, ohne die körperlichen oder psychischen Veränderungen ausreichend ernst zu nehmen. Eine Vater-Kind-Kur sollte daher jedenfalls bei den ersten Anzeichen von Beschwerden stattfinden, um schlimmere Erkrankungen abzuwenden.

Die Siemens-Betriebskrankenkasse bietet im Vorfeld der Kur auch ein Online-Coaching an. Es hilft, innerhalb von 3 Monaten erste Strategien für eine entspanntere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu finden. In dem Coaching zeigt sich auch, ob eine weitergehende Therapie in Form einer Vater-Kind-Kur überhaupt nötig erscheint.

3.) Die Kosten einer Vater-Kind-Kur

Erfreulicherweise übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die vollen Kosten für eine Vater-Kind-Kur. Dazu zählen sogar die Kosten der Anreise. Es verbleibt lediglich ein Eigenanteil von 10 Euro pro Tag, den das Gesetz vorschreibt. Dieser Eigenanteil wird allerdings nur dem Erwachsenen verrechnet. Eine dreiwöchige Kur kommt demnach auf 210 Euro.

4.) So beantragst du deine Vater-Kind-Kur

Es ist sicher empfehlenswert, die Situation, Beschwerden und Lösungs- bzw. Behandlungsansätze im Vorfeld mit einem Arzt des Vertrauens zu besprechen. Natürlich stehen auch die Kundenberater der Siemens-Betriebskrankenkasse für ausführliche Beratungsgespräche zur Verfügung. Sie unterstützen dabei, die passende Klinik zu finden und bieten auch Hilfestellung bei der Antragstellung. Die Krankenkasse wählt zwar die Klinik aus, berücksichtigt aber auch gerne Wünsche. Ist der Antrag eingereicht, so dauert es durchschnittlich etwa 3 bis 5 Wochen, bis die Bewilligung ergeht. Die Vater-Kind-Kur kann alle 4 Jahre beantragt werden.

Bisher sind Väter relativ zurückhaltend, sich diese kleine Auszeit zuzugestehen. Rund 97 % aller Antragsteller sind Mütter. Es wird sich zeigen, ob künftig auch Männer die Vielfalt ihrer Belastungen ernster nehmen und sich für eine Vater-Kind-Kur entscheiden.

Christian

Christian ist Vater von Zwillingen und einem kleinen Nachzügler. Von Beruf ist Christian Sozialpädagoge und arbeitet in einem Jugend- und Kinderzentrum. Er unterstützt mich bei Themen zu Kindererziehung und hilft mir bei der Auswahl der richtigen Produkte für unsere Vergleiche.

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