Weihnachten, Familie, Tradition

O Tannenbaum, wie grün sind deine Blätter.
Du bist nicht nur ein Weihnachtsbaum,
sondern viel mehr mein Kindeheitstraum.
O Tannenbaum, O Tannenbaum,
du bringst mein Herz zum Strahlen!

Als Kind habe ich schon die Weihnachtszeit geliebt und ganz besonders geschätzt. Mit Oma haben wir jedes Jahr unzählige Kekse gebacken, mit Mama und Papa beim Bauern den Tannenbaum ausgesucht und selber geschlagen. Es war einfach eine Zeit mit und für die Familie.

Das habe ich als Mama irgendwie mitgenommen. Ich weiß mittlerweile, dass ich den Tannenbaum schmücken muss, sonst wird das nichts. Aber die Zeit für Vorbereitungen innerhalb unserer Familie schätze ich auch heute noch sehr.

Wir backen immer noch mit Oma Plätzchen, mittlerweile mit vier Generationen. Ein Highlight. Wir suchen immer noch den Baum beim Bauern aus und schlagen ihn selbst und mein Mann und ich schmücken ihn am 23.12. mit einem Glas Wein und einem klassischen Weihnachsfilm. Heilig Abend kommen dann alle zusammen und genießen das Weihnachtsfest. Alle sind vier bunte Generationen, mittlerweile im Norden Deutschlands verteilt. Diese Jahr kommen Oma, Opa feiert im Himmel mit, Mama und Papa, mein anderer Opa, meine Oma feiert in der Hölle mit ;), meine Schwester, mein Schwager und meine Nichte, mein Onkel, meine Tante, mein Mann, unser Sohn, unser kleines noch nicht geschlüpftes Rumpelwichtlein und ich zusammen- hoffentlich, wenn Corona es zulässt.

Früher hat Oma sich tagelang an den Herd gestellt und das beste Essen vorbereitet. Das übernehmen mein Mann und ich jetzt gerne und geben ihr das zurück, was sie mir die Ganzen Jahre gegeben hat- das Gefühl: Weihnachten ist ganz besonders. Dieses Jahr gibt es Wild Orangen- und Zwetschgenchutney. Dazu für jeden etwas. Kartoffeln, Spätzle, buntes Gemüse. Und zum Schluss, Omas Herrencreme.
Nach dem Essen wird zusammengeräumt und ein bisschen Platz geschaffen, um dann zu schauen, was das Christkind so gebracht hat. Ganz traditionell singen wir mit allen erst ein paar schöne Weihnachtslieder, begleitet von Klavier, Saxophon und Flöte. Und obwohl wir uns jedes Jahr sagen, dass wir nur Kleinigkeiten verschenken, bricht dann die Geschenkeflut los. 15-30 Minuten sind für mich einfach nur völlig chaotisch, unübersichtlich, konsumgesteuert und hektisch. Obwohl es ja nur die Freude am Schenken und Geschenkt bekommen ist, mag ich diesen Teil irgendwie nie.
Wenn sich kurz danach aber alles beruhig hat, dann ist es jedes Jahr wunderschön. Wir sitzen in großer Runde zusammen, trinken noch gemeinsam ein Glas Bier oder Wein und sind einfach zusammen. Die Kinder spielen, alle anderen haben sich immer eine Menge zu erzählen. Wir unterhalten uns, das reicht uns.

Ich mag, dass Weihnachten schon immer so war und auch jetzt immer noch so bleibt, obwohl ich viel älter geworden bin und meine eigene Familie habe. Weihnachten soll immer so bleiben, dann bin ich kurz wieder Kind. Das macht mich glücklich und da geht mein Herz auf. Und weil mir das so viel Wert ist und ich so glücklich bin, sind es alle anderen auch. Selbst mein Onkel, der irgendwie nie Bock auf Weihnachten hat, sitzt jedes Jahr am Tisch und kann sich so über mich freuen, dass er auch glücklich und zufrieden scheint.

O Tannenbaum, wie grün sind deine Blätter.
Du bist nicht nur ein Weihnachtsbaum,
sondern viel mehr mein Kindeheitstraum.
O Tannenbaum, O Tannenbaum,
du bringst mein Herz zum Strahlen!

Vielleicht habt ihr ja auch schon so ein wunderbares Gefühl in euch?

Christian

Christian ist Vater von Zwillingen und einem kleinen Nachzügler. Von Beruf ist Christian Sozialpädagoge und arbeitet in einem Jugend- und Kinderzentrum. Er unterstützt mich bei Themen zu Kindererziehung und hilft mir bei der Auswahl der richtigen Produkte für unsere Vergleiche.

Schreibe einen Kommentar